Norweger und Isländer eröffnen Walfangsaison

2. Mai 2012, 09:51
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Tier- und Umschützer kritisieren Jagd seit Jahren

Oslo - Norwegische und isländische Walfänger haben ihre umstrittene Sommer-Jagd auf Zwergwale eröffnet. Wie die Zeitung "Lofotposten" berichtete, wurden die ersten drei Meeressäuger am Wochenende von Norwegern vor der polaren Bäreninsel in der Barentssee erlegt. Nach Angaben der Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS meldeten zeitgleich auch isländische Fischer die ersten Fänge.

Norwegens Regierung hat wie im Vorjahr 1.286 Zwergwale (auch Minkwale genannt) zum Abschuss freigegeben. Das auf Island beim Walfang dominierende Unternehmen Hvalur verfügt nach WDCS-Angaben über eine Quote von 216 Zwerg- sowie 150 bis 170 Finnwalen.

Schwache Nachfrage nach Walfleisch

Tier- und Umschützer kritisieren den Walfang seit Jahren und verweisen neben dem seit 1986 weltweit geltenden Walfang-Moratorium auch auf die schwache Nachfrage nach Walfleisch. Im vergangenen Jahr nutzten die norwegischen Walfänger ihre Quote nur zur Hälfte. Auch in Island sowie in Japan, von wo aus ebenfalls trotz heftiger internationaler Proteste Jagd auf Wale gemacht wird, haben die Fischer zuletzt nur einen Teil ihrer Fangquoten genutzt.

Die Regierungen von Island und Norwegen begründen den kommerziellen Fang von Zwergwalen damit, dass diese relativ kleine Walart einen kräftigen und völlig ungefährdeten Bestand habe. WDCS hingegen fordert von "Entscheidungsträgern in Europa und den USA" harte diplomatische Maßnahmen gegen die Walfangaktivitäten. Japan begründet den eigenen Walfang mit "wissenschaftlichen Zwecken". (APA, 2.5.2012)

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    Die Regierungen von Island und Norwegen begründen den Fang von Zwergwalen damit, dass diese einen ungefährdeten Bestand haben.

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