"Piratenamnestie": "iTunes Match" in Österreich verfügbar

1. Mai 2012, 10:42
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Cloud-Dienst von Apple - Songs können online gespeichert und abgerufen werden

"iTunes Match" ist in Österreich gelandet. Das Cloud-Service ermöglicht iTunes-Kunden, ihre bei Apple gekaufte Musik (auch frühere) auf bis zu zehn Geräten automatisch zu synchronisieren.

Eine Art Amnestie

Und es gewährt eine Art billige Amnestie für illegal kopierte Musik vom eigenen PC oder Mac: Um 24,99 Euro pro Jahr werden die in der eigenen Musiksammlung vorhandenen Titel mit der iTunes-Datenbank gematcht, damit sie gleichfalls automatisch für andere Geräte desselben Benutzers bereitstehen.

Geänderte iTunes-Geschäftsbedingungen

Offiziell hat Apple den Start des Services noch nicht verkündet. Um "iTunes Match" in Österreich nutzen zu können, müssen User den geänderten iTunes-Geschäftsbedingungen zustimmen. Zusätzlich ist "iTunes Match" nun auch in Griechenland, Italien und Portugal verfügbar.

Ablasszahlung

Natürlich wird "iTunes Match" - so der Produktname - nicht als Ablasszahlung definiert. Und tatsächlich ist es auch ein subtiler Weg der Musikindustrie und von Apple, die von gekauften CDs importierte eigene Musik ein zweites Mal zu besteuern - eine Art Festplattenabgabe in der Internetwolke. 70 Prozent der Jahresgebühr teilen sich Labels und Musikverlage, 30 Prozent bleiben bei Apple. Aber da niemand nachprüft, was der Ursprung der abgeglichenen Musik ist, kann "iTunes Match" auch als eine Waschanlage für Kopien dienen. 

Deals mit der Musikindustrie

Für den Dienst erweiterte Apple speziell seine Verträge mit der Musikindustrie. "Match" ist Teil von Apples iCloud-Angebot, mit dem Inhalte nahtlos über das Netz zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden.

Wiederverkauf

Apple ist mit seiner iTunes-Plattform der weltgrößte Musikverkäufer. Allerdings gibt es immer wieder neue Rivalen wie etwa Spotify, Pandora oder Simfy, die Musik direkt aus dem Netz abspielen. (sum/ APA/red, 01.05. 2012)

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    "iTunes Match"  greift bei einem Abgleich automatisch auf die Millionen Titel zurück, die zum Angebot von Apples iTunes-Shop gehören. Tatsächlich hochgeladen werden nur die Songs, die Apple nicht auf seinen Servern hat. Für den Dienst erweiterte Apple speziell seine Verträge mit der Musikindustrie.

    Match ist Teil von Apples iCloud-Angebot, mit dem Inhalte nahtlos über das Netz zwischen verschiedenen Geräten synchronisiert werden.

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