Wiener Börse schließt am Donnerstag im Minus

3. Mai 2012, 18:19
posten

Banken tiefer, Verbund nach Zahlen schwach

Die Wiener Börse hat die Sitzung am Donnerstag bei eher geringem Volumen mit tieferen Notierungen beendet. Der ATX fiel 12,68 Punkte oder 0,60 Prozent auf 2.091,18 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 14 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.105 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,05 Prozent, DAX/Frankfurt -0,23 Prozent, FTSE/London +0,15 Prozent und CAC-40/Paris -0,08 Prozent.

Nach einer befestigten Tendenz über weite Strecken des Handelstages tauchte der ATX im Späthandel ins Minus ab. Auch an den europäischen Leitbörsen trübte sich im Verlauf mit enttäuschenden US-Daten aus dem Dienstleistungsgewerbe die Stimmung klar ein.

Die wie erwartet ausgefallene EZB-Zinsentscheidung wurde im Markt als "non-event" bezeichnet. Die obersten Währungshüter im Euro-Raum beließen den Leitzins auf seinem Rekordtief von 1,0 Prozent. EZB-Chef Mario Draghi ließ sich im Kampf gegen die Schuldenkrise jedoch alle Türen offen, hieß es.

Bankwerte im Minus

Am heimischen Markt rückte der Verbund mit vorgelegten Erstquartalszahlen ins Blickfeld. Die Aktie des Stromversorgers schloss mit einem Kursrückgang von 1,72 Prozent auf 20,90 Euro. Die Analysten von der LBBW schreiben in einer ersten Einschätzung von überzeugenden Ergebnissen. Die Erwartungen des Marktes auf operativer (EBITDA-) Ebene seien leicht übertroffen worden. Die Experten von der RCB bewerteten die operativen Ergebnisse als im Rahmen der Prognosen. Zudem gab das Management weiterhin keinen Ausblick für das Geschäftsjahr 2012.

Kursverluste gab es europaweit im Finanzbereich zu beobachten. In Wien verbilligten sich Erste Group um 1,99 Prozent auf 16,77 Euro. Raiffeisen gingen etwas moderater um 0,82 Prozent auf 24,07 Euro zurück.

Die OMV-Aktie gab um 0,76 Prozent auf 25,31 Euro nach. Auch die Rohölnotierungen sanken am Berichtstag weiter. Die Analysten von JP Morgan erhöhten zudem im Vorfeld der am kommenden Mittwoch erwarteten Erstquartalszahlen ihre Gewinnschätzungen für den heimischen Ölkonzern. Die Anlageempfehlung blieb bei "Neutral" mit einem Kursziel von 29,0 Euro.

AMAG fest

AMAG-Titel befestigten sich um 0,83 Prozent auf 19,35 Euro. Das Metallunternehmen wird zum Wochenschluss über die Erstquartalszahlen berichten. Andritz bauten ein Minus von 1,45 Prozent auf 38,45 Euro. Der steirischen Anlagenbauer wird morgen ebenfalls das Zahlenwerk für das Startquartal vorlegen.

Die Strabag-Aktie schwächte sich um 3,11 Prozent auf 19,50 Euro ab. Hier haben die Experten der DZ Bank im Anschluss an die am vergangenen Freitag erfolgte Zahlenpublikation des Baukonzerns ihre Empfehlung für die Titel von "Verkaufen" auf "Halten" erhöht. Das Kursziel wurde indessen leicht von 22,0 Euro auf 21,0 Euro gesenkt. (APA, 3.5.2012)

Share if you care.