Deutsche Metaller verschärfen Warnstreiks

2. Mai 2012, 11:33

Schwerpunkt in Autobranche: Tausende Beschäftigte in mehreren deutschen Bundesländern legen am Mittwoch die Arbeit nieder

Berlin/Düsseldorf - Die deutsche IG Metall macht ernst: Seit Mittwoch früh rollt die erste große Warnstreikwelle im Metall-Tarifkonflikt durch Deutschland. Tausende Mitarbeiter in mehreren Bundesländern legten ihre Arbeit nieder. Weitere Aktionen sollten im Laufe des Tages folgen. Betroffen von den Ausständen waren unter anderem Nordrhein-Westfalen (NRW), Bayern, Baden-Württemberg, Thüringen, Niedersachsen und Hessen. Ein Schwerpunkt ist die Autobranche.

Im Düsseldorfer Daimler-Werk ließen in der Früh etwa 800 Arbeiter der Frühschicht für eine Stunde ihre Arbeit ruhen. Außerdem waren in dem Bundesland Aktionen in Betrieben in Königswinter, Bad Honnef und Eitorf sowie ein Sternmarsch in Lohmar geplant. IG-Metall-Bezirksleiter für NRW, Oliver Burkhard, sagte laut Mitteilung: "Unsere Geduld ist zu Ende! (...) Wenn sich die Arbeitgeber nicht endlich in Bewegung setzen, dann sind die heute beginnenden Warnstreiks nur der Anfang. Wir sind bereit für Streit."

Proteste

In Bayern setzten zunächst 180 Beschäftigte des Autozulieferers Faurecia ihre Arbeit aus. Später sollten Proteste unter anderem bei Lastwagenbauer MAN in München und Renk in Augsburg folgen. Beim Hausgeräte-Hersteller Miele im Werk Lehrte bei Hannover traten etwa 200 Beschäftigte in den Ausstand. IG-Metall-Bezirkschef Hartmut Meine zog mit ihnen durch die Stadt.

In Thüringen wurden beim Technologiekonzern Thales in Arnstadt rund 200 Beschäftigte zu einer Kundgebung vor dem Werkstor erwartet. In Sachsen hatte die Gewerkschaft vor allem Beschäftigte der Autobranche zu Aktionen in Chemnitz, Dresden, Leipzig und Zwickau aufgerufen.

In Hessen wurde der Schwerpunkt der Aktionen zur Mittagszeit erwartet. Dann sollten laut IG Metall die Frühschichten früher aus den Betrieben kommen und die Spätschichten später zur Arbeit gehen. Bei Mercedes-Benz in Kassel rechnete die Gewerkschaft mit 1.000 Teilnehmern. Auch in Berlin, Rheinland-Pfalz, Brandenburg und Baden-Württemberg waren Aktionen geplant.

Verschärfte Gangart

Mit der Ausweitung der Warnstreiks verschärft die IG Metall die Gangart in dem Tarifkonflikt in der Metall- und Elektroindustrie. Der Auftakt am vergangenen Wochenende nach Ende der Friedenspflicht am 28. April hatte sich meist auf kleinere Betriebe beschränkt. Am Donnerstag sollen nun weitere Proteste folgen.

Die Gewerkschaft fordert für die bundesweit rund 3,6 Millionen Beschäftigten der Branche 6,5 Prozent mehr Geld für zwölf Monate sowie mehr Mitbestimmung bei Leiharbeit und die unbefristete Übernahme von Lehrlingen. Die Arbeitgeber bieten bisher 3 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 14 Monaten, lehnen die übrigen Forderungen bisher aber ab.

Wenn es bis Pfingsten keine Lösung im Tarifkonflikt gebe, werde es zu Urabstimmung und Streiks kommen, hatte IG-Metall-Chef Berthold Huber zuletzt angekündigt. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 8. Mai in Baden-Württemberg angesetzt. (APA, 2.5.2012)

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toll, dann werden wieder leute in der höhe von 6 % der gehälter gekündigt. gut, muss der rest halt schneller arbeiten.

kein problem, oder?

Hoffentlich machen die Gewerkschaften dieses mal nicht wieder den Fehler, dass Sie nachgeben. Die Mär von "Geht es der Wirtschaft gut, geht es Allen gut" glaubt hoffentlich niemand mehr.
Höhere Löhne führen zu höheren Konsum, weniger Lohndumping und mehr Steuern.
Einst half die vergleichsweise geringe Inflation von der D-Mark / Schilling, und den Wechselkursen, dass aus den Lohnsteigerungen real was hängen blieb. Und nun, 10 Jahre seit der Euro-Einführung müssen ( bzw. wird zwangsweise ) die Verwerfungen innerhalb der Eurozone bereinigt werden.
Auch wird es Vollbeschäftigung nicht mehr spielen. Demographie, Produktivitätssteigerungen und der globale Markt bedürften einer Reduzierung der Arbeitszeiten. Die Last auf mehreren Schultern teilen

Villeicht sollte beim Standard ein Makroökonom anfangen zu arbeiten, um dem nichtwissenden Teil der Bevölkerung die nachteilhaftigkeit von höheren Lohnverhandlungen zu erklären.

