US-Börsen schließen im Minus

2. Mai 2012, 22:32
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Enttäuschenden Konjunkturnachrichten drücken auf Wall Street - Bankenpapiere schwach

New York - Die New Yorker Aktienbörse hat am Mittwoch mit überwiegend etwas leichteren Kursen geschlossen. Nach schwachen Daten vom US-Arbeitsmarkt und aus der Industrie gab es an der Wall Street über weite Strecken des Handelstages klar rückläufige Kurse zu beobachten. Im Späthandel gab es jedoch ohne fundamentale Gründe einen Stimmungsaufschwung und die Verluste wurden weitgehend eingedämmt.

Der Dow Jones Industrial Index sank 10,75 Punkte oder 0,08 Prozent auf 13.268,57 Einheiten. Das weltbekannteste Börsenbarometer war am Dienstag noch angesichts guter Zahlen in der Industrie auf den höchsten Stand seit Ende 2007 gestiegen. Der S&P-500 Index fiel um 3,62 Punkte (minus 0,26 Prozent) auf 1.402,30 Zähler. Der Nasdaq Composite Index erhöhte sich hingegen um 9,41 Einheiten oder 0,31 Prozent auf 3.059,85 Zähler.

In den USA waren die Auftragseingänge in der Industrie im März um 1,5 Prozent im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen. Zudem war die Beschäftigung des Privatsektors im April weniger als erwartet gestiegen. Im Monatsvergleich hatte die Zahl der Beschäftigten um 119.000 zugelegt. Volkswirte hatten hingegen mit einem Zuwachs um 170.000 Beschäftigte gerechnet. Die offiziellen Arbeitsmarktdaten wird das US-Arbeitsministerium an diesem Freitag veröffentlichen. Die ADP-Daten gelten als Indikator hierfür.

Alcoa gaben um 2,41 Prozent auf 9,73 US-Dollar nach und waren damit Schlusslicht im Dow. Bankwerte, die am Vortag im Branchenvergleich die deutlichsten Kurszuwächse verbucht hatten, litten unter Gewinnmitnahmen. So gehörten Bank of America mit einem Abschlag von 1,81 Prozent auf 8,16 Dollar und JPMorgan mit minus 1,30 Prozent auf 43,22 Dollar zu den schwächsten Werten im Dow. Die Citigroup-Aktien rasselten um 2,68 Prozent auf 32,70 Dollar nach unten.

Mit einem Aufschlag von 16,70 Prozent auf 42,63 Dollar führten den S&P 500 die Titel von TripAdvisor an. Das Online-Informations-und Empfehlungsportal für Reisende, eine Abspaltung des Internet-Reisebüros Expedia, hatte mit seinem Gewinn je Aktie im ersten Quartal die Erwartungen der Analysten übertroffen.

Papiere von Time-Warner gaben nach Zahlen um 1,66 Prozent auf 37,29 Dollar nach. Der Medienkonzern hatte dank guter TV-Werbeeinnahmen mit einem unerwartet hohen Ertrag überrascht. Sorgenfall im Konzern ist allerdings das Zeitschriftengeschäft, das wegen sinkender Anzeigen- und Abonnement-Einnahmen weiter geschrumpft war.

Mastercard gaben nach Zahlen 0,98 Prozent auf 451,45 Dollar nach. Die Papiere hatten allerdings zuvor eine mehrtägige Aufwärtsbewegung hingelegt, nun strichen Anleger Gewinne ein, sagten Börsianer. Der Kreditkartenanbieter hatte im ersten Quartal den Überschuss um mehr als ein Fünftel gesteigert. (APA, 2.5.2012)

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