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Verkappter Schauspieler: Der Dichter Peter Turrini spielt und hüpft sich seine Figuren vor.
STANDARD: "Endlich Schluss" handelt vom Schreiben, ein Journalist hält einen verzweifelten Monolog über sich und seine Rückgratlosigkeit. Sie scheinen keine hohe Meinung von Journalisten zu haben?
Peter Turrini: Das stimmt nicht, ich bin voller Mitgefühl ihnen gegenüber. Es geht ihnen ja noch schlechter als mir. Auch sie müssen die Welt kommentieren, und zwar täglich. Ich habe ja ein bisschen mehr Zeit. Aber jeden Tag eine neue Meinung, da muss man verrückt werden! Diese Geschwindigkeit zerreißt die menschliche Seele.
STANDARD: Tauchen, wenn Sie ein Stück beenden, schon die Figuren für das nächste auf?
Turrini: Ja. Einerseits sehne ich mich danach, endlich das Wort "Ende" unter ein Stück zu schreiben, andererseits fürchte ich nichts mehr als das. Also fange ich im Kopf gleich mit dem nächsten Stück an. Wenn ich keine Wortbrücken mehr habe, über die ich laufen könnte, könnte ich ja in den Abgrund fallen. Außerdem ist das Neuanfangen schön, in der Kunst, in der Liebe, in allem. Obwohl ich seit fünfzig Jahren schreibe, seit zwanzig Jahren mit einem geliebten Menschen lebe, kommt mir alles immer wieder neu vor.
STANDARD: Wie war die für Sie neue Erfahrung, mit Ihrer Partnerin Silke Hassler gemeinsam das Stück "Jedem das Seine" zu schreiben: beziehungsfördernd oder -gefährdend?
Turrini: (lacht) Es verlängert den Schreibprozess, aber auch die Beziehung - wenn man's durchsteht. Wirklich beziehungsfördernd sind nicht die Gemeinsamkeiten, sondern die Distanzen. Deshalb lebe ich in Kleinriedenthal, Silke in Retz, wir sehen uns nur ein-, zweimal in der Woche. Ich verliere bei zu viel Nähe mit einem Menschen den schönen Blick auf ihn. Auf einmal sehe ich nur Nebensächlichkeiten. Ich bin aber am Kunststreit interessiert, nicht am Alltagsstreit.
STANDARD: Apropos Streit: Hat sich im Laufe Ihres Lebens Ihr Umgang mit der Öffentlichkeit geändert?
Turrini: Ja, sehr. Ich vermeide Öffentlichkeit, soweit ich es irgendwie kann. Das hat bei mir schon fast paranoide Züge. Ich werde einfach zu oft eingeladen und zu viel gefragt. Dauernd soll ich für irgendeinen Artikel oder für irgendeine Sendung meine Meinung abgeben, etwas sagen, ein Wortschäuferl beitragen. Das kommt mir vor, als müsste ich täglich ein Stück von meiner Zunge abschneiden, bis ich eines Tages stumm bin.
Die Gesellschaft, die mediale und die bürgerliche, lässt ihre Dichter hochleben und will sie gleichzeitig vernichten. Sie werden von Buffet zu Buffet geschleppt, von Symposium zu Symposium getrieben, von Diskussionsrunde zu Diskussionsrunde gehetzt, zu immer mehr Wortspenden genötigt, bis sie nichts mehr zu sagen haben. Was ich zu sagen habe, sagen meine Figuren. Mehr muss ich nicht sagen.
STANDARD: Wie hat diese Entschleunigung Ihr dichterisches Schreiben verändert?
Turrini: Ich habe mehr Zeit zum Schreiben, aber das Schreiben wird
deshalb nicht leichter, eher schwieriger. Je länger ich das Handwerk der
Wortschnitzerei betreibe, desto unzufriedener werde ich mit dem Ergebnis. Ich
werfe ja jeden Tag neunzig Prozent von dem weg, was ich am Vortag geschrieben
habe.
"Endlich Schluss" ist vor zehn Jahren geschrieben worden, es gab also ein fertiges Stück, als Herbert Föttinger und ich darüber zu reden begannen. Wir dachten, es werde reichen, ein paar Sätze zu ändern, um das Stück zu aktualisieren. Jetzt diskutieren wir schon seit Monaten, und es gibt vierzehn Fassungen.