Würden die leute diese verstehen, würden sie sie nicht befürworten.

keiner ist dafür im nächsten jahr real weniger in der tasche zu haben. aber genau dies passiert durch höhere lohnabschlüsse.

Auf diese Erklärung bin ich gespannt!

Kaufen Sie sich ein Makroökonomie Buch.
Da können Sie nachlesen.

Dann müssen Sie nicht immer die anderen bitten, ihnen etwas zu erklären.

(Maktroökonomie Pearson Verlag kann ich empfehlen)

etwas teuer, aber ihr verstand sollte es ihnen wert sein.

Wer in Zeiten der Schuldenkrise ernsthaft so frech ist 6,5% (!!!) mehr zu fordern hat es voll verdient wenn die Jobs abwandern. Diese Gewerkschafter sind wirklich rücksichtslose Egoisten. Selbst schuld wenn dann alles in China produziert wird, mit denen muss und darf man kein Mitleid haben.

mit wem jetzt genau "darf man kein Mitleid haben"?

Hatte heute Mitarbeitergespräch und sag Ihnen: frech sein lohnt sich, dann sind auch mehr als 6,5% drinnen ;-). Yeah!

Darum haben wir ja auch Privatvertraege. Sie kriegen 6.5% weil sie 6.5% mehr wert sind.

ja bei einzelgesprächen. einzelne haben sicher mehr gehalt verdient. nur das ganze auf die masse umzulegen ist eine frechheit.

gratulation zu ihrem erfolg, ihrer leistung.

in ihrem posting ist innerhalb weniger zeilen der ökonomische unsinn der letzten jahrzehnte komprimiert. gute leistung.

hier etwas zur aufhellung:

http://www.youtube.com/watch?v=mfKuosvO6Ac

kann es sein, dass sie a) von tarifverhandlungen, b) von ökonomie, keine ahnung haben, sondern c) nur ihre fade propaganda loswerden wollen?

übrigens: niemand fordert "mitleid", sondern nur vernunft und (halbwegs) fairness.
und noch ein übrigens: ihr nick ist anmaßend und lächerlich zugleich.

würden sie das is-lm / as-ad modell verstehen, hätten sie ihren post unterlassen ;-)

höhere lohnabschlüsse bewirken folgendes:

niedrigere Prdoduktion, höhere arbeitslosigkeit, niedrigerer reallohn, niedrigerer konsum

positiv? eher nicht

statt höherer lohnabschlüsse müsste der arbeitsmarkt liberalisiert werden. dies würde zu einer produktionsausweitung und höherem einkommen führen.

lieber freund basti etc. ....

also, das hätten sie jetzt nicht machen sollen: IS-LM u. AS-AD in einem atemzug nennen. (sind nämlich zwei völlig verschiedene paradigmen).
ihr argument haben sie aus AS-AD. also Gleichgewicht im arbeitsmarkt => natürliches Y.
und jetzt schauen´s in ihrem büchel nach, was dazu steht: long run. - aber, sie wissen ja: "in the long run, we ..." - vor allem schauen sie sich um, wie es um die ökonomie steht. und da werden sie eher an IS-LM denken und genau die argumente finden, die sich um effektive nachfrage, beschäftigung und Y drehen. (lohnverzicht hilft hier nicht).

(reden sie noch einmal mit ihrem betreuer. sollten sie geld für die ausbildung bezahlt haben, fordern sie dieses zurück).

Unterschiedliche Paradigmen?

schauen sie sich die Funktionale beziehung an.

das is-lm modell definiert die ad kurve. der arbeitsmarkt, produktionsfunktion die as kurve.

Wo haben Sie bitte Studiert? ich würde mal schnell nachlesen gehen.

ich war immer schon der meinung, dass die darstellung im blanchard verwirrend ist. (auch wenn er dazu schreibt: "hinter den kulissen").
wo studiert? - to learn it teach it!

Wenn sie formale beziehung verwirrend finden, sollten sie mit dem unterrichten aufhören!

Wenn sie "hinter den kulissen" die anpassungsprozesse verwirrend finden, sollten sie sich vlt einen neue kompetenz suchen ;-)

aber sie können ja hier ihre as-ad is-lm verschiebungen in der kurzen und der mittleren frist posten und dann können wir "gemeinsam" ergründen wo die fehler liegen. im system natürlich!

aber bitte auch dazuschreiben warum sich etwas verschiebt, und welche variablen beeinflusst werden, sich ändern.

