Baubewilligungen gehen 2013 stärker zurück

2. Mai 2012, 10:40

WIFO: Heuer leichter Rückgang auf 42.700 Einheiten - Baunachfrage durch gesamtwirtschaftliche Konjunkturschwäche belastet

Die Bauinvestitionen bleiben 2012 gedämpft, die Zahl der Baubewilligungen von Wohneinheiten werde heuer deshalb um ein Prozent auf rund 42.700 sinken. Diese Prognose gab das Wirtschaftsforschungsinstitut (WIFO) am Mittwoch per Aussendung bekannt. 18.800 Einheiten davon dürften auf Einfamilienhäuser entfallen, 23.900 Einheiten auf Wohnungen in Mehrgeschoßbauten.

Im Jahr 2011 hatte es noch eine kräftige Ausweitung der Baubewilligungen auf rund 43.000 Einheiten gegeben. Weiterhin hinke das Bauwesen aber gegenüber der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher. Die österreichische Bauwirtschaft könne zudem vom erwarteten gesamtwirtschaftlichen Aufschwung im Jahresverlauf 2012 nur wenig profitieren, weil dieser primär vom Außenhandel mit EU-Drittländern getragen werde. Zudem werde die Bauwirtschaft von den erwarteten Konsolidierungsmaßnahmen der öffentlichen Haushalte betroffen sein.

Rückgang um drei Prozent im nächsten Jahr

Die relativ stabile Entwicklung der Baubewilligungen wird deshalb laut WIFO nicht anhalten, 2013 wird ein kräftigerer Rückgang um drei Prozent auf 41.400 Einheiten erwartet. Etwaige geplante Kürzungen der Wohnbauförderung werden insbesondere den Mehrgeschoßbau betreffen, die angespannte Lage auf dem Arbeitsmarkt wird auch die Nachfrage nach neuen Einfamilienhäusern dämpfen.

Trotz dieser verhaltenen Wachstumsperspektiven liege die Zahl der bewilligten Einheiten je 1.000 Einwohnerinnen und Einwohnern mit 5,1 deutlich über dem Durchschnitt der 19 Euroconstruct-Länder (3,4 Einheiten). Auch in der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise seien die Baubewilligungen in Österreich stabiler gewesen als im europäischen Durchschnitt. (red, derStandard.at, 2.5.2012)

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11 Postings
Wenn erst die total vertrottelte EPBD 2010 Richtlinie zur Pflicht wird

(und 2019 ist es soweit, dass dann alle neu gebauten Häuser als hermetisch abgedichtete, allseitig mit Megadämmung zugepappte und mit Zwanglüftungsinstallation versehene Hybridhäuser ausgeführt sein müssen), dann wird vermutlich eine noch größere Anzahl an Menschen die Sache mit dem Bauen von vornherein lieber bleiben lassen.

Was das für die Bauwirtschaft und somit für die Gesamtkonjunktur bedeutet, ahnen noch die wenigsten. Denn derzeit rechnen sich die Baufirmen und Haustechnikausstatter noch eine goldene Nase mit dem neuen Nullenergie/Passivhausstandard aus. -Es wird der größte Trugschluss sein...

Aber so steigt der Wert älterer Häuser.

Auch nicht schlecht.
Wer will schon in einem Bürohaus wohnen, in dem man bei geschlossenen Fenstern dahinvegetiert, während draußen in der Früh die Vögel zwitschern?

Immer dieses Nicht-Wissen!

Auch in Passivhäusern kann man selbstverständlich die Fenster öffnen. Die Lüftung kommt dadurch auch nicht durcheinander.

Die EU schreibt ab 2019 KEIN Passivhaus vor, sondern ein PLUSEnergiehaus. Das Passivhaus ist dafür eine gute Grundlage, aber eben nur das Fundament.

Man kann auch diffusionsoffen und mit natürlichem Dämmstoff arbeiten. Zb. mit Hanf-, oder Holzdämmstoffen, oder komplett unverändert mit Strohballen, ... Möglich ist extrem viel. Es muss nicht immer Styropor sein.