STANDARD: Die Uraufführung hat Claus Peymann 1997 mit Gert Voss inszeniert. Eine schwierige Vorlage für Alexander Pschill?
Turrini: Natürlich wurde von Gert Voss ein großartiger Aufschlag getätigt. Aber jetzt gibt es eine entscheidende Zäsur: Pschill ist jünger und wirkt noch jünger, als er ist. Obwohl ich das Stück selbst geschrieben habe und natürlich weiß, wie es ausgehen wird, denkt man, wie jammerschade es doch wäre, wenn der hübsche Kerl draufgeht.
STANDARD: Wie geht es Ihnen während der Proben?
Turrini: Bei Uraufführungen bin ich wie ein Kindsvater vor dem Kreißsaal, ich gehe nervös auf und ab. Am liebsten würde ich ständig meinen Senf abgeben. Sie müssen das verstehen: Ich sitze in meinem Arbeitszimmer in Kleinriedenthal, spiele und hüpfe mir meine Figuren vor und habe eine fixe Vorstellung davon, wie sie auf der Bühne zu agieren hätten. Dann schaue ich mir eine Probe an, merke, dass sie alles anders machen, als ich es mir in meiner dörflichen Abgeschiedenheit ausgedacht und vorgespielt habe und fühle mich in meinem Narzissmus tief gekränkt.
Ich bitte mir dann eine halbe Stunde Verzweiflung aus, gehe in die Kantine, werde auf die Probe zurückgeholt und merke langsam, dass mich die Schauspieler möglicherweise nicht betrogen, sondern beschenkt haben. Das Theater ist ja eine gemeinsame Kunst, alle am Theater sind größenwahnsinnige Autisten, und das ist gut so. Jeder trägt seinen Teil bei, ich bin der Textlieferant. Der einzige Punkt, an dem ich wirklich durchdrehe, ist, wenn die anderen zu dichten anfangen.
STANDARD: Aber wie wollen bzw. können Sie das verhindern? Stichwort Urheberrechtsdebatte.
Turrini: Ich bin für standrechtliche Erschießung von Regisseuren und Dramaturgen, die mir meinen Theaterbeitrag wegnehmen. Der Regisseur macht die Regie, der Bühnenbildner das Bühnenbild, und der Kantineur macht die Wurstsemmeln. Warum muss man sich immer an der Sprache der Autoren vergreifen? Es gibt ein Urheberrecht, das vor mehr als hundert Jahren mühsam erkämpft werden musste.
Ich weiß schon, dass ich neben dem Zeitgeist liege: Man nimmt von anderen, was man will, man saugt aus dem Internet, was einem beliebt, zerschnetzelt und vermischt es so lange, bis es der eigenen geistigen Augenhöhe entspricht, und fühlt sich frei und kreativ. Aber es ist die Freiheit des Diebstahls.
Da kommen diese bepickelten Mittelschichtspiraten daher, die im Internet aufgewachsen sind, und wollen alles downloaden, was nicht ihnen gehört. Das ist keine neue Partei, das ist eine feige Bande. Und das gilt auch für alle, die hinter dem Rücken der Autoren mit deren Texten machen, was sie wollen. Ich diskutiere ja gerne mit einem Regisseur, ich lasse mich auch manchmal zu einer neuen Formulierung überreden, aber ich lasse mich nicht stillschweigend enteignen.
STANDARD: Ist das bei Klassikern nicht schon lange üblich?
Turrini: Völlig richtig. Das Urheberrecht ist abgelaufen, und jeder kann mit alten Texten machen, was er will, und sei's der größte Blödsinn. Die Frage ist nicht, ob man Klassiker umdichten darf, sondern ob man es kann! Immer mehr Sprachstümper setzen sich auf die Schultern von Klassikern, spucken ein paar Alltagsfloskeln heraus, meist mit bundesdeutschem Akzent, und setzen ihre Namen neben oder vor den des Originalautors. Aber ein Liliputaner bleibt ein Liliputaner, auch wenn er sich auf die Schultern eines Riesen setzt.
STANDARD: Ein Anti-Regietheater-Plädoyer?
