Stronach revoltiert im Kleinformat

2. Mai 2012, 18:29
  • Inserat von Stronach in der Gratiszeitung "heute".
    foto: der standard

    Inserat von Stronach in der Gratiszeitung "heute".

Frank Stronach schaltete mehrere Inserate für die "Revolution für Österreich"

Die "Revolution für Österreich" beginnt am Boulevard. Mehrseitige Inserate schaltete der austrokanadische Industrielle Frank Stronach in den Kleinformaten Kronen Zeitung und Heute - und passte sich dem Tenor typischer Leserbriefschreibers an. "Unglücklicherweise besteht die Regierung aus Politikern", beklagt Stronach das "höchstens scheindemokratische System". Ändern will er dieses etwa mit einem Geschworenenmodell: Per Zufallsgenerator sollen Listen von Bürgervertretern erstellt werden, die im Parlament Vorschläge einbringen können. Weiters auf der Agenda sind eine "schuldenfreie Zukunft" und " weniger Verwaltung", indem der Apparat auf fünf Jahren um jeweils zehn Prozent geschrumpft wird. Partei wolle er keine gründen, sagt Stronach, aber "gute Ideen mit viel Geld" unterstützten. Der erste dient sich bereits an - BZÖ-Chef Josef Bucher würdigte Stronach prompt als "großen Österreicher". Sein kühnes Urteil über dessen Ideen: "Grundvernünftig". (jo, DER STANDARD, 3.5.2012)

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Du machst es dir ein wenig sehr einfach. Das Konzept des Monetarismus wurde nie umgesetzt. Teile davon wurden von Thatscher und Reagan übernommen. Die Blasen (Internet, Immobilien) wiedersprechen dem Monetarismus.

Grundsätzlich stellen die meisten öknomischen Konzepte so etwas wie einen Idealtypus dar, der nützlich für die Analyse ist. Gerade die liberalen/libertären Konzepte kann man kaum zur Gänze als einzelner Staat umsetzten. Weiters muss die Bevölkerung dies mit allen Vor- und Nachteilen mittragen bzw. wirklich wollen. Mit populistischen Politikern und uninteressierten/uninformierter Bevölkerung ist dies mMn grundsätzlich kaum möglich, da die Konzepte Konsequenz voraussetzen. Es gelingt ja nicht mal Schulden in Hochphasen abzubauen.

Auch in einem Fall ist der Bug sofort entdeckt.

Der schlanke Staat führt zu einer Kürzung der Ausgaben für die Bevölkerung. Diese kann die Produkte nicht mehr kaufen, die sie produziert, weil ein Großteil der erzielten Gewinne an das reiche Prozent geht. Und die können nicht einen annähernd so großen Teil ihres Einkommens in den Konsum investieren, wie es die normale Bevölkerung macht. Daher ... diese Einahmen sind für die Produktion verloren.

Und wo haben Innovationen Platz, wenn der Großteil des erwirtschafteten Mehrwert einer Minderheit zugutekommt? Die kann sich niemand leisten.

Friedman ist Geschichte. Seine Ideologie ist 2008 endgültig gestorben. Nachdem sie mehr als 2 Jahrzehnte einen Fehlschlag nach dem anderen produzierte.

Ich bin ein Anhänger von Fakten. du kannst Fakten ausblenden, aber dann wirst du nie Lösungen produzieren, sondern ausschließlich Probleme. die Parameter sind bekannt. Diese zu ignorieren ist als ob du meinst "Ja, der Brückeneinsturz ist mir nicht recht. Aber bei meiner Fehlersuche ignoriere ich jetzt mal die komplette Mathematik. Weil ... die taugt mir einfach und passt nicht in mein Weltbild.

Es gibt nur eine volkswirtschaftliche Basis Fakten zu berücksichtigen. Alles andere ist Ideologie und damit immer Teil des Problems und nie der Lösung.

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