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Viele Eltern verharmlosen das Übergewicht ihrer Kinder.
Leibzig - "Mein Kind ist doch nicht dick" oder "Das ist doch nur Babyspeck" sind Sätze, die häufig von Eltern mit übergewichtigen oder gar fettleibigen (adipösen) Kindern zu hören sind. Nach einer aktuellen Studie der Universität Leibzig zur Teilnahme von Familien an einem Präventionsprogramm gegen Fettleibigkeit bei Kindern werden Eltern erst dann aktiv, wenn ihr Nachwuchs bereits adipös ist. Kindliches Übergewicht wird meist noch nicht als Problem erkannt.
Die Studie ist ein Kooperationsprojekt des Integrierten Forschungs- und Behandlungszentrums (IFB) AdipositasErkrankungen, des Kinderärztenetzwerks CrescNet und der Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Leipzig. Für die Studie wurden das Familienumfeld und die Beweggründe der Eltern für oder gegen eine Teilnahme im Präventionsprogramm untersucht, das für übergewichtige oder adipöse Kinder zwischen 4 und 17 Jahren konzipiert ist. Darin beraten speziell geschulte Psychologen und Ernährungswissenschaftler die Familien telefonisch zu gesunder Ernährung und Bewegung und gehen auf individuelle Probleme ein.
Prävention setzt zu spät an
Der Anteil "nur" übergewichtiger Kinder war mit 62 Prozent in der Gruppe der nicht teilnehmenden Familien deutlich höher als bei den teilnehmenden (41 Prozent). Die Zahl der bereits adipösen Kinder lag bei den Teilnehmerfamilien bei 59 und bei den Nicht-Teilnehmern bei 38 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass das Präventionsprogramm zu spät wahrgenommen wird.
Die Leiterin der Untersuchungen, Susann Blüher, erläutert: "Familien, deren Kinder 'nur' übergewichtig sind, haben offenbar weniger Problembewusstsein als Eltern von bereits adipösen Kindern. Da das Programm aber als Adipositas-Präventionsprojekt gedacht war, wollten wir eigentlich gerade die Familien erreichen, deren Kinder übergewichtig sind, um einer übermäßigen Gewichtszunahme und somit einer Adipositas vorzubeugen." Auffällig war außerdem, dass Familien mit übergewichtigen Töchtern häufiger und früher am Programm teilnahmen als solche mit Söhnen. So waren die teilnehmenden Mädchen im Mittel 8,8 Jahre und die Jungen bereits 10,4 Jahre alt.
Gründe für Programm-Verweigerung
Die hauptsächlich angeführten Gründe, warum Familien nicht an dem Präventionsprogramm teilnehmen wollten, war die Überzeugungen, bereits gesund genug leben oder dass das eigene Kind nicht übergewichtig sei. Zeitmangel, die Teilnahme an anderen Programmen und die zu hohen Kosten eines gesünderen Lebensstils wurden ebenfalls von den Eltern genannt. Die Vorstellung bereits gesund zu essen, stand häufig im Widerspruch zu den Angaben zur Ernährung. So fiel gerade bei diesen Familien häufiger das Frühstück aus und die Mahlzeiten waren unregelmäßig. Gründe für die Teilnahme waren eine bereits vorliegende Adipositas beim Kind und auch die Einsicht der Eltern, dass sie gegen ihr eigenes Übergewicht angehen müssen.
