Coffee-Shop-Verbot für Ausländer

1. Mai 2012, 18:24
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Maastrichts Bürgermeister: Zu viele Zwischenfälle wegen Drogentourismus in der Stadt

Maastricht - Aus für den Haschisch-Tourismus in den Niederlanden: Am Dienstag trat zunächst in den südlichen Grenzprovinzen Zeeland, Nord-Brabant und Limburg ein umstrittenes Gesetz in Kraft, das Ausländern den Zutritt zu den beliebten Coffee-Shops untersagt. Betroffen sind vor allem Deutsche, Franzosen und Belgier, die bisher über die Grenze fuhren, um in den Haschisch-Cafes einen Joint zu rauchen.

In Maastricht beschwerte sich ein Belgier, der in einem Coffee-Shop abgewiesen wurde: "Das sind Zustände wie vor 50 Jahren." Ein italienischer Ex-Europaabgeordneter der Radikalen Partei erklärte, er werde bei der Polizei Anzeige wegen Diskriminierung erstatten. Das Verbot werde nur noch mehr Nachfrage erzeugen.

"Einwohner beschweren sich"

Maastrichts rechtsliberaler Bürgermeister Onno Hoes verteidigte das Gesetz dagegen. Es gebe wegen des Drogentourismus' zu viele Zwischenfälle in der Stadt. "Die Einwohner beschweren sich über zunehmende Kriminalität und Belästigungen. Damit ist nun Schluss."

Nach Angaben der konservativen Regierung in Den Haag wird mit der Neuregelung die organisierte Kriminalität rund um manche Coffee-Shops eingedämmt. Im Rest des Landes soll das Gesetz ab 1. Jänner 2013 umgesetzt werden. In Maastricht scheiterte der Coffee-Shop-Verband in erster Instanz mit einer Klage gegen das Verbot, legte aber Berufung ein. (APA, 1.5.2012)

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    Kein Cannabis für Ausländer: Am 1. Jänner 2013 gilt das neue Gesetz im ganzen Land.

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