(falls sie sehr motiviert sind, wäre ich auch für auswirkungen auf den wechselkurs und handel)

ach basti usw ....

sie haben es geschafft, IS-LM brav zu lernen, ohne jemals über den namen "keynes" gestolpert zu sein und AS-AD zu lernen, ohne dass sie jmd auf die klassisch/neoklassischen grundlagen hingewiesen hätte. und jetzt sind sie ratlos - und fragen: "was soll das, 2 paradigmen? kommt doch im lehrbuch hintereinander!"
ich wette, sie können nicht einmal mit dem wort: "paradigma" was anfangen. - woher denn auch? sie unterscheiden, wie Blanch, nach dem kalender: 3-5 jahre, 7 jahre, etc. ...
die schuld liegt nicht (nur) bei ihnen. verschieben sie brav ihre kurven, das reicht für ihre prüfung, - aber seien sie etwas bescheidener.

mich würde einfach nur interessieren, ob sie wissen was im blanchard steht, bzw das bsp lohnerhöhungen laut erklärung von blanchard auch erklären können.

ziemlich lockere aufgabe eigentlich, damit man sieht ob sie wissen worüber sie herziehen.

sonst frag ich mich wer hier anmaßend ist.

aber arbeitnehmer die allgemeine lohnerhöhungen fordern, sind anmaßend. arbeitnehmer, die persönlich mit dem arbeitgeber besprechen, haben vollsten respekt verdient.

studieren sie lieber IS-LM: unausgelastete kapazitäten, unfreiwillige arbeitslosigkeit und die grundidee, dass die nachfrage beschäftigung und einkommen bestimmt! - im zweiten schritt überlegen sie inflationsrate und produktivität. dann kommen sie zu einer praktikablen einschätzung, was die "richtigen" löhne sind.
wie der arbeitsmarkt bei blanch modelliert ist: gleichgewicht, keine unfreiwillige arbeitslosigkeit, natürliche al-rate kommen sie nicht weiter. aber das gelte ja eh nur im "long run". dazu keynes: "in the long run we are all dead".
so und jetzt lassen sie mich in ruhe, sie lästiger abc-schütze. (alles gute für ihr weiteres studium).
übrigens: ihr ton ist frech und rotzbubenhaft. das sollten sie auch ändern.

danke für ihren tip ;-)

aber um etwas zu bewegen, sollten sie die universitäten, besser die institute anrufen und denen sagen, dass die modelle die sie lehren und verwenden ihrer meinung nach nicht korrekt anwendbar sind.

wenn sie es dann zu weltruhm geschafft haben, ihr modell unter ökonomen anerkennung findet, sie ihr erstes buch geschrieben haben, werde ich ihr buch kaufen.

bis dahin werde ich mich an die vorausgesetzen grundlagen halten, die von anerkanten ökonomen unterrichtet nein gelehrt werden.

die meinungen eines univeritätsporfessors mit einem institut von xx leuten und fachliteraturschreibern ist mir wichtiger als von einem forumsuser "Lisa L."

sorry, die haben sicher mehr kompetenz als sie ;-)

ich würde es genießen, wenn sie so schreiben würden, dass es für mich und der restlichen menschheit auch verständlich wäre.

kein zynismus, ich schätze ihre kommentare sehr, finde nur sehr schade, dass sie mit dieser qualität untergehen.

ich habe nicht gedacht, dass wir in diesem thread noch zuhörer haben. darum meine sprache. aber eines zeigt dieser thread schon: natürlich gibt es in der ökonomik jede menge von modellen, die auch alle in sich konsistent und so besehen richtig sind.
die "kunst", wenn man so will, ist es, die voraussetzungen der modelle zu verstehen um dann zu einem problemadäquaten modell zu kommen. wenn nun jmd sagt, es würde "letztlich dazu führen, dass ..." geht´s genau um das "letztlich": für die einen ein schon jetzt wirksamer mechanismus, für die anderen eine botschaft aus dem "nirvana" eines gleichgewichts, die nur zur propaganda taugt. keynes dictum: "in the long run ..." trifft das sehr gut.

jetzt verstehe ich, dass ihr vorposter, gelinde gesagt, durchgeknallt ist.

warum nicht das kind beim namen nennen. das ist die neoliberale theorie von heyek und den anderen. lohnsenkungen führt zum ersetzen von kapital durch arbeitskraft.

- tatsache ist aber, dass durch lohnsenkungen die nachfrage sinkt und das ist der einzige!!!! grund, warum ein unternehmer leute anstellen wir. - weil er die produktion ausweiten muss. oder würden sie jemanden beschäftigen, den sie nicht brauchen, nur weil er günstig arbeitet.
- die sinkenden arbeitslosenzahlen in deutschland sind die expandierenden exportindustrie zurückzuführen und das führt zu einem ansteigen der arbeitslosigkeit in den südlichen ländern. kurz gesagt, die deutschen haben harz 4 auf europa ausgeweitet.

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