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Darmstadt/Freiburg - Das sogenannte Karpaltunnelsyndrom tritt vor allem bei Menschen auf, die ihre Hand beruflich stark belasten, wie etwa Bedienstete, die an der Kassa oder am Fließband arbeiten. Frauen erkranken rund dreimal häufiger daran. Ursache sind meist Ödeme oder Entzündungen, die auf die Nerven in der Handwurzel drücken. Selten stecken aber auch Tumoren oder Blutgerinnsel hinter dieser meist schmerzhaften Erkrankung. Erfolgt die Diagnose zu spät, muss oft operiert werden. Ergänzende Ultraschallbilder würden für die OP wesentliche Vorteile bringen, erklärt die Deutsche Gesellschaft für Klinische Neurophysiologie und funktionelle Bildgebung (DGKN) in einer Aussendung.
Die Hände schlafen oft ein, die Fingerspitzen kribbeln, brennen oder sind pelzig. Manchmal strahlt der Schmerz des Karpaltunnelsymptoms (KTS) bis in den Oberarm. "Obwohl es sich um einen der häufigsten Nervenschäden handelt, werden Druckschädigungen häufig erst spät erkannt", sagt Detlef Claus, 1. Sekretär der DGKN. Denn die Ursachen der Schmerzen werden oft verkannt.
Beim KTS klemmen meist entzündete und daher angeschwollene Sehnenscheiden einen wichtigen Nerv im Karpalkanal in der Handwurzel ein - den sogenannten Nervus medianus. Ist der Schmerz in den Fingern so stark, dass Betroffene nachts davon aufwachen oder treten Lähmungen in den Fingern auf, befinden sie sich bereits im fortgeschrittenen Stadium. Eine Handschiene oder schmerzlindernde Medikamente reichen dann nicht mehr aus. "Ob eine Operation helfen muss, zeigen dann elektrophysiologische Verfahren wie etwa die Elektroneurographie", so Claus.
Besser planbare OP
Jährlich führen Ärzte in Deutschland etwa 300.000 operative Eingriffe durch, um den Medianusnerv im Karpaltunnel zu entlasten. Damit zählt die Dekompression des KTS in Deutschland zu den häufigsten Operationen. Allerdings verlaufe diese Operation nur bei etwa 75 Prozent der Fälle sehr gut, sagt Claus. Mitunter lindert der Eingriff die Beschwerden nicht.
Aktuelle Studien zeigen, dass neben elektrophysiologischen Methoden, hochauflösender Ultraschall hilft, die Ursachen der Beschwerden zu identifizieren. So entdecken erfahrene Untersucher mit Ultraschall etwa Gelenkzysten oder verstopfte Arterien. "Mit diesem Wissen kann der Arzt die Operation gezielter angehen", erklärt der Neurophysiologe. Auch kann die Ultraschalluntersuchung die Kompression des Nervs direkt sichtbar machen.
Um die Komplikationen bei Operationen des KTS zu verringern und die Entscheidung einer Therapie zu erleichtern, rät die DGKN daher die klinische Diagnostik durch elektrophysiologische Methoden und Ultraschall des Karpaltunnels zu ergänzen. Wichtig sei jedoch, dass ein erfahrener Untersucher die Neurosonographie durchführe.
(red, derStandard.at, 2.5.2012)
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das nächste mal im krankenhaus als kassenpatient sage ich dann: ich hätte gerne einen erfahrenen arzt!
der behandelde arzt wird mich freudestrahlend anschauen und sagen: sicher herr wolf, ich weiß, ich bin ein schlechter arzt und kenn mich wenig aus. ich geh den primar holen! darf ich ihnen in der zwischenzeit einen kaffee bringen lassen?
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