Bauchtasche

3. Mai 2012, 17:00
  • Erinnert sich noch jemand an Skippy, das Buschkänguru?
    foto: der standard

    Erinnert sich noch jemand an Skippy, das Buschkänguru?

Jedes Jahr im Urlaub - aus Respekt gegenüber Skippy oder wo der große Ranzen ist, hat das Ränzchen keinen Platz mehr

Pro: Vorbild Buschkänguru
Von Doris Priesching

Erinnert sich noch jemand an Skippy, das Buschkänguru? Die Heldin einer australischen Fernsehserie der 1970er-Jahre rettete Folge für Folge fröhlich und entschlossen Menschen aus höchster Not. Skippy war eine meiner besten Freundinnen, und bestimmt war sie die geschickteste. Um ihre im Tierreich einzigartige Fähigkeit zum Gebrauch von Werkzeugen zu unterstreichen, nutzte Skippy ihre eingebaute Tragetasche und hatte so immer die Hände frei. Das multipel begabte Känguru öffnete Flaschen, schaltete Radios ein, trommelte Schlagzeug.

Es versteht sich von selbst, dass ich nicht nur glühende Verehrerin war, sondern von Kindheit an die natürlichen Vorteile der Beuteltasche verstand. Anders als Skippy sind wir Menschen damit nicht von Haus aus bestückt, weshalb wir uns künstlich behelfen müssen. Meine liegt im Schrank ganz hinten, denn schick - nein, schick ist sie nicht. Aber jedes Jahr zur Urlaubszeit nehme ich sie heraus und überlege - um sie schließlich einzupacken. Schon aus Respekt gegenüber Skippy.

Kontra: Ein Widerspruch in sich
Von Roman David-Freihsl

Der Gedanke an sich wäre ja goldrichtig, ein Angebot, das sich aber sowas von punktgenau an der Nachfrage orientiert. Eine Antwort auf die große Not des Mannes: Wohin mit dem ganzen Krempel? Nämlich das Zeugs für unterwegs. Die Schlüssel, das prall (mit Rechnungen) gefüllte Geldbörsel, die Tschick, das Feuerzeug ... das kleine Alltagsallerlei also.

Früher wanderte ein Teil davon in die Hosentaschen - da waren noch nicht so viele Rechnungen im Börsel, und irgendwie waren auch die Schillinge und Gröscherln ein bisserl schlanker oder einfach weniger. Das Zigarettenpackerl wurde im kurzen Ärmel des T-Shirts aufgerollt, machte irgendwie auch noch ein bisserl breitschultriger.

Aber das geht heutzutage alles nimmer. So einen Look kann sich nur die Jugend leisten. Ein Bauchtascherl, ja das wäre doch eigentlich perfekt. Woran es scheitert, sagt der Name aber schon selbst. Dort, wo dieses Tascherl hin soll - ist ja der Bauch. Wo der große Ranzen ist, hat das Ränzchen keinen Platz mehr. (Rondo, DER STANDARD, 4.5.2012)

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wenn ich das richtig verstehe, sind lt. autoren, bauchtaschen eh super, so lange man keinen bauch hat?!

die brauchbare tasche für den mann muss leider erst erfunden werden. es gibt rucksäcke und brauchbare laptoptaschen - aber dazwischen eigentlich nix!

Stimmt doch gar nicht. Es gibt auch kleinere Umhängetaschen in ganz unterschiedlichen Materialien.
Muss Mann sich halt ein paar (oder ein Paar) anschaffen (für unterschiedliche Anlässe). Wenn man sich umschaut, ist's auch nicht so teuer.

Bauchtaschen? Also echt!

Die ideale Männerhandtasche gibt es schon lange:
http://www.google.at/imgres?q=... 2,s:0,i:74

NEIN, nein und nochmals nein!

so was trägt man nicht. man besitzt so etwas nicht einmal.

ich schon u.

weisz auch, warum

und ich soll mich wegen einem druckkochtopf genieren.

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Das PRO

steht in diesem Zusammenhang aber eher für Prolo oder? Ich will niemanden beleidigen aber Bauchtascherl geht einfach ned.

ja bitte, dazu kurze hose, weisse socken und schlapfen ... :)

... und Ruderleiberl sowie Goldketterl!

Also, Säcke am Rücken gefallen mir besser als am Bauch!

da musz man aber

im gluecklichen Oesterreich leben, um das zu sagen. Der wirkliche Vorteil der Bauchtascherln, sie nicht nicht scippar
http://www.youtube.com/watch?v=6XnFqOtVWZY

Das ist mir in meinem ganzen Leben noch nicht passiert. Auch nicht in Italien, Spanien, Griechenland, (einstmals) Jugoslawien, Marokko, Ägypten usw.
Man darf nur einfach nicht blöd sein, sondern die Tasche auf der richtigen, der Fahrbahn abgewandten Seite tragen und dabei leicht festhalten, auch wenn man sie über die Schulter hängend trägt.
Ich mach das seit Jahrzehnten ganz automatisch.

Ja eben, Ihr heiliges Italien.
Die Vorgangsweise ist uns schon als Kindern als abschreckendes Beispiel für italienische Gauner erzählt worden.
Mir ist halt noch nie irgendwas passiert und auch niemandem, den ich kenne.

ja,

mir auch nicht. Der napoletanischen Leopoldine schon

Wollens mir damit wieder einmal erklären, daß Frauen zu deppert sind, um zu überleben?

Scippoopfer googlen

und einfach eine Statistik suchen

So interessant ist das auch wieder nicht.
Vielleicht ist ja eher der Grund, daß mehr Männer als Frauen kriminell sind und daher Frauen leichter zur Beute werden.

:) ich ahne was sie

sagen wollen
das Frauen leichter zur Beute werden WEIL mehr Maenner kriminell sind ist aber tendenziell sexistisch
Es beweist aber nicht, dasz Frauen zu deppert sind, um zu ueberleben

Schauns in die Häfnstatistiken.

ja, eh

bestreitet ja niemand

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