Audi serviert dreimal scharfes S

2. Mai 2012, 16:52
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Die nächste Generation der Business-Sportler S6 und S7 kommt im Sommer nach Österreich. Wir stellen vorab beide Autos vor

Die decken alles ab. Man weiß ja nie, von welcher Seite der Kunde mit Wünschen zuschlagen könnte. Sparmobil gewünscht? Kein Problem. Hybridtechnologie? Bitte schön. Elektroauto? Gar bald, unter dem Etikett e-tron. Limo, Kombi, SUV, Kleinwagen, Großwagen? Alles da. Was elegantes, repräsentatives, vielleicht kongeniales zur eigenen urgewaltigen Leistungsfähigkeit? Hamma auch. Darf's ein S sein oder gar RS?

Hier beschränken wir uns auf drei scharfe S, von den Ingolstädtern auf aktuellen Stand der Technik gebracht, unter Einbeziehung aller Raffinessen, um trotz verwegener Leistungsdaten den Spritkonsum in halbwegs akzeptablen Bahnen zu halten: S6 Limousine und Avant sowie S7 Sportback.

Weniger Verbrauch

Herzstück: der Motor. Den V10-Sauger löst ein nigelnagelneuer 4,0-Liter-Turbo-V8 ab (kommt in anderen Leistungsstufen auch im S8 und im Bentley Continental V8 zum Einsatz), mit am Papier einem Tick weniger Leistung (420 PS statt 435). S6/S7 vollbringen dennoch bessere, sportlichere Taten, je ein Twinscroll-Turbo pro Zylinderbank sorgt schon dafür, und dabei, jetzt aber Achtung, sinkt der Verbrauch um gleich 25 Prozent - Kapelle: Tusch!


Nagelneuer V8 mit 25 Prozent weniger Verbrauch als bisher.

Das ist unter anderem deshalb möglich, weil die Ingenieure jeden erdenklichen Kniff nutzen, Start-Stopp zum Beispiel und aufwändigen Leichtbau. Vor allem aber trägt die Zylinderabschaltung zu diesen in jeder Hinsicht beeindruckenden Daten bei. Bei Teillast, Dahingleiten auf der Autobahn etwa, versetzt Audi vier der acht Zylinder, die mit der Kennung 2, 3, 5 und 8, vorübergehend in den Ruhestand. Sie dürfen erst wieder ihren Dienst antreten, wenn der Lenker diesen Wunsch per Gaspedaldruck übermittelt.

Im Inneren herrscht Ruhe

Im Fahrbetrieb merkt man von diesem Vorgang kaum etwas. Was indes auffällt, ist diese Ruhe im Innenraum - nur beim Beschleunigen lässt sich ein tiefes Grummeln und Röhren vernehmen, woraus sich schließen lässt, welche Urgewalten da geweckt werden. Sonst, im (häufigen) Gleitbetrieb, würde mancher sich vielleicht ein bisserl mehr Klangrückmeldung wünschen. Die haben die Akustiker allerdings mit enormem Aufwand unterdrückt. Im Interesse optimalen Langstreckenkomforts auch für das Gehör. (stock, DER STANDARD, 27.4.2012)

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