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vergrößern 524x800Die ESO-Aufnahme zeigt M 78 in der Bildmitte. Am oberen Bildrand befindet sich noch ein weiterer Reflexionsnebel, NGC 2071, mit einem massereichen jungen Stern.
Heidelberg - Reflexionsnebel sind Staubwolken, die nicht aus sich selbst heraus leuchten, sondern das Licht von Sternen in ihrer Umgebung streuen. In der Regel erscheinen sie blau, weil blaues Licht stärker gestreut wird als rotes. Als einer der hellsten Reflexionsnebel gilt der 1.600 Lichtjahre entfernt im Sternbild Orion gelegene M 78. Ein neues Bild der Europäischen Südsternwarte (ESO) zeigt den Nebel inklusive einiger bislang verborgener Strukturen.
Aufgenommen wurde das Bild mit Hilfe des Radioteleskops "Atacama Pathfinder Experiment" (APEX), wie das Max-Planck-Institut für Astronomie berichtet. Im sichtbaren Teil des Lichtspektrums erscheint der Staub des Nebels dunkel und verdeckt dahinter liegende Objekte. APEX hingegen beobachtet bei größeren Wellenlängen als denen des sichtbaren Lichts, wodurch das schwache Leuchten der dichten und kalten Staubklumpen sichtbar wird.
Neue Details
So konnten verschiedene Strukturen ausfindig gemacht werden: Eines der von APEX beobachteten Filamente erscheint im sichtbaren Licht als dunkler Streifen, der quer über Messier 78 verläuft. Offenbar liegt dieses dichte Staubband von der Erde aus gesehen vor dem Reflexionsnebel und verschluckt sein blaues Licht. Eine weitere in den APEX-Daten deutlich erkennbare Staubregion berührt den unteren Rand des Reflexionsnebels. Da sich hier im sichtbaren Licht kein dunkles Staubband zeigt, muss der Staub in diesem Falle hinter dem sichtbaren Nebel liegen.
Weitere Beobachtungen zeigen, dass aus einigen der dichten Klumpen mit hoher Geschwindigkeit Gas ausströmt. Diese Gasströme werden von jungen Sternen ausgestoßen, die gerade im Entstehen begriffen sind - aus dem Rohmaterial der umgebenden Gas- und Staubwolke. Entsprechend zeigt das Vorhandensein der Gasströme an, dass in den betreffenden Klumpen gerade Sterne entstehen. (red, derStandard.at, 5.5.2012)
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ESO
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