Gespräche über "Tagesschau"-App in Deutschland gescheitert

Zeitungsverleger kündigen Fortsetzung der Klage an

Die Verhandlungen der deutschen Zeitungsverleger mit ARD und ZDF über die Internet-Angebote der öffentlich-rechtlichen Sender sind gescheitert. Der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) kündigte am Montag die Fortsetzung der Klage gegen die "Tagesschau"-App vor dem Landgericht Köln an. Die Sender seien von einer unterschriftsreifen gemeinsamen Erklärung abgerückt, erklärte BDZV-Präsident Helmut Heinen am Montag in Berlin. Offenbar gebe es keine Einigkeit unter den Sendern, erklärte Heinen. Von ARD und ZDF war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Bedauerlich

"Es ist bedauerlich, dass die Selbstverständlichkeit einer Überprüfung des Textumfangs in gebührenfinanzierten Angeboten nicht allen Sendeanstalten vermittelbar ist", erklärte Heinen.

Hintergrund ist die Klage von acht Verlagen gehen die kostenlose "Tagesschau"-Anwendung für Tablet-PCs und Smartphones. Die Verleger betrachten dies als unfaire Konkurrenz zu ihren kostenpflichtigen Angeboten, da die App mit langen Texten neben "Tagesschau"-Videos "presseähnlich" sei. Das Kölner Landgericht hatte ARD und ZDF den Zeitungsverlegern eine außergerichtliche Einigung nahegelegt. Nach Ablauf der Frist für Einigung an diesem Montag wollen die Verleger nun weiter den Klageweg beschreiten. (APA, 30.04. 2012)

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