Lebenslange Olympia-Sperren unzulässig

Sportgerichtshof erklärt ewigen Ausschluss von Dopingbetrügern für nicht zulässig - Leichtathlet Chambers und Radprofi Millar in London teilnahmeberechtigt

London - Der Internationale Sportgerichtshof (CAS) hat einen lebenslangen Olympia-Ausschluss von Dopingbetrügern für nicht zulässig erklärt. So lautet das am Montag veröffentlichte Urteil im Rechtsstreit zwischen dem Nationalen Olympischen Komitee Großbritanniens (BOA) und der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Der lebenslange, im BOA-Regelwerk vorgesehene Bann sei nicht mit dem WADA-Kodex vereinbar, hieß es.

Damit dürfen frühere, mit dem lebenslangen Olympia-Ausschluss bestrafte Dopingsünder wie der Leichtathlet Dwain Chambers und der Radprofi David Millar an Olympia im Sommer in London teilnehmen. Die Weltagentur hatte den Olympia-Ausschluss auf Lebenszeit angefochten, weil er gegen den WADA-Code verstößt. Als einziges NOK der Welt verhängte das BOA lebenslange Olympia-Sperren gegen Dopingbetrüger. Die Regel war 1992 eingeführt worden.

Das CAS hatte im vergangenen Jahr bereits die sogenannte Osaka-Regel des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) für ungültig erklärt, nach der Dopingsünder automatisch von den nächsten Olympischen Spielen ausgeschlossen waren. Auch diese Regel stand im Widerspruch zum WADA-Kodex. (APA, 30.4.2012)

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