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Rom - Zwei Spieltage vor Ende der Serie A ist Meister AC Milan bis auf einen Punkt an Spitzenreiter Juventus Turin herangerückt. Italiens Fußball-Meisterschaft bleibt damit spannend. Am 36. Spieltag sorgten ein schrecklicher Patzer von Juve-Tormann Gianluigi Buffon sowie eine Prügel-Attacke von Fiorentina-Trainer Delio Rossi mit sofortiger Entlassung des Coaches für Aufregung.
Titelverteidiger Milan liegt dank eines Fehlers von Juve-Torwart Buffon plötzlich nur noch einen Punkt hinter den Turinern. Während Milan (77 Punkte) am Mittwochabend durch die Treffer von Sulley Muntari (9.) und Robinho (92.) 2:0 gegen Atalanta Bergamo gewann, kam Juve (78) gegen Nachzügler US Lecce nicht über ein 1:1 hinaus. Ausgerechnet Buffon, der Juve mit seinen Glanzparaden schon so oft gerettet hatte, verschenkte dabei den Sieg.
Missglücktes Dribbling
Sein missglücktes Dribbling führte zum 1:1 durch Luis Muriel fünf Minuten vor Ende der Partie, die Juve nach der frühen Führung durch Claudio Marchisio (5.) und dem Platzverweis für Juan Cuadrado (54.) problemlos kontrolliert hatte. "Wir haben einen Bonus verspielt, aber den Titel immer noch greifbar nah", meinte Juve-Coach Antonio Conte. Milan-Coach Massimiliano Allegri sagte: "Fünf Minuten vor dem Ende schien die Meisterschaft entschieden zu sein. Dann kam das Tor und der Rest war wie das Warten in einem Theater auf das Ende der Oper. Juve hat den Titelgewinn zwar weiter selbst in der Hand, aber wir geben nicht auf."
Noch kann der weiterhin ungeschlagene Spitzenreiter den Titel aus eigener Kraft gewinnen. Juve trifft in der vorletzten Runde in Triest auf den Mittelständler Cagliari. Milan muss hingegen am kommenden Sonntag im Mailänder Derby gegen das noch um einen Champions-League-Platz kämpfende Inter bestehen. Gut möglich also, dass die Serie A schon eine Runde vor Schluss entschieden ist.
Delio Rossi verlor Nerven
Für den Florentiner Trainer Delio Rossi ist dagegen jetzt schon alles vorbei: Der Coach attackierte beim 2:2 gegen Novara seinen eigenen Spieler Adem Ljajic und wurde daraufhin entlassen. Der Serbe hatte sich zuvor lautstark und mit Gesten über seine Auswechslung in der 32. Minute beschwert. Daraufhin stürzte Rossi zur Bank, hielt den 20-Jährigen mit der einen Hand fest und schlug mit der anderen auf ihn ein.
Obwohl sich der Coach entschuldigte, kündigte Club-Präsident Andrea Della Valle ihm noch am Abend. "In meinen zehn Jahren im Fußball war dies meine schwerste Entscheidung. Rossi ist provoziert worden und die Nerven sind mit ihm durchgegangen. Aber wir mussten so entscheiden", erklärte der Clubchef.
Rossi erwartet zudem eine Sperre durch den italienischen Fußballverband. Wie die "Gazzetta dello Sport" am Donnerstag berichtete, kündigte Ljajics Spielerberater außerdem einen Anzeige gegen Rossi wegen Körperverletzung an. Zum Zeitpunkt des Zwischenfalls lag Florenz gegen Absteiger Novara 0:2 zurück. Am Ende retteten die Toskaner durch zwei Tore von Riccardo Montolivo zum 2:2 zumindest einen Punkt.
Guerini übernimmt interimistisch
Teammanager Vincenzo Guerini wird Fiorentina in den ausstehenden beiden Saisonspielen betreuen. Der frühere Mittelfeldspieler ist seit 2011 beim Club aus Florenz als Teammanager tätig und hatte in der Vergangenheit etwa schon den SSC Napoli oder Catania gecoacht. Fiorentina vermeldete zudem, dass man ein Disziplinarverfahren gegen Adem Ljajic einleiten werde. (APA/Reuters, 3. Mai 2012)
2010 hatte Benitez bereits ein Kurz-Gastspiel bei Inter Mailand
Lulic-Treffer entscheidet das Endspiel gegen AS Roma im Olympiastadion
Mailänder verfehlten alle Ziele - Walter Mazzarri (Ex-Napoli) übernimmt
1:0-Sieg gegen Palermo macht alles klar - Österreichischer Bologna-Goalie kassierte bei Debakel gegen Lazio sechs Tore
das war wohl eher ein annahme-/stopfehler ;)
http://youtu.be/vxf6cEVIE0w
Ist mir unverständlich: Ich finde das eine verdammt einfache Entscheidung, denn ein Trainer, der die Nerven verliert und auf einen eigenen Spieler losgeht, ist miserabel.
...ihn einfach mehr mit seinem trainer als mit einer zwanzigjährigen rotznase, die nach einer auswechslung aufgrund von wahrscheinlich schwacher leistung (habe das spiel nicht gesehen) hämisch applaudiert. schon klar: darf er nicht, muss sich im griff haben, muss drüberstehen etc., trotzdem wird's dem spieler auch nicht geschadet haben, einmal zu sehen, dass man sich einer autorität gegenüber so nicht zu verhalten hat. dem tevez hätte eine kleine tachtel wahrscheinlich auch nicht geschadet.
...kritisiere, heißt noch lange nicht, dass ich mit dem des trainers sympathisiere. ich würde nur gerne die kirche im dorf gelassen wissen - & eine mögliche klage wegen körperverletzung spricht nicht dafür, dass ich erhört werde.
das ist von ihnen jetzt aber auch sehr übertrieben dargestellt. "major schloch1" beleuchetet das thema nur von 2 seiten und sagt ganz klar "darf er nicht, muss sich im griff haben..."
man kann dinge aus unterschiedlichen Richtungen beleuchten, es ist nicht immer alles schwarz/weiß, und ist dann nicht gleich "bedenklich"
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