Dicke Kinder, dicke Erwachsene
Die wichtigste Erkenntnis aus der Studie sei deshalb Präventionsprogramme zu entwickeln, die die Betroffenen auch wirklich erreichen. In den Familien müsse erst ein Bewusstsein für die negativen Folgen von Übergewicht geschaffen werden, so Blüher. Solche Programme sind wichtiger denn je, da rund 80 Prozent der übergewichtigen Kinder auch als Erwachsene dick bleiben. Immer häufiger treten außerdem schon bei Kindern und Jugendlichen Erkrankungen wie Diabetes, orthopädische und Herz-Kreislaufbeschwerden auf, die mit starkem Übergewicht zusammen hängen. (red, derStandard.at, 2.5.2012)
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Ich kann solche Artikel nicht ausstehen. Man beschreibt da Symptome. Das alles damit anfängt das jeder heutzutage arbeiten muss um die Familie zu ernähren, dass keiner Zeit hat, dass die Politik keine sinnvolle Kennzeichnung durchbringt. Was würde das bringen ein Ampelsystem und die ganze Fertigsch.eisse wäre tiefrot und Obst wäre grün. Vielen Leuten ist das nicht mal bewusst wie schlecht sie sich ernähren... Traurig aber wahr.
Wie gesagt: jemand, der nicht weiß, wie schlecht er sich ernährt, muss Analphabeth und Autist sein. Meine Mutter war übrigens immer berufstätig - gesunde Ernährung war aber weder unfinanzierbar noch wegen Zeitmangels unbewältigbar. Ein bissl Engagement und Hirn kann man von Menschen schon erwarten.
Nein. Die Informationen werden schon geradezu aufgedrängt. Man kann von jedem halbwegs normalen menschen erwarten, dass er sich damit auseinandersetzt. Wenn ein Erwachsener selbst fett werden will- bitte sehr. Aber für seine Kinder hat man Verantwortung zu übernehmen!
sind völlig sinnlos, wenn zwischen den "Wir-müssen-uns-gesünder-ernähren-Sendungen" Werbung für "Fasten-Joghurts" und "Mach-dir's-leicht" Zuckerwasser gemacht wird.
Denn es gibt leider zu viele Dumme, die diesen Unsinn glauben.
So lange Werbung lügen darf, wird sich nicht viel ändern.
Da gab es vor ein paar Jahren ein ultra lustiges Video auf Youtube von irgendsoeiner Müll-reality Serie (Meine Familie oder so... keine Ahnung wie die alle heißen)... mit einer über-herrlichen Mutter die u.A. meint, dass sie Ihren Kindern viel Wurst zum essen gibt weil die so gesund ist.
Zum abhauen. Muss ich gleich suchen!
Sowieso. Ich bin aber von den Aussagen dieser Nadine ausgegangen .... oder hat die das mit den Fruchtzwergen etwa auch gesagt?
Die hat glaub ich auch gesagt, dass Kinder von Bio-Nahrungsmitteln dick werden, weil da so viel Zucker drinnen ist. Man lernt ja nie aus.
oder c) die einen beitrag darüber in einem x-beliebigen forum auch noch kommentieren und sich noch besser vorkommen? ;)
ich war nicht vorm fernseher, kenne das nur aus youtube ;). ich brauche solche sendungen auch nicht - bin ein notorischer fremdschämer und muss immer wieder umschalten, aber ich hab für mich akzeptiert, dass manche leute mit ihrem wissensstand trotzdem glücklich sind und nichts daran ändern müssen/sollen/wollen. also lasse ich belehrungen die nur meinem ego dienen - sollten sie sich zu herzen nehmen (hui da beißt sich doch die katze in den schwanz...ich nehms zurück).
...und heute schlanker Erwachsener muss ich auf eines hinweisen: Bei mir fing das Übergewicht mit Schulproblemen und Schulangst an. Ich habe gegessen, weil es mir nicht gut ging. Das endete natürlich in einem Teufelskreis, denn je dicker ich wurde, desto gemeiner wurden auch die Mitschüler. Man bedenke, das war in einer Zeit, als noch relativ wenige Kinder dick waren. Im Gymnasium hatten wir dann einen Lehrer, der uns das Thema gesunde Ernährung nahe gebracht hat. Abgenommen habe ich dann aber erst nach einem Schulwechsel, als es mir psychisch wieder gut ging. Dann ging es fast von alleine: Gute Freunde, Spielen im Freien und das Wissen über gesunde Ernährung ein wenig umgesetzt (kein Cola etc.) und das Übergewicht war weg.
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