Griechische Behörden veröffentlichen Fotos HIV-infizierter Prostituierter

2. Mai 2012, 13:03
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Ansturm von Männern auf Gesundheitszentren

In Athen ist nach der Veröffentlichung von Fotos infizierter Prostituierter eine Aids-Panik ausgebrochen. Männer, die mit diesen Frauen ungeschützten Sex hatten, haben bereits zahlreich Gesundheitszentren in der griechischen Hauptstadt konsultiert. Bisher sind drei Männer positiv auf HIV getestet worden. Eine Anzeige gegen die Frauen wegen Körperverletzung wurde von der Staatsanwaltschaft bereits bestätigt.

Festnahmen und Tests

Zuvor wurden ca. 100 unangemeldete Straßenprostituierte festgenommen und auf HIV getestet. Elf davon waren infiziert. Die Staatsanwaltschaft leitete die Veröffentlichung der Fotos der Frauen im Internet ein. Alle Frauen sind geständig ungeschützten Sex mit Männern gehabt zu haben.

Anzeige wegen Körperverletzung

Das Ziel der Staatsanwaltschaft ist es Männer in Gesundheitszentren zu bringen, damit sich diese auf HIV testen lassen. Auch Minderjährige haben sich bereits zu Aids-Tests angemeldet. Der griechische Gesundheitsminister Andreas Loverdos sagte in einem Interview, dass die Schuld nicht nur bei den Frauen, sondern auch bei den Männern liege. „Man müsste eigentlich auch ihre Fotos veröffentlichen, damit man sieht, welche Idioten in diesem Land nicht verhüten", sagt er. Viele der Prostituierten sind Opfer von Menschenhändlern und Zuhältern aus Osteuropa oder drogenabhängige Einheimische. 

3000 illegale Prostituierte

Auf den Straßen im Zentrum Athens sind laut Schätzungen der Polizei rund 3000 illegale Prostituierte unterwegs. (APA, 02.05.2012)

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