Turrini: Aber nein! Ein klassisches Werk muss man in die Gegenwart holen. Und ein guter Regisseur wird mit einem Gegenwartsautor über Sätze und Striche streiten. Ohne Arbeit und Fantasie der Regisseure gäbe es mein Werk nicht auf der Bühne. Aber ich wiederhole mein zorniges Argument: Wenn ungefragt umgedichtet und der Text nur mehr als knetbares Material betrachtet wird, dann findet eine Entmachtung der Autoren statt. Und darauf scheiße ich. (Andrea Schurian, DER STANDARD, 3.5.2012)
Peter Turrini (67), in Kärnten geboren, zählt mit seinen gesellschaftskritischen Stücken zu den wichtigsten deutschsprachigen Dramatikern. Seit seinem furiosen Erstling "Rozznjogd" 1971 schrieb er an die 50 Stücke. Turrini lebt im Weinviertel.
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Peter Turrini gibt den Menschen, die um ihre Existenz kämpfen, eine Plattform. In "Aus Liebe" dürfen sie ihre Wut und ihre Ängste artikulieren.
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Es gibt eine Paper-verwertungsindustrie, ja. Die verwertet aber die Verbreitung des Wissens und nicht das Wissen selbst.
Ich darf ohne das ich fragen muss das Paper eines Kollegen aus Südamerika/Deutschland/Russland/USA/China nehmen und genau das was da drinnen steht nachkochen, ändern was ich will, und meine neuerlichen Erkenntnisse dann veröffentlichen (und dann zitier ich den Buben vielleicht auch noch ohne sein Einverständnis, uiuiui).
Ist also in keinster Weise vergleichbar mit dem was hier Künstler fordern.
Und patentieren können sie nichts mehr was einmal in einem Paper gestanden ist, sie sollten diese 2 Dinge nicht verwechseln.
Sie kennen sich offensichtlich mit der Materie nicht aus, glauben sie mir das:
was sie selbst veröffentlichen, dürfen sie nicht patentieren. Wenn sie sich auf einer Konferenz verplappern in einem Vortrag, und das Patent ist noch nicht eingereicht (Es gilt der Einreichungstag, nicht der Patentveröffentlichungstag, der normalerweise maximal bis zu 1 Jahr nach der Einreichung liegt) habens einfach mal ein Pech ghabt.
Für das Patent ist die Neuheut von Interesse, nicht die Person!
Es gibt in der Wissenschaft kein Urheberrecht. Nicht mal das Recht darauf zitiert zu werden. Sie werdens in der wissenschaftlichen Community nicht leicht haben ohne zu zitieren (weil da zu 90% Idealisten sitzen), aber zwingen kann sie dazu niemand.
nur in europa. in den USA z.b. kann man innerhalb von einem jahr nach veröffentlichung ein patent einreichen.
laut urheberrechtsgesetz BGBl. nr. 111/1936 paragraph 2 sind werke wissenschaftlicher art werke der literatur im sinne des gesetzes. die vermutung liegt nahe, dass das in anderen ländern ebenso ist.
schön dass menschen in diesen positionen keine ahnung von aktuellen ereignissen haben müssen. das fördert die chancengleichheit.
man könnte auch annehmen er verbreitet diese lügen um selbst irgendwie davon zu profitieren.
aber ja, üble nachrede ist halt akzeptierter wenn man ganze generationen/personengruppen angiften kann.
Wo er recht hat, hat er recht, volle Zustimmung.
Für die Piraten ist Politik nicht mehr als ein Browser-Game.
Sie werden wohl ihre Stimmen bekommen, bloß werden sie politisch damit nichts erreichen. Protest und Widerstand ist heutzutage schon wichtig - aber bitte nicht so primitiv!
Die Piraten haben ganz gut erkannt, dass das Problem der Politik nicht die Themen sind, sondern die Struktur. Wer die Piraten einfach als nicht ernst zu nehmend abtut, der macht im Grunde nichts anderes, als seinen kritischen Verstand mit Vorurteilen abzuschalten.