Das Gegenteil ist der Fall. Nicht-Passivhäuser bzw. Plusenergiehäuser werden dadurch MASSIV an Wert verlieren. Das weiß man aus Gegenden in denen vermehrt Passivhäuser gebaut werden.

Alles nur Vorurteile. Aber früher war ja alles besser ...

Ein Passivhaus darf nicht mehr Luftwechsel haben als n=0,5, das ist 5-10 mal weniger als ein normales, immer noch gesundes Haus.

Wenn man die Fenster des passivhauses aufmacht, ist dieser Luftwechsel und überhaupt die berechnete thermische Eigenschaft des passivhauses dahin. Also kann man die Fenster doch nicht aufmachen.

Im Übrgen bedingt der geringe Luftwechsel ("Komfortlüftung"), dass sich im Rauinneren Schadstoffe viel stärker ansammeln als früher. Schimmel ist ebenfalls ein sehr großes Problem geworden.

Man merkt daher, dass sich ein Großteil der Menschen in sowas auch nicht wohlfühlt.

Ich schätze eher, es ist umgekehrt als Sie es sich vorstellen: In 10-20 Jahren werden die heute euphemistisch bejubelten, hochtechnisierten Passivhäuser genauso ungeliebt dastehen wie heute die Blockbauten der 70er Jahre.

Schon witzig wie man in einem einzigen

Posting derart viel Unsinn schreiben kann.
Es sind eigentlich 0.6/h. Bei Niedrigstenergiehäusern sind derzeit zb. in OÖ nL50=1.5 gesetzlich vorgeschrieben. Beim Niedrigenergiehaus sind es in OÖ max. 3.0.

In "normalen" Häusern in OÖ ist also gerade mal der 2.5 fache Luftwechsel wie im Passivhaus zulässig.

Der "unkontrollierte" Luftwechsel in Häusern ohne Lüftung sorgt dafür dass die Schadstoffe HÖHER sind als in Passivhäusern.

Schimmel entsteht zuerst mal dort wo es zu einem Tauwasseranfall kommt (+ zu hohe Luftfeuchtigkeit; im Passivhaus kämpft man oft mit zu trockener Luft). Meist in der Nähe von Wärmebrücken, die einen Baumangel darstellen und in normalen Häusern normal sind.

Haben sie auch Argumente oder nur widerlegbare Vorurteile?!

Nur so nebenbei: "Niedrigstenergiehäuser" ist nur ein Fachterminus für Passivhaus. Dass dort max. n=1,5 vorgeschrieben ist, ist nur logisch. Schimmel entsteht hauptsächlich durch Tauwasser, das stimmt.

Aber gerade die Hitech-/Passivhaus-Konstruktionen sind äußerst sensibel auf Konstruktions- und Ausführungsfehler. Was in der Theorie toll klingt, spielt's in der Praxis de facto nie. Dass die Bauarbeiter sämtliche Verklebungen wirklich einwandfrei ausführen ist ein Wunschtraum. Gibt's nur eine unsauber verklebte Naht/Dampfbremse, pfeifft's dort in die Dämmebene und das Material verschimmelt.
Auch ein einziger Spalt in der Mineralwolledämmung führt zu einer Wärmebrücke+ konzentriertemTauwasseranfall, da der Rest des Hauses ja ultragedämmt ist.

Und Schadstoffe kommen hauptsächlich durch Ausgasungen aus Bau- und Belagsstoffen. Dass da die angesaugte Außenluft auf Pollen und Staub gefiltert wird, nützt gar nix.

Wieder falsch.

Ein Niedrigstenergiehaus ist kein Passivhaus. Beim Passivhaus nl50=max.0.6 EKZ unter 10 (entspricht in etwa den 15 im PHPP); Beim Niedrigstenergiehaus gilt EKZ 30 und nl50=1.5.

Das sind die Daten aus OÖ.

