Kärntner Hypo muss Land sechs Millionen zahlen

1. Mai 2012, 14:38

Die Bank stellte die Zahlungen von Haftungsprovisionen an das Land Kärnten nach der Notverstaatlichung ein, das Urteil ist nicht rechtskräftig

Klagenfurt - Im Zivilrechtstreit um ausstehende Haftungsprovisionen in Millionenhöhe zwischen dem Land Kärnten und der Hypo Alpe Adria Bank hat das Land in erster Instanz gewonnen. Die Hypo Bank International sowie die Hypo Österreich wurden von Richterin Daniela Bliem verurteilt, insgesamt 6,21 Mio. Euro plus angefallener Zinsen zu zahlen,  teilte Landesgerichtssprecher Martin Reiter mit. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Die Bank hatte sich in dem Streit auf den Standpunkt gestellt, dass dem Land seit der Notverstaatlichung der Hypo im Dezember 2009 keine Haftungsprovisionen mehr zustünden. Kärnten hatte von 1997 bis 2010 etwa 140 Mio. Euro solcher Provisionen kassiert. Ende 2011 betrug die Landeshaftung noch rund 19 Mrd. Euro. Diese wird allerdings kontinuierlich weniger und läuft 2017 endgültig aus.

Richterin Bliem hatte das Verfahren bereits im Februar verhandelt und als "spruchreif" qualifiziert. Nun wurde das schriftliche Urteil zugestellt. Bliem hatte erklärt, dass es in dem Streit lediglich Rechtsfragen zu klären gäbe. Anträge auf Zeugenbefragungen und die Beiziehung eines Sachverständigen hatte sie als "unerheblich" abgelehnt. Konkret muss nun die Hypo Bank International dem Land Kärnten 4,947 Mio. Euro und die Hypo Österreich 1,263 Mio. Euro samt der angefallenen Zinsen nachzahlen.

"Jedes andere Urteil wäre ein Überraschung gewesen", sagte der Rechtsvertreter des Landes, Ferdinand Lanker. Aus rechtlicher Sicht sei "keine andere Auslegung möglich" gewesen, so der Anwalt. Ob das Verfahren nun in die nächste Instanz geht, war vorerst offen. (APA, 1.5.2012)

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Wir retten die Hypo und jetzt auch Kärnten ein zweites Mal.

Danke, ich zahle GERNE noch einige Male ;-(

die hypo wird mit steuerzahlers geld gerettet

also müssen die bundesforderungen aufrecht bleiben und das geld muss zurück in den bundeshaushalt fließen! mein vorschlag: keine dividenden und boni, solange das unternehmen beim steuerzahler verschuldet ist!

Die dachten wohl das mit dem ableben des Sonnengottes auch seine Forderungen gestorben sind, aber anscheinend wollen die Nachfahren auch noch mitschneiden.

wow

bei 19 milliarden gesamt sind 6 millionen ja fast ein tropfen am heissen stein...
sehr gut.

österreich darf nicht kärnten werden

und warum zahlt kärnten

keine haftungsprovision an den bund?

eine frechheit, das ganze.

Peanuts

bei 600Mio waers "aha" bei 6 ists reine druckerschwärze verschwendung.

D.

Kärnten

das Grichenland Österreichs.

Griechenland ist seriös im Vergleich zu Kärnten.

Bekommen wir das Geld jetzt zurück, oder behalten sich das die Kärtner Apparatschniggs?

Laut "Kleiner Zeitung" frohlockt LR Dobernig

"Die Gerechtigkeit hat gesiegt!"; und weiter (sinngemäß) "Der Versuch, alles, was aus Kärnten kommt, in Wien zu kriminalisieren, ist gescheitert!"

Glaubt dieser "Herr" eigentlich selber, was er so sagt?
Und was macht das Land Kärnten jetzt mit dem Geld? Vielleicht wieder ein paar Jubelbroschüren oder eine dringend notwendige Inseratenkampagne?

Aus rein rechtlicher Sicht ...

... geht das Urteil in Ordnung (weil Ende 2009 irgendwer durchgedreht hat - die Bank war eine bayerische).

Macht aber nix. Der Bund hat ein paar Mrd in der Bank, die sowieso zum Abschreiben sind. Also lässt man die Hypo Pleite gehn und dann schau ich mir die Gesichter der Kärntner Landespolitik und der Kärntner, die das gewählt haben haben, an :)

Ganz richtig kassieren sollen die Kärtner

Und dann sofort an den Bund weiterleiten, denn der haftet schließlich und endlich.

Also der Staat zahlt "sich selber" 6 Millionen

ok, sehr sinnvoll

Der ö steuerzahler zahlt der kärntner regierung

...kleiner unterschied

Eigentlich logische Entscheidung, denn Kärnten haftet ja bis 2017 weiterhin für die Alt-Kredite.

Und ob der Eigentümer nun die Bayrische Landesbank (2007-2009), oder die Republik Österreich ist, ändert nix am Anspruch auf die Haftungsprovision.

Der Eigentümer ändert nichts, stimmt.

Aber Kärnten ist gar nicht in der Lage, für diese Beträge zu haften - und kassiert dennoch. Das ist doch das Substrat der Anklage.

Ist doch wunderbar,

dann MUSS die Hypo auch die Landeshaftung ziehen, sonst würde sich doch der Vorstand strafbar machen, der kann doch kein Geld verschenken. Ergebnis: Das Land Kärnten zahlt jedes Jahr soviel, dass es gerade nicht pleite geht, die Republik nur subsidiär den (noch immer viel grösseren) Rest.
Gruß nach Klagenfurt: Bestandsaufnahme bitte, was noch nicht verscherbelt wurde, ist zu verkaufen, Landesgehälter einfrieren, Landtag verkleinern, Diensträder statt Dienstautos, Ende mit Geldgeschenken und Subventionen.

nennt man Kassasturz oder so ähnlich!

Bin dafür! zudem noch die Nutznießer enteignen und auf Mindestgehalt pfänden...

Das Land Kärnten zahlt jedes Jahr soviel, dass es gerade nicht pleite geht

... das wäre wohl in etwa minus 3,5 Mio. EUR, oder?

.

Mit welchem Recht sollte die Hypo die Haftung ziehen können?

Solange sie de jure nicht pleite ist, darf sie brav Avalprovision an das Land Kärnten zahlen.

Obwohl bereits der ö. Steuerzahler haftet???

Unfassbar ...

Nun müsste eigentlich Kärnten Haftungsgelder an die Republik zahlen.

na großartig, erst fahrens das werkl gegen die wand und jetzt ziehens noch weiter geld raus ... echt grauslich

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