Ich sage jetzt nicht, dass diese Leute mit allem was sie sagen recht haben, aber ihre Kritik ist ein Stück weit SEHR berechtigt und sinnvoll:
http://www.youtube.com/watch?v=6U82ig37TaE
Nun, ich bemühe mich redlich meine vorhandenen Vorurteile wohl zu erkennen, ist nicht immer so einfach, wie es klingt; muss Ihnen auch zustimmen, dass die Struktur einen wesentlicher Punkt darstellt; doch wenn ich z.B. Herrn Lauer zuhöre (Regierungserklärung, Berlin), wird mir ebenso schwindlig von seinen leeren Worthülsen, wie von vielen seiner arrivierten Abgeordnetenkollegen.
Auch sein Streitgespräch mit dem Musiker Jan Delay ist sehr bezeichnend und selbstredend, wie und in welche Richtung er argumentiert; wenn ich seine Argumentationskette (z.B. zum Urheberrecht) ernst nehme, muss ich eindeutig widersprechen und mich wiederholen: das ist Stammtischniveau und primitiv!
Also weiter aufmerksam bleiben ist die Devise.
Liegt dann wohl an der schieren Wortgewalt des Literatengiganten, die den Pickelleuten ihre Pickel ausdrückt.
Er steckt vorschnell Dinge in seine passende Schublade, ohne irgendwie reflektiert drüber nachzudenken. Schade eigentlich.
Einerseits finde ich seine "darauf scheiße ich" Mentalität, was den Umgang von Regisseuren mit seinen Texten betrifft sehr sympathisch ... aus der Sicht des Autors und Künstlers absolut nachvollziehbar.
Nur diese pauschale Verurteilung der "Piraten" - und damit pauschal jeder Kritik am derzeitigen Urheberrecht - geht völlig daneben und zeigt, dass er sich wie viele andere Künstler in letzte Zeit auch eben nicht wirklich mit dem Thema auseinandergesetzt hat und einfach auf der "Piraten-Welle" reitet (als Contra-Pirat ... was ja auch gerade hip ist bei Künstlern).
Dieser Blogbeitrag sieht das ein wenig differenzierter:
Das wahre Problem der Urheberrechtsdebatte
http://ink-vicious.blogspot.com/2012/04/d... r.html?m=1
Wer das in Frage stellt, ist ein Feind der Kunst und der Wissenschaft, also ein Feind der menschlichen Zivilsation und der Menschheit insgesamt, in letzter Konsequenz.
Wer zu blöd ist, das zu begreifen, ist wahrscheinlich blöd genug, die Piraten zu wählen; intelligenter als den Strache zu wählen ist das jedenfalls eh nicht.
ist jeder, der den zugang zu wissen und kultur einschränken und begrenzen möchte...
Wer zu blöd ist, das zu begreifen, ist wahrscheinlich blöd genug, das derzeitige system zu verteidigen..
PS vo der erfindung des "geistigen eigentums" gabs weder kunst noch wissenschaft...
aufgrund der Huld von vermögenden bzw. mächtigen Auftraggebern, und ein GANZE MENGE von hervorragenden Künstlern sind buchstäblich verhungert, eben weil sie keine reichen Gönner finden konnten, Du unwissender Plattmolch!!
Die Frage nach der Werktreue:
wenn Sie einen Text lesen (oder ich oder irgendwer anders) dann hat JEDER ein anderes Bild im Kopf als der Autor. Wenn man es auf die Bühne bringt dann ist das eine kreative Transformation in ein anderes Medium (so sehr ich den Begriff "Medium" hasse). Für diese Transformation gibt es keinen normierten Vorgang, sondern eigentlich nur den Text - oder schlimmer noch - das was der Regisseur in dem Text gelesen hat. Was ist dem Regisseur also an dem Text wichtig? Sicher nicht genau das selbe wie dem Autor.
IMHO sollte der Autor sein Stück selbst auf die Bühne bringen, wenn er Angst davor hat, dass Regisseure eine eigene Handschrift haben. Oder einfach gar nicht mehr fürs Theater schreiben.
Es genügt, wenn der Regisseur seinen Eindruck (soferne er nicht im Widerspruch zu den vom Autor stammenden Regieanweisungen steht!) auf die Bühne zu bringen, bei nicht angetastetem Text.
