Helsinki votiert gegen Guggenheim Museum

3. Mai 2012, 10:50
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Kulturminister Arhinmäki zeigte sich mit Ablehnung zufrieden

Helsinki - Die Stadt Helsinki wird kein Guggenheim Museum bauen. Am Mittwoch hat sich die Stadtverwaltung mit knapper Mehrheit von acht gegen sieben Stimmen gegen das umstrittene Projekt ausgesprochen. Damit ist der von Bürgermeister Jussi Pajunen forcierte Museumsbau endgültig gescheitert. Kulturminister Paavo Arhinmäki zeigte sich zufrieden mit dem Abstimmungsergebnis. Er hatte den Vertrag mit der Guggenheim-Stiftung wiederholt als schlecht und zu teuer kritisiert.

Arhinmäki glaubt, dass die Entscheidung endgültig ist. "Es ist nun begraben", sagte Arhinmäki. Der geplante Vertrag sei für die Stadt Helsinki nachteilig gewesen, begründete der Sozialdemokrat Osku Pajamäki die Ablehnung. Es habe sich nicht um eine Partnerschaft gehandelt, sondern die Guggenheim-Stiftung habe der Stadt lediglich ihre Dienstleistungen verkauft.

Anfang des Jahres hatte die Guggenheim-Stiftung den Bau eines Museums im Zentrum der finnischen Hauptstadt befürwortet. Rasch formierte sich jedoch breiter Widerstand gegen das Projekt. Kulturminister Arhinmäki machte mit seiner Ablehnung jede Hoffnung auf staatliche finanzielle Unterstützung zunichte. Kritiker stießen sich an den veranschlagten Baukosten in Höhe von 140 Mio. Euro, den Lizenz- und Beratungskosten in Millionenhöhe an die Guggenheim Stiftung und hielten die erwarteten Besucherzahlen - rund eine halbe Million jährlich - für unrealistisch. (APA, 3.5.2012)

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