Weiter keine Hinweise auf Fremdverschulden

2. Mai 2012, 19:13
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Verwirrung um angebliche Mordermittlungen

Wien - Bei aller Unklarheit darüber, wieso der ehemalige libysche Ölminister Shukri Ghanem in der neuen Donau den Tod gefunden hat, hat die Justiz weiter keinerlei Indizien dafür, dass es sich dabei nicht um einen Unfall gehandelt haben könnte. Das bestätigte Staatsanwaltschafts-Sprecher Thomas Vecsey am Mittwochabend der APA.

Zuvor hatte der "Kurier" in seiner Donnerstag-Ausgabe berichtet, es werde im Fall Ghanem mittlerweile wegen Mordverdachts ermittelt. Das stimmt - aber nur bedingt, wie Vecsey klarstellt: "Wir müssen dem Ermittlungsakt einen Arbeitstitel geben", erklärte er. Das Strafgesetzbuch sehe dafür eine taxative Liste von Möglichkeiten vor, von denen im Fall eines ungeklärten Todesfalls nun einmal nicht "Diebstahl" oder Ähnliches, sondern am ehesten "Mordverdacht" in Frage komme. "Wir haben aber nach wie vor keine Hinweise auf Fremdverschulden", bekräftigte Vecsey.

Ein Sprecher der libyschen Übergangsregierung erklärte unterdessen gegenüber Reuters, man verfolge den Fall. "Wir waren vom Tod Shukri Ghanems überrascht", wird ein Sprecher zitiert, "laut den Polizeiberichten handelt es sich nicht um ein Verbrechen." Es gebe Bemühungen, den Leichnam Ghanems nach libyen zu überführen. (APA, 3.5.2012)

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