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Rechtzeitig zum ersten Hochzeitstag von dero königlichen Hoheiten Prinz William und Prinzessin Kate wurden die beiden mit der Schöpfung "Willkat" zelebriert.
Am ersten Mai 2012 gilt es einen zu erwartenden Wort-Abgang zu vermelden. So wie es ausschaut, dürfte Nicolas Sarkozy die letzten Tage im französischen Präsidentenamt sein - was auch zur Folge hätte, dass das während seiner Amtszeit im Schwang befindliche Kofferwort Merzoky von der Bildfläche verschwindet. Natürlich nicht von einem Tag auf den anderen, aber in nicht allzu ferner Zeit wird die Vokabel Merkozy nur mehr den Fachhistorikern etwas sagen. Die verbale und politische Kompatibilität von Merkel und Hollande ist zweifellos weniger ausgeprägt als die von Merkel und Sarkozy, sodass wir mit Komposita wie Merlande oder Holmer eher nicht zu rechnen haben. Dafür tut sich anderswo etwas: Rechtzeitig zum ersten Hochzeitstag von dero königlichen Hoheiten Prinz William und Prinzessin Kate hat der "Kurier" die beiden mit der Schöpfung "Willkat" zelebriert, ein hübsches Pendant zur schon seit langem unzertrennlichen Brangelina. Der Arbeitsauftrag, der sich an die p.t. Leserschaft aus diesem Stichwort ergibt, ist logisch: Nämlich die Erfindung schöner neuer Namenszusammensetzungen für altgediente Paare - auf dass ihrer Verbindung auch verbal ein langes Bestehen beschieden sei.
Damit ist wieder einmal Zeit für ein paar Wochen Wörterbuch-Pause. Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen wunderbaren Wonnemonat Mai. (Christoph Winder, derStandard.at, 1.5.2012)
Von Christoph Winder
Winders Wörterbuch zur Gegenwart ist ein Work in Progress.
Zweckdienliche Hinweise auf bemerkens- und erörternswerte Wörter sind erbeten an christoph.winder@derStandard.at.
Sieben Jahre nachdem die ersten Einträge erschienen sind, stellt Christoph Winder sein Online-Projekt in der gewohnten Form ein
Wenn die Araber aufmucken
Ein Drink zu guter Letzt
Würzige Worte über Weine
Handfeste Hinweise
Nüchterne Zusammenarbeit
Mit dem Kopf gegen die Wand
Wenn Mimen in die Jahre kommen
Preise als Parodien
Himmlische Wortbildungen
Verzicht, einmal anders
Unaussprechlich von A bis Z
Reflexiver und sonstiger Alkoholgenuss
Schamhafte Schreibungen (Fortsetzung)
Landsmannschaftlicher Sprachstolz
Zorn im Sesambrötchen
Betagte Vorfahren
Knappe Charakteristiken vom Adabei
Ein billiger Pizzabelag
Pars pro toto
Verbalisiertes Kleingebäck
Unliebsame Überraschungen
Schleichwerbung von unten
Talk unter Investmentbankern
Das Geheimnis der Unwiderstehlichkeit
Widerwilliges Geldausgeben
Unter dem Einfluss von Kalorien oder Alkohol
Ein aufdringliches Medienparadoxon
Ein brünstiges Verbum
Nationale Pendants zu Germano-Promis
Schmückende Beiworte
Ein Wort für den Whirlpool
Metaphorisch verwendete Geräte
Eine uralte Formulierung im Computermilieu
Ein Mittel gegen Kopfbeschwerden
Süchtigmachende Silbenkombinationen
Eine Metapher geht in die Luft
Aus dem Mundwerk der Handwerker
Urlaub auf poetisch
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Schamvolle Schreibweisen
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Man spürt den Frühling
Ein Prachtformulierung im Radio
Entspannende Aktivitäten aller Art
Verwirrend am Schutzweg und anderswo
Nicht nur zu den Frankfurtern
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Ironischer Tribut an sprachliche Anstandsvorschriften
In nicht alltäglicher Gewandung
Spannt im Märzen die Rösslein ein
Eine deutsch-griechische Volkskrankheit
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Kein Land wie jedes andere
Jetzt mit erweiterter Bedeutung
Wenn etwas auf die Nerven geht
Ein zeitweiliger Verlust der Contenance
In der Vorauswahl zur Preisvergabe 2006
Es darf ein bisschen weniger sein
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Amtshandlung mit einem neuen Begriff
Aversionen kann man gegen alles Mögliche haben - auch gegen Aussprüche
Eine hübsche neue Wortkreation aus dem Umfeld der Bildzeitung
ist faustdick im Trend
Die Diversifizierung der Warenwelt schreitet unaufhörlich voran ...
... steht eine dicke fette Phrase
Scheint´s, es wird wohl Zeit, sich zu verabschieden! Traurig, ich bin!
Ich bedanke mich für die spannenden, für die lustigen und für die angriffslustigen, für die herausfordernden, aber auch für die kontroversiven und nachdenklichen, und immer gescheiten winderischen Hausaufgaben!
Schade, wenn dieses Fenster in die Tiefen der Wörterseeen geschlossen bleiben sollte.
Vielen Dank für die gemeinsamen, streitbaren Zeiten! Und aus ganzem Herzen alles Liebe und Gute für Sie, Herr Winder!
Die Hoffnung auf ein Wiederlesen gebe ich aber nicht auf.
Und kann mir jetzt bitte jemand dieses rote Stricherl erklären?!
Ich geb jetzt kein grünes Stricherl zum Ausgleich, weils eh wurscht ist, und danke Dir, liebe Lagos, einfach auf diesem Weg für Lachen und Inspiration.
Herzliche unbekannte Grüße und alles Liebe
...nun wird es bald Zeit für eine neue Herausforderung in Wiwö!
Der Mußestunden sind genug getan!
Aber wie sagte schon Cicero:
"Niemals bin ich weniger müßig als in meinen Mußestunden und niemals weniger einsam, als wenn ich allein bin".
Alsdann, auf einen baldigen Wöse!
(Roge, verzeihen Sie!)
was ihm die englischsprachige Presse schon seit vor der Hochzeit vorgeschöpft hat (z.B. am 25. April 2011: http://blogs.economictimes.indiatimes.com/Lettersfr... ed-kingdom ).
Und seien wir Ästheten ob des politischen Kräfteverhältnisses dankbar, das der deutschen Bundeskanzlerin die Erststelle im Portmanteau-Namen "Merkozy" gesichert und uns vor dem andernfalls drohenden Missklang "Sarkel" bewahrt hat.
Das ist scheinbar von TomKat (Tom Cruise, Katie Holmes) abgekupfert. Bennifer (Ben Affleck, Jennifer Lopez) sollten in der Glosse ebenfalls nicht fehlen. Warum wird bei diesen wundersamen Wortschöpfungen eigentlich immer die Frau hintangestellt?
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