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Paris - Nach seinem Sturz während eines Konzerts in Paris hat der deutsche Star-Dirigent Kurt Masur alle Auftritte bis Ende Juni absagen müssen. Der 84-Jährige habe sich das Schulterblatt gebrochen, teilte sein Management am Mittwoch in Paris mit. Vorgesehen sei, dass Masur nach der Sommerpause ab September wieder dirigiere.
Der langjährige Kapellmeister des Leipziger Gewandhauses, der an der Parkinson-Krankheit leidet, war vor wenigen Tagen während eines Konzertes in Paris in den Zwischenraum vor der ersten Zuschauerreihe gestürzt. Masur hatte einen falschen Schritt gemacht und fiel deshalb rückwärts von der Bühne. Der Unfall hatte sich mitten in der Aufführung der sechsten Symphonie "Pathétique" von Tschaikowski ereignet, die live im Radio übertragen wurde. Masur dirigierte das französische Nationalorchester.
Ärzte zuversichtlich
Im Krankenhaus stellten die Ärzte nun bei einer Röntgenaufnahme einen Bruch am linken Schulterblatt fest. Die Ärzte seien aber zuversichtlich, "dass er wieder vollkommen gesundet", hieß es in der Erklärung weiter.
Masur prägte fast 30 Jahre lang als Gewandhaus-Kapellmeister bis 1997 das international renommierte Leipziger Musikleben. Der in Schlesien geborene Künstler versuchte über Jahrzehnte, Brücken über den Eisernen Vorhang hinweg zu bauen. Mehr als 900 Konzerte gab er weltweit ab den 70er Jahren. Nach dem Mauerfall zählte zu den Wirkungsstätten des fünffachen Vaters auch New York, wo er von 1991 bis 2002 das philharmonische Orchester der Stadt leitete. Zudem ist er Ehrendirigent des französischen Nationalorchesters. (APA, 2.5.2012)
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