TV-Sender harmonisieren Lautstärke

3. Mai 2012, 11:40
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Keine unerwarteten Lautstärkensprünge ab September, Regelung betrifft auch Werbung und Programmhinweise - ORF und Privatsender beteiligt

Wien - Österreichs Fernsehsender strahlen ihr Programm künftig im Gleichklang aus - zumindest was die Lautstärke betrifft: Der ORF und die vom Verband Österreichischer Privatsender vertretenen bundesweiten TV-Sender haben sich auf eine Angleichung der Lautstärke im Programmablauf sowie zwischen den einzelnen Sendern geeinigt. Die neue Regelung tritt mit 1. September in Kraft, wie es am Donnerstag in einer Aussendung hieß. Die Harmonisierung betrifft auch Werbung und Programmhinweise.

Finanzieller und organisatorischer Aufwand

Als Vorteil für die Zuschauer entfällt somit der stete Griff zur Fernbedienung, um unerwartete Lautstärkensprünge auszugleichen. Für die Sender ist die Anpassung mit erheblichem organisatorischen, technischen und finanziellen Aufwand verbunden, wie in der Aussendung betont wurde. Der Umstieg erfolgt dabei synchron mit den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten TV-Programmanbietern in Deutschland.

Ermöglicht wurde die Initiative durch die Anwendung einer neuen technischen Empfehlung der European Broadcasting Union (EBU) zur Lautheitsmessung und Tonaussteuerung. Mittels neuer Messgeräte wurde möglich, von der derzeitigen Spitzenwertmessung auf eine Pegelung nach der subjektiv empfundenen Lautheit umzustellen. Die Digitalisierung der Fernsehübertragung war dabei eine entscheidende Voraussetzung. Diese neuartige Tonaussteuerung bewertet die durchschnittliche Lautstärke über einen gewissen Zeitbereich und bedeutet nicht, dass es innerhalb einer Sendung keine Passagen unterschiedlicher Lautstärke geben darf. (APA, 3.5.2012)

  • Der Umstieg auf eine einheitliche Lautstärke erfolgt hierzulande synchron mit den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten TV-Programmanbietern in Deutschland.
    foto: photodisc

    Der Umstieg auf eine einheitliche Lautstärke erfolgt hierzulande synchron mit den öffentlich-rechtlichen sowie den privaten TV-Programmanbietern in Deutschland.

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