Staat soll Jungen Abos zahlen, fordert Zeitungsverband

2. Mai 2012, 17:35
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Hans Gasser, Präsident des Zeitungsverbands VÖZ, warnt zum Welttag der Pressefreiheit vor dem Tod kleinerer Regionaltitel

Wien - Kürzt das Kanzleramt die Presseförderung wie angekündigt um weitere 1,35 Millionen auf rund 10,8 Millionen, kann sie ihre Aufgabe "nicht mehr erfüllen", nämlich "regionale Titel- und Meinungsvielfalt". Also warnte Hans Gasser, Präsident des Zeitungsverbands VÖZ, zum Welttag der Pressefreiheit vor dem Tod kleinerer Regionaltitel. Und verwies auf gut 600 öffentliche Millionen für den ORF, mehr als 100 Millionen für öffentliche Inserate, mehrheitlich im Boulevard.

Der Verband fordert ein "großflächiges Leseförderprogramm" wie in Frankreich, wo der Staat Jugendlichen über zwei Jahre Zeitungsabos zahlt. Auch Kanada plane das. Die VP zeigt Verständnis, Gasser rechnet mit "zweistelligem" Millionenaufwand.

Der VÖZ ließ von market 500 Menschen befragen. 50 Prozent sind für öffentliche Förderung der "Vielfalt der Meinungen und Zeitungen", 53 für jene der "Unabhängigkeit des Journalismus". (fid, DER STANDARD, 3.5.2012)

  • VÖZ-Vergleich Parteien- und Presseförderung.
    foto: voez

    VÖZ-Vergleich Parteien- und Presseförderung.

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