So und nur so bietet er dem Zusschauer die Möglichkeit, mit dem Autor direkt in Kommunikation zu treten und seine eigene Interpretation der Worte des Schriftstellers zu erdenken.
Wenn er seine individuelle Sicht in den Vordergrund stellen will, VOR den Autor, dann ist das die Eitelkeit eines Banausen, aber kein Dienst am Schriftsteller und dessen Werk.
Prädikat :
die bravsten und angepasstesten Piraten der Weltgeschichte .
Es wirft ein Licht auf unsere Gesellschaft ,
wenn diese Piraten
als Extreme oder Diebe angegriffen werden .
(Während die tatsächlich gefährlich Radikalen
mit ihrem
"Kampf gegen den Terror" und der "Bankenrettung"
tägliche Politik machen)
1) Soviel Arroganz habe ich selten gelesen. Muss sich sehr gut vorkommen der Herr.
2) Einfach so, einen nicht kleinen Teil der Bevölkerung hinzustellen, als wären sie dir größten Vollidioten, ist sehr reif und erwachsen.
3) Seine Vorurteile über andere Menschen sind anscheinend auch nicht gerade von schlechten Eltern.
4) Hat er als Theaterauthor kaum Probleme mit dem Urheberrecht, das betrifft eigentlich ganz andere Aspekte der Kunst.
Peter Turrini spricht von "standrechtlichen Erschießungen". Da fragt man sich dann schon, was mit diesem Menschen los ist. Das ist doch nicht normal, oder? Soll ich mir so jemanden als einen "feinsinnigen Künstler" vorstellen? Aber der Herr Turrini braucht sich keine Sorgen zu machen, die sogenannte Internetgeneration wird sich vermutlich nicht so sehr für seine Werke interessieren.
Sobald die einigermassen populär sind, gründe ich mit dem selben Namen eine Schattenpartei, kopiere Wort für Wort und Pixel für Pixel deren Parteiprogramm und deren gesamte Webseite, sodass es nicht einmal ein einziges Pixel Unterschied gibt. Jede Aussendung und Werbung wird von meiner Partei kopiert.
Und dann lassen wir uns am Besipiel dieses meines Kunst-Aktionismus überraschen, wie die Piraten zum Urheberrecht tatsächlich so stehen.
Meine Kopie ist ja sowieso durch die "Kulturflatrate" gedeckt (oder ähnlich) wird immer argumentiert. Und wenn sie sich über meinen Aktionismus erbosen, dann werde ich ihnen zu verstehen geben, dass sie das WWW "nicht verstanden" haben.
Geld verdienen? Sollen die Piraten an Parteitagen auf der Bühne!
Die Debatte handelt nich vordergründig vom Kopieren, sondern vor allem darum, dass der Eigentümer nicht mehr entscheiden soll, wo, wann wie, und wie oft seine Kunst öffentlich gemacht wird.
Vielleicht würden einige Eigentümer ihre Kunst gerne so öffentlich machen wie sie es selbst gerne wollten, oder vielleicht auch gar nicht.
Vielleicht wollen einige Eigentümer ihre Kunst nicht zweckentfremdet sehen (z.B. in youtube clips).
Es geht nicht nur ums Kopieren bei dieser Debatte sondern vor allem um das unrechtmässige und vor allem das ungefragte Aneignen und die missbräuchlichen Verwendung und Veränderung fremden Eigentums, sei es in Form der Kopien oder auch des Originals.
Sie reden davon Pixel für Pixel zu kopieren, was im Endeffekt einfach bedeutet das Sie für die Piratenpartei Werbung machen. Auf eigene Kosten. Aber wenns Ihnen Spass macht will ich Sie nicht aufhalten :-)
... kann zweckentfremdet werden und auch dort am WWW auftauchen wo sie der Schöpfer des Originals keinesfalls haben wollte. Ich tue genau das, was die Piraten als Recht für sich selbst beanspruchen, nur mache ich die Piraten dieses Mal nicht zu den Tätern sondern zum Opfer. Wir werden sehen, wie geduldig sie diese Opferrolle tragen werden und ob nicht doch ein Schreiben eines Anwalts kommt, "diese Urheberrechtsverletzung" einzustellen.
Nein, "Werbung" wird mein Aktionismus für die Piraten bestimmt keine sein.
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