Nachrichten in aller Kürze
Alles zur Community
Nachrichten, die zu Ihnen kommen: Newsletter, Feeds und SMS
Alles zu unseren mobilen Angeboten: Apps, Mobilversion und SMS
Unsere Radio- und TV-Angebote
Die Zeitung im Internet: Abo, E-Paper, Anzeigen und mehr
Alles über die Redaktion von derStandard.at
Alles über Onlinewerbung, Stellenanzeigen und Immobilieninserate
vergrößern 645x820Wien - Die neuen Parkpickerlzonen in Wien stehen nun offiziell fest: Am Montag ist in einer Sitzung der Magistratsabteilungen 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) und 46 (Verkehrsorganisation) fixiert worden, dass Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus mit Oktober flächendeckend zur Kurzpark- bzw. Parkpickerlzone werden. In Ottakring kommt die Gebührenpflicht fast flächendeckend, nur ab der Savoyenstraße wird man dann noch gratis parken können. In Hernals und Penzing werden unterschiedliche Grenzen gezogen, diese gehen aber über die Vorortelinie (S 45) hinaus.
Am behördlichen Verfahren nahmen unter anderem auch Vertreter der Bezirke und der Interessenvertretungen, Sachverständige und Polizei teil. "Es hat in einzelnen Fragen Diskussionsbedarf gegeben. Aber grundsätzlich war aufgrund der Abstimmungsgespräche, die vorher stattgefunden haben, weitestgehende Übereinstimmung da", berichtete der zuständige Koordinator Leopold Bubak nach der knapp vierstündigen Sitzung.
Flächendeckend oder mit Ausnahmen
In Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus wird man ab Herbst im ganzen Bezirk fürs Parken zahlen müssen. In Meidling sind jedoch jene Straßen im Verlauf der westlichen, südlichen und südöstlichen Bezirksgrenze davon ausgenommen. In Ottakring kommt das Pickerl fast flächendeckend - vom Gürtel bis zum Straßenzug Savoyenstraße und Oberwiedenstraße. In der Savoyenstraße selbst wird man keinen Parkschein ausfüllen müssen.
In Hernals werden Autofahrer ab Oktober zwischen Gürtel und dem Straßenzug Güpferlingstraße, Alszeile und Lidlgasse fürs Parken zahlen müssen. Penzing wird ebenfalls nur teilweise Gebühren einheben. Die Grenzen dort verlaufen einerseits vom 15. Bezirk in Richtung Westen bis zum Straßenzug Maroltingergasse, Ameisgasse und Leyserstraße bzw. dann weiter in Richtung Westen im Abschnitt zwischen Westbahntrasse und Wiental bis etwa zur U4-Endstation Hütteldorf. Beim Bahnhof ist eine Insellösung geplant. Dort soll die Parkschein- bzw. Pickerlpflicht nicht - wie üblich - von 9.00 bis 22.00 Uhr gelten, sondern nur zwischen 12.00 bis 18.00 Uhr.
Überlappungszonen
Festgelegt wurden heute auch die Überlappungszonen. Dabei handelt es sich um jene Areale, in denen zwei Parkpickerl-Bezirke aneinanderstoßen und Anrainer mit einer Berechtigung für den einen Bezirk auch im Grenzgebiet des anderen Bezirks parken dürfen. Diese werde es in jedem Bezirk außer Meidling geben, so Bubak. Weiters sind in Hernals und Penzing Berechtigungszonen geplant. Damit sollen jenen Anrainern, die nicht unmittelbar in den Kurzparkzonen wohnen, aber bei der Parkplatzsuche davon betroffen sind, die Möglichkeit haben, ebenfalls das Pickerl zu beantragen.
Als nächster Schritt folgen nun entsprechende Verordnungserlasse - gewissermaßen die rechtliche Basis für die Pickerleinführung. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) betonte in einer Aussendung erneut die Notwendigkeit, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen: "Auch wenn die Maßnahme auf den ersten Blick schmerzen mag, die Stadt muss sich gegen die Blechlawine aus dem Umland schützen. Und das Parkpickerl schafft hier Abhilfe." Mittlerweile sei in vielen Grätzeln der Außenbezirke der zur Verfügung stehende Parkraum voll ausgelastet und die Bewohner würden keinen Stellplatz mehr vorfinden. Rund ein Viertel der in diesen Bezirken parkenden Autos habe ein Nicht-Wiener-Kennzeichen.
Kritik an Grenzziehung
Die Grenzziehung im 16. Bezirk sorgte für Kritik vonseiten des ÖAMTC. "Die Zone ist höchstens bis zur Wattgasse-Schmelz-Johnstraße gerechtfertigt", ärgerte sich Martin Hoffer, Jurist des Verkehrsclubs, heute in einer Aussendung. "Sollte die massive Ausweitung, sogar noch weit über die Vorortelinie hinaus, trotzdem passieren, dürfte die Sache vor dem Verfassungsgerichtshof landen", warnte er. Bubak sieht die Stadt im Recht: "Aufgrund der vorliegenden Studien, die gemacht wurden, ist es rechtlich schon zulässig, weil sich durch die Kurzparkzone auch die Situation in den jetzt weniger problematischen Bereichen verändern würde. Dadurch ist die Ausweitung auch im Sinne der Bevölkerung erforderlich und auch vom Bezirk dann gewünscht."
