Kärnten "legalisiert" Mountainbike-Strecken

  • Kärnten will sich verstärkt als "Outdoor-Erlebnisland" positionieren.
    foto: apa

    Kärnten will sich verstärkt als "Outdoor-Erlebnisland" positionieren.

In einem ersten Schritt sollen 2.000 bis 3.000 Kilometer offizielle Gelände-Radwege entstehen - Ein Mustervertrag soll Rechtssicherheit für Sportler und Grundbesitzer bringen

Klagenfurt - Das Land Kärnten und die Landwirtschaftskammer haben am 2. Mai einen Mustervertrag für die offizielle Errichtung von Mountainbike-Strecken vorgelegt.

Zwar gibt es in Kärnten derzeit rund 4.000 Kilometer Wege für Mountainbiker. Diese Strecken bestünden jedoch ohne rechtliche Basis und seien auch nicht einheitlich ausgeschildert, erklärte Torismus-Landesrat Archill Rumpold am Mittwoch vor Journalisten. In einem ersten Schritt sollen nun 2.000 bis 3.000 Kilometer offizielle Radwege im Gelände entstehen. 

Rechtssicherheit für alle Beteiligten

Die vertragliche Absicherung bringe sowohl für die Grundbesitzer als auch die Freizeitsportler Vorteile. Sie bedeute nämlich für beide Interessengruppen Rechtssicherheit, so Rumpold. Für alle offiziellen Strecken soll es nämlich eine landesweite Haftpflichtversicherung geben.

Die privaten Grundbesitzer, die sich auf den Vertrag einlassen, sollen zudem mit 220 Euro pro Kilometer entschädigt werden. Die Landwirtschaftkammer empfiehlt den Bauern, sich an dem nun vorgelegten Mustervertrag zu orientieren. Mößler verwies auf die Bundesländer Tirol und Salzburg, die bereits vergleichbare Regelungen eingeführt hätten.

Die Errichtung von offiziellen Mountainbike-Strecken sei zudem von starkem touristischen Nutzen, betonte Rumpold. "Es geht um ein professionelles Angebot, gleichzeitig wollen wir Wildwuchs verhindern", sagte der Politiker. Kärnten sei dabei, sich verstärkt als Outdoor-Erlebnisland zu positionieren. "Wir haben derzeit 400.000 Nächtigungen durch Radgäste - Tendenz steigend", so Rumpold. (red/APA, 2.5.2012)

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