Zuschüsse für Erasmus werden um zehn Prozent angehoben

2. Mai 2012, 17:22
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Europäisches Austauschprogramm für Studierende seit 20 Jahren in Österreich

Wien - Seit 25 Jahren macht das europäische Programm "Erasmus" Studenten mobil, seit 20 Jahren profitieren davon auch Österreicher. Der Auslandsaufenthalt während des Studiums erfreut sich seither steigender Beliebtheit, Österreich sei eines der erfolgreichsten Länder, erklärte Wissenschaftsminister Karlheinz Töchterle (öVp) am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Wien. Rund 5.300 heimische Studenten haben 2010/11 im Rahmen von Erasmus ein Auslandssemester absolviert. Zum Jubiläum gibt es mehr Geld, die Zuschüsse für Erasmus-Studenten werden künftig um 10 Prozent angehoben.

250.000 Personen pro Jahr

Das Mobilitätsprogramm "Erasmus" startete 1987 mit rund 3.200 Studenten in elf Ländern. Inzwischen sind es 250.000 Personen pro Jahr, die an einer der rund 4.000 beteiligten Hochschulen bzw. Unternehmen in 33 teilnehmenden Staaten Auslandserfahrung sammeln. Ähnlich die Entwicklung in Österreich, das sich 1992 erstmals am Programm beteiligte. Damals wagten knapp 900 den Weg ins Ausland. Heute liegt Österreich mit rund 5.300 "Erasmus"-Studenten gemessen an der Gesamtzahl der Studierenden an vierter Stelle der teilnehmenden Länder.

1.000 Österreicher machten Auslands-Praktikum

Wenig bekannt, aber immer beliebter sind die Auslands-Praktika. Fast 1.000 Österreicher haben 2010/11 mit einem "Erasmus"-Praktikum im Ausland gearbeitet, um zwölf Prozent mehr als im Jahr davor, wie Ernst Gesslbauer von der Nationalagentur Lebenslanges Lernen im Österreichischen Austauschdienst (OeAD) erklärte. Für Töchterle bedeutet "Erasmus" einen "ganz starken Internationalisierungs-Impuls" für die Hochschulen, schließlich würden in dem Programm auch Auslandsaufenthalte von Lehrenden und Verwaltungspersonal gefördert.

Spanien am Beliebtesten

Töchterle unterstrich zudem die "Ausgewogenheit zwischen Incoming- und Outgoing-Studierenden". Etwa gleiche viele ausländische Studierende kämen nach Österreich wie heimische Hochschüler ins Ausland gingen. Das mit Abstand beliebteste Gastland für ein Auslandsstudium von österreichischen Studenten ist Spanien (739) gefolgt von Frankreich (470) und Großbritannien (423). Bei den "Erasmus"-Praktika ist Deutschland mit 559 Personen am beliebtesten bei den Österreichern.

250 bis 380 Euro pro Monat

Insgesamt stehen zwischen 2007 und 2013 rund 3 Milliarden Euro an EU-Mitteln für "Erasmus" bereit. Österreich und Finnland waren dabei laut Gesslbauer im letzten abgerechneten Förderjahr die einzigen Länder, die 100 Prozent der EU-Budgetmittel für das Programm für lebenslanges Lernen ausgeschöpft haben. Aufgrund der hohen Auslastung erhält Österreich nun mehr EU-Mittel - die Studenten profitieren davon künftig durch um zehn Prozent höhere Zuschüsse. "Erasmus"-Studenten erhielten bisher je nach Zielland Zuschüsse in Höhe von 250 bis 380 Euro pro Monat. (APA, 2.5.2012)

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