Aber wenn sie so viel gegen das Passivhaus haben und so wenig von unseren Handwerkern halten, dann fahren sie mal ins Ländle. Dort dürfen bereits seit ein paar Jahren im Wohbau nur noch Passivhäuser gebaut werden. Das führte dazu, dass auch bei den Einfamilienhäusern die absolute Mehrheit Passivhäuser baut. Die Professionisten brauchten bloß ein paar Wochen bis sie sich mit dem Wissen etc. angepasst hatten.

Das Ländle zeigt eindrucksvoll dass das alles nur Vorurteile sind und der Österreichischen Seele entspricht:
Früher war alles besser

Wie ÖO oder das Ländle die Sache definiert, sei dahingestellt. Jedenfalls verwendet die EU-Richtlinie EPBD 2010 in ihrer Zielvorgabe das Wort "Niedrigstenergiehaus" und meint damit Passivhaus und sicher kein Haus mit EKZ=30 und n=1,5. Diese EU-Richtlinie wird für alle EU-Mitgliedstaaten verbindlich sein, weshalb ich die darin verwendeten Begriffe als relevant ansehe, und weniger die der Ländle-/OÖ-Regionalpolitik.

Überigens ist das Passivhaus ein rein österreichisches Phänomen. Nirgends anders wird es so propagiert und nirgends lassen sich so viele Leute hinreißen, in Passiv-Bauart zu bauen. In allen anderen Ländern begegnet man der Sache sehr viel zuzrückhaltender und mit meiner Meinung nach gesunder Skepsis.

Die EU Richtlinie auf die sie ansprechen,

definiert nirgends WAS ein Niedrigstenergiehaus genau ist.

Das Plusenergiehaus definieren die RL aber.

Aber ich stimme ihnen zu, ich glaube auch dass dieses EU Gebäude in etwa unserem Passivhaus entsprechen wird. Deswegen ist es auch wichtig was man mit Definitionen meint (ich: OÖ).

Und es muss jedem klar sein: Energie die wir nicht brauchen, brauchen wir nicht importieren. Derzeit führen mehrere EU Staaten Kriege um Energie. Österreich ist hintenrum über Unterstützungsmaßnahmen, Aufklärung, Geld, Gerätschaften etc. ebenfalls beteiligt. Es sterben Europäische Staatsbürger für unseren Lebensstandard. Mit dem Passivhaus können wir den Energieverbrauch senken ohne unseren Lebensstandard zu senken. Deswegen ist es auch so unheimlich wichtig.

Ich verstehe Ihre Beweggründe gut, habe zuvor auch so gedacht.
Rechnen Sie jedoch einmal nach, was das hochtechnisierte Passivhaus mit den dafür notwendigen Materialien und Haustechnik an grauer Energie verschlingt. Das amortisiert sich in der Bestandszeit eines Hauses bis zur Generalsanierung nie. ZB. wurde ausgerechnet, dass man mit dem erhöhten Energieaufwand für die Herstellung eines passivhauses ein normales, z.B. Holzriegel-Niedrigenergiehaus mehrere Jahrzehnte heizen kann.

Die aktuellsten Berechnungen die ich dazu

gesehen habe, zeigen klar dass die grauen Energie die verbraucht wird, sehr stark von den eingesetzten Materialien abhängen. Und dass bei allen die Einsparung trotzdem höher ist als der Verbrauch an grauer Energie!

Klar ist für mich auch dass es ein Widerspruch ist, bei Einfamilienhäusern ein Passivhaus zu bauen und Styropor raufzupicken. Es gibt aber in Öst. einige Passivhäuser die die letzten Jahre mit Strohballen gedämmt wurden. Extrem viele die mit Hanf oder Holzdämmstoffen gedämmt wurden. Welche mit Schilf, ...

Ein Passivhaus mit Ziegel hat viel zu Dicke Mauern. Genau deswegen dürfte man auch immer das Gefühl haben, dass alle negativen Vorurteile gegen das Passivhaus aus diesem Eck kommen.

Holz ist der Baustoff der Zukunft!

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