Suu Kyi will nach Streit nun doch Abgeordneten-Eid ablegen

1. Mai 2012, 22:32
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Friedensnobelpreisträgerin wird am Mittwoch als Parlamentarier angelobt

Rangun - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi will am Mittwoch nun doch ihren Amtseid als Parlamentsabgeordnete ablegen. Damit endet ein zweiwöchiger Streit um die exakte Formulierung des Eids. Suu Kyi und anderen neugewählte Abgeordnete ihrer Partei weigerten sich ursprünglich, den "Schutz" der Verfassung zu geloben, in der die Vormachtstellung der Armee festgeschrieben wird.

Sie wollten erzwingen, dass sie sich nur auf den "Respekt" der Verfassung verpflichten müssen. Da Präsident Thein Sein aber hart blieb und eine Änderung des Eidestextes ablehnte, lenkte Suu Kyi letztlich ein und kündigte an, den Eid vor dem Parlament in der Hauptstadt Naypyidaw ablegen zu wollen. UNO-Generalsekretär Ban Ki-moon lobte die Entscheidung nach einem einstündigen Gespräch mit Suu Kyi am Dienstag. "Wahre Führungsstärke zeigt sich, wenn man zum Wohle des Volkes flexibel ist", erklärte Ban in Rangun. (APA, 1.5.2012)

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