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Wien - Der ORF befindet sich trotz großer wirtschaftlicher Herausforderungen in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres finanziell auf Kurs, das Ergebnis im ersten Quartal fiel besser aus als geplant. Dies berichteten ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Finanzdirektor Richard Grasl im Vorfeld der kommende Woche stattfindenden Sitzungen des ORF-Finanzausschusses sowie des ORF-Stiftungsrats in einem der APA vorliegenden Schreiben an die Mitglieder des obersten ORF-Aufsichtsgremiums.
Die Verunsicherung an den Finanzmärkten habe demnach zu gedämpften Prognosen für die Realwirtschaft geführt, was wiederum "Druck auf die Werbeerlöse auslöst - nicht nur im ORF, sondern in der gesamten Medienbranche", argumentiert die ORF-Geschäftsführung. Die ORF-Werbeerlöse liegen deshalb im ersten Quartal um 4,9 Mio. Euro oder 9,1 Prozent unter Plan. Die ORF-Führung hat für diesen Fall "Stresstest-Szenarien" vorbereitet und bereits "erste kostenseitige Maßnahmen" ergriffen, "sodass das Unternehmen finanziell auf Kurs bleibt". Das ORF-Ergebnis (EGT) ist im ersten Quartal denn auch um 3,7 Mio. Euro besser ausgefallen als im Finanzplan ursprünglich vorgesehen, so Wrabetz und Grasl.
Bis Jahresende erwarten der ORF-General und sein Kaufmännischer Direktor, "dass der Finanzplan erreicht wird, wobei die geplanten Senkungen bei den Personalkosten erst mit dem Betriebsrat verhandelt werden müssen". Der ORF-Finanzausschuss tagt am 7. Mai, der ORF-Stiftungsrat am 10. Mai. Neben dem Quartalsergebnis werden dort auch die Sanierungsmaßnahmen für den Haupttrakt des ORF-Zentrums am Küniglberg, die Frage eines möglichen neuen ORF-Standorts sowie der jüngste Vorstoß von Bundeskanzler Werner Faymann (S) und Vizekanzler Michael Spindelegger (V) zur drastischen Verkleinerung des ORF-Aufsichtsgremiums auf der Tagesordnung stehen. (APA. 2.5.2012)
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