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Wien - Der Bundeskommunikationssenat hat vollinhaltlich bestätigt, wie die Medienbehörde Kommaustria das geltende ORF-Gesetz interpretiert: 39 Präsenzen des Gebührenfunks auf Facebook widersprechen dem Gesetz.
Der Senat verweist auf den Verfassungsgerichtshofs, der Einschränkungen des ORF im Internet verhältnismäßig und gerechtfertigt fand und dabei Pluralismus von Print und Funk im Web als "legitimes Ziel" sah.
Wrabetz will Höchstgerichte anrufen
Der ORF will gegen den Senatsentscheid Höchstgerichte anrufen, er drängt parallel auf Lockerung dieses Verbots. Den Zeitungsverlegern bot er im Tausch Info-Videos für ihre Webseiten an, die sie werbevermarkten könnten.
Weniger Werbung, mehr EGT
Der ORF informierte seine Aufsichtsräte, dass seine Werbeumsätze neun Prozent (4,9 Mio. Euro) unter Plan liegen. Dank Sparmaßnahmen liege das Ergebnis (EGT) 3,7 Mio. über Plan. (fid, APA, DER STANDARD, 3.5.2012)
Gesetzesprüfungsverfahren eingeleitet - Entscheidung bis Herbst erwartet - ORF über VfGH-Bedenken erfreut
Das Gesetz untersagt dem ORF neben Glücksspielen und Erotik an öffentlich-rechtlichen wie kommerziellen Web-Angeboten auch "soziale Netzwerke sowie Verlinkungen zu und sonstige Kooperationen mit diesen"
"Viel zu eng" legt die Medienbehörde das Gesetz aus, findet Wrabetz - Verleger und VP gegen Rot, Grün, Blau, Orange
Bescheid der Medienbehörde schließt aus Gesetz: "Eigene Auftritte des ORF im Rahmen sozialer Netzwerke kommen überhaupt nicht in Betracht"
Mal vorweg: Von der aktuellen ORF-Führung halt ich fast so viel wie von einer Wurzelbehandlung und Wrabetz halte ich für ähnlich fähig wie die Wiener Stadtplanung (das sind die, die Monte Laa ohne Verkehrs-, Nahversorgungs- oder Infrastrukturkonzept aus dem Boden gestampft haben).
Allerdings gibt's offensichtlich noch Dümmeres auf diesem Planeten, nämlich Bundeskommunikationssenat und Kommaustria, die fröhlich Anno 1970 vor sich hin existieren.
Der ORF braucht eine klare Entscheidung. Die muss entweder heißen mit der Zeit gehen (so wie die BBC, inkl. Social Media etc.) oder komplett abdrehen (so wie die Gehirne unserer Regulatoren). Das Mittelding ist reine Geldverschwendung.
aber die nebendeals waren ihm wichtiger, also soll er jetzt aufhoeren zu flennen.
gleiches gilt auch für die privaten umweltverschmutzer.
das ewige "mimimi" der privaten nervt und das drumm kann sich ihre gastkommentare, in denen sie rotz und wasser heult auch sparen. sonst muesst man annehmen, dass die privaten einfach zu daemlich sind, um erfolgreich zu sein.
niemand hindert die "mehr privat, weniger staat" groelenden leistungstraeger, mordsreichweiten einzufahren und jede einzelne werbesekunde zu verkaufen.
Ich habe noch nie, ORF auf Facebook angeschaut oder gesucht, warum die Aufregung. Es kann doch jeder frei entscheiden was oder wen man in Facebook kontaktiert oder sich informiert, man muss ja den ORF nicht anschauen. Bitte klärt mich auf!
das problem ist: man muss den ORF nicht anschauen, aber auch dafür zahlen, wenn man einen PC und internet hat - also will ich, dass der ORF den kopf schief hält und sich was einfallen lässt für das netz! meine forderung geht viel weiter: das ganze programm muss im internet abrufbar sein!
die generelle einschränkung im internetangebot des orf verstehe ich nicht. der orf soll so viel foren oder werbung auf seiner homepage machen können, wie er will.
aber beim facebook-verbot stimme ich zu. der öffentliche sektor sollte nicht zum datensammeln eines privaten konzerns beitragen dürfen.
nein. ich finde es als eine zumutung, dass öffentliche stellen die bürger auf facebook locken.
wie kommen private bürger dazu, ihre daten und ihre verbindungen zu einer öffentlichen stelle an ein privaten datenmonster zu liefern?
ich bin für ein komplettes facebook-verbot aller öffentlichen einrichtungen.
Facebook ist in vielen Bereichen zentrale Informationsschnittstelle für Neuigkeiten aus der ganzen Welt, Events, etc. - auf freiwilliger Basis. Als Facebook-Nutzer hat man damit ähnliche technische Möglichkeiten wie mir RSS/Atom Feeds.
Dem ORF das vorzuenthalten halte ich für immens dämlich.
neuigkeiten aus aller welt erhalte ich auf jeder online-zeitungs-webseite sowie bei den webseiten der fernsehanstalten. wozu brauchg ich da facebook?
und wie du schon geschrieben hast, gibt es für ganz eilige rss-feeds.
ich halte facebook für komplett entbehrlich und sogar gefährlich. die staatlichen stellen sollten nicht auf diesen werbezug aufspringen und dem weltweiten datenmonster weiter user zuführen. facebook ist nichts weiter als ein gutes geschäft für die eigentümer, weil millionen menschen freiwillig und kostenlos ihre daten (ihre vorlieben, ihre freunde, ja sogar ihre politische gesinnung) zur verfügung stellen, die dieses unternehmen dann teuer an die werbeindustrie weiterverkauft.
die stasi war harmlos dagegen!
...was einige hier posten.
Der ORF ist verstaatlicht und gehört damit uns allen. Das ist unser Unternehmen. Wir zaheln auch brav Gebühren, damit unser Unternehmen funktioniert und überlebt (gut oder schlecht, ist nun mal so).
Als Mit-Eigentümer bin ich (wenn ich auch schon zahle) an einem gesunden und wirtschaftlich erfolgreichem ORF interessiert. Dann kann er sich bessere Sendungen, Sport-Übertragungen, Reporter etc. leisten.
Dafür braucht er Einschaltquoten, dafür muss und soll er bitteschön Werbung machen dürfen, auch im Internet.
Aber dem ORF Eigenwerbung im Netz verbieten und ihm dann vorwerfen, dass er wirtschaftlich nicht erfolgreich ist, ist dumm und ungerecht.
Der ORF hat mit orf.at die mächtigste Internetseite in Österreich mit Gebührengeldern aufgebaut und saugt nun einen Großteil der Werbekapazitäten vom Markt.
Das ist Wettbewerbsverzerrung pur!
Ein Verbot für Facebook und Twitter ist daher überfällig.
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