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Über 6.500 Mal musste die Bergrettung im vergangenen Jahr ausrücken.
Wien - Die österreichische Bergrettung hat im Jahr 2011 bei 6.549 Einsätzen 6.895 Menschen geborgen, rund 5.000 von ihnen verletzt, 160 nur noch tot. Die Zahl der Einsätze ist damit im Vergleich zu 2010 um mehr als 170 zurückgegangen, lag aber deutlich über den Zahlen der Jahre zuvor. 2.833 Mal wurden Bergretter ins sogenannte leichte Gelände gerufen: Überwiegend zu Wanderern, die den Rückweg nicht mehr aus eigener Kraft schafften, weil sie sich verirrt oder verletzt hatten oder konditionelle und gesundheitliche Probleme hatten.
Gerade beim Wandern sei ein starker Boom zu bemerken, die Einsätze hätten in den vergangenen zwei Jahren stark zugenommen, da viele Leute nicht optimal vorbereitet seien, erläuterte die Bergrettung. 126 Wanderer wurden im vergangenen Jahr tot geborgen, Ursache Nummer eins waren Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Weitere 21 Tote wurden aus dem Fels geborgen, sieben nach Skitouren bzw. Variantenfahrten, je zwei von Touren im Eis, von Skipisten und nach Lawinenabgängen. Die Zahl der Menschen, die aus Lawinen geborgen wurden, war die niedrigste seit 14 Jahren. Die Ursache dafür lag im schneearmen Winter.
Rückgang auf Skipisten
Nur auf Pisten rückten die Bergretter noch häufiger aus als in Wandergebiete: 3.203 Mal im Jahr 2011, eine im langjährigen Vergleich allerdings niedrige Zahl. 233 Einsätze galten Skitouren- oder Variantenfahrern, wobei es nach Beobachtungen der Bergretter immer häufiger ungeübte Skifahrer ins freie Gelände zieht. Ein weiteres Problem: Urlauber, die den Spuren einheimischer Tourengeher oder Freerider folgen, allerdings ohne deren Ortskenntnisse und ohne Notfallausrüstung. Im Bundesland Salzburg wollen die Bergretter deshalb mit Freeridern sowie der Seilbahn- und Tourismuswirtschaft Gegenmaßnahmen erarbeiten.
Eine tendenzielle Zunahme der Unfälle gibt es beim Rodeln, Canyoning, Paragleiten und Klettern, wobei die Bergrettung letzteres auch auf den Bau von immer mehr Klettersteig-Anlagen zurückführt. Häufigste Unfallursachen aus Sicht der Einsatzkräfte sind die Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und Erschöpfung. Versucht wird, beim Errichten neuer Klettersteig-Anlagen Bergekonzepte gleich mitzuentwickeln.
Ehrenamtlicher Beitrag von 3,5 Millionen Euro
Weit über dem Durchschnitt der vergangenen Jahr lag 2011 die Zahl der Suchaktionen: 387 Mal wurden die Bergretter gerufen, um Vermisste aufzuspüren. Gelingt das nicht innerhalb kurzer Zeit, müssen mitunter 50 oder gar 100 Leute zum Einsatz, im widrigsten Fall über mehrere Tage, was einen enormen Aufwand bedeutet. Insgesamt haben die 12.000 ehrenamtlich tätigen Bergretter im vergangenen Jahr fast 65.000 Einsatzstunden geleistet. Das entspräche, wie die Organisation vorrechnete, einem finanziellen Wert von mehr als 3,57 Millionen Euro.
Auf insgesamt mehr als 7.700 Einsätze in der Jahresbilanz der Bergrettung kommt man unter Berücksichtigung einer neuen Aufgabe der Landesorganisation Vorarlberg: Diese betreibt nämlich seit 2011 auch die Flugrettung im "Ländle". (APA, 3.5.2012)
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Den Eindruck, dass selbst Hubschrauber als eine Art "ergänzende Abstiegshilfe" betrachtet werden hab' ich auch hier im bayerischen Gebiet. (So zwischen Inntaler- und Chiemgauer Bergen, also nicht grad Hochgebirge ...)
Da liest man in den Lokalnachrichten, trotz lauwarmer Sommernächten, regelmäßig von Hubschraubereinsätzen und Suchaktionenen der Bergwachtler wegen Hilferufen per Handy von Bergwanderern, die von der Dunkelheit ÜBERRASCHT wurden. Wo sie sind wissen's dann eh' nicht.
Sauber: Handy/Smartphone dabei, aber zu blöd um die Uhr abzulesen!
vor 4 Tagen - traurig aktuell
http://tirol.orf.at/news/stor... s/2530914/
Die Crew von Notarzt-Helikopter „Martin 4“ nach dem Unfall mit Bergrettern
wie karteileichen, aber nicht ganz.
es handelt sich dabei einfach um etwas ältere bergrettungsleute, die für anspruchsvolle bergungen nicht mehr fit genug sind, aber z.b. bei großangelegten suchaktionen eingesetzt werden können, wenn es darum geht ein möglichst großes gelände zu durchstreifen.
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