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London - Vor den Olympischen Sommerspielen in London (27. Juli bis 12. August) werden trotz früherer Dementis Boden-Luft-Raketen zur Abwehr möglicher terroristischer Anschläge stationiert. Zudem wacht ein Kriegsschiff auf der Themse, Eurofighter stehen einsatzbereit. Die Geheimdienste und Scotland Yard koordinieren eine 40.000 Mann starke Truppe aus 13.500 Soldaten, 12.000 Polizisten und 16.000 privaten Kräften. Premierminister David Cameron spricht von der "größten Sicherheitsoperation auf britischem Festland in Friedenszeiten".
Die Installierung von Boden-Luft-Raketen sei eine Erfindung der britischen Medien, hatte Sebastian Coe, der Chef des Organisationskomitees (LOCOG), noch Mitte April gesagt. Der Etat für Sicherheit hat sich inzwischen auf rund 1,2 Milliarden Euro verdoppelt. Das Budget der Spiele werde bei 11,25 Milliarden Euro bleiben. Doch daran zweifelt nicht nur das Public Accounts Committee, das über die Olympiakosten wacht und eine Steigerung auf 13,3 Milliarden Euro befürchtet.
Das Verteidigungsministerium teilte mit, am Segelrevier Weymouth und am Portland Harbour sei HMS Bulwark der Royal Navy im Einsatz. Und inzwischen wurden in London Bewohner in der Nähe des Olympiaparks benachrichtigt, dass ein Raketenstützpunkt auf einem Turm in ihrem Wohngebiet installiert wird. Dieser soll laut Verteidigungsministerium nur einer von vielen Standorten mit Boden-Luft-Raketen rund um die Wettkampfstätten sein. Die Information an die Bewohner kam überraschend.
Das Ministerium verteidigte die Entscheidung mit der Begründung, dass der Turm "einen exzellenten Blick auf dem Olympiapark" liefere. Das Vertrauen in die Überwachungskräfte wurde nicht gerade erhöht, als Londoner Zeitungen berichteten, bei Sicherheitstests sei es schon zweimal gelungen, an den Kontrollen vorbei Sprengstoff auf das Olympiagelände zu schmuggeln. (sid, red, DER STANDARD, 1.5.2012)
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