Anrainer können die neuen Pickerl ab 1. August bestellen, Unternehmen können die Stellplatzerlaubnis bereits ab 1. Juli beantragen. Die zulässige Parkdauer, also für Pkw-Besitzer ohne Pickerl, wird in den neuen Gebieten drei Stunden - und nicht wie in den "alten" Pickerlbezirken zwei Stunden - betragen.
Im Gegensatz zu den fünf neuen Parkpickerlbezirken hat die Bezirksvorstehung in Favoriten beschlossen, die Kurzparkzone nicht einzuführen. In Währing stimmte bei einer Bürgerbefragung die Mehrheit gegen die Einführung. Zusätzlich wird auch in Simmering, Hietzing, Döbling, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing das Parken weiterhin gratis bleiben. (APA, 30.4.2012)
Änderung soll im September in Kraft treten, ARBÖ und ÖVP begrüßen Entscheidung
Wegen Zonen-Ausweitung fließen heuer 138 Millionen Euro in die Kassen der Stadt
Der ehemalige Planungsdirektor Arnold Klotz hat in den 90er-Jahren das Wiener Parkpickerl "erfunden"
Klare Mehrheit von 78,5 Prozent dagegen - Beteiligung von rund 59 Prozent
Sollte die Entscheidungsgewalt über das Wiener Parkpickerl nach der Volksbefragung ins Rathaus wandern, hätten Bezirkschefs dennoch das letzte Wort. Stadträtin Vassilakou hofft auf deren Einsichtigkeit
Rote Bezirkschefs empfehlen, bei Volksbefragung gegen Zentralisierung der Parkraumbewirtschaftung zu stimmen
56,05 Prozent stimmten dagegen - Homole: "Schallende Ohrfeige" für Rot-Grün - Vassilakou führt Ablehnung auf VP-Desinformation zurück
Das Befragungsergebnis wird heute verkündet - 37.000 Stimmberechtigte
Autofahrer sollen besonders bei Schnee achten, ob sie Öffis Weg versperren
Dienst-Pkws brauchen Parkpickerl, Privatnutzung muss versteuert werden
Laut der Stadt handelt es sich um kein Privileg, sondern um eine "übliche Regelung"
Bezirksvorsitzender Homole gab mittels Notkompetenz Geld frei, wurde nachträglich im Ausschuss nicht genehmigt
Die Formel "Parkpickerlausweitung bringt Parkplätze plus wütende Anrainer in den Gratiszonen" wiederholt sich auch bei der Ausweitung der Ausweitung. Doch für Pickerlflüchtlinge und Pendler wird es eng in Wien - manche fühlen sich von der Stadt erpresst
Städtischer Parkpickerlkoordinator: Prozedere würde vier bis sechs Monate dauern
Warum Wien für Parkplätze im Umland zahlt und ein Verkehrsplaner das nicht Zusammenarbeit nennt
An Wochenenden und Feiertagen kann man weiterhin gebührenfrei parken
Unterlagen inklusive Stimmzettel werden noch im Jänner verschickt - Ergebnisse für Februar erwartet - Döbling will nur unter Zugzwang abstimmen lassen
Bezirksvorsteher Homole lehnt Beschlussantrag mit Verweis auf Stadtverfassung ab
Expertenrunde hat Vorschläge vorgelegt: Größere Parkzonen und Preisstaffelung möglich
Rot-grüne Mehrheit will ÖVP-Bezirksvorsteher Homole überstimmen
Die Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik sieht in der Ausweitung einen Impuls in Richtung nachhaltige Mobilität und Klimaschutz im urbanen Raum
Club sieht sich in Forderung nach Zonen bestärkt - SPÖ will gemeinsame Zone für 18. und 19. Bezirk
Umfrage: Sechs von zehn Autofahrern sehen Verbesserung seit Einführung
Anrainer können ab sofort ein Parkpickerl für erweiterte Kurzparkzonen in Penzing, Ottakring und Hernals beantragen
nabumsti wrote:"70% der Wr. Feinstaubbelastung ist nicht selbstgemacht sondern bringt uns der Wind.
Von den verbliebenen 30% kommen die eine Hälfte von Industrie und Hausbrand . dann bleiben noch insgesamt 15% für den Verkehr.
Von diesen 15% entfallen ein Großteil auf die Straßenbahn (Zermalmen von Quartzsand beim Bremsen) und den Schwerverkehr ...
Das habe ich Ihnen doch schon ein paar Mal geschrieben? Warum ignorieren sie die Realität? Weil sie nicht in Ihr autohassendes Weltbild passt?"
Alle Smogwege fuehren nach Wien! Wien das Rom der Autoabgase der Welt. Und die quarzzermalmende Strassenbahn, dass Monster. hahhaha
Muss dem Bumsti recht geben, seine schlage...errr...zermalmende Argumente sind echt ein Hammer.
:-))))
Das ist eine dünnbesiedelte Einfamilienhausgegend da draussen, dort parkt kein Pendler.
Unglaublich, wie die Grüninnen die Bürger verachten.
Aber wir bleiben euch nichts schuldig, bei der nächsten Wahl seid ihr weg, ihr elendes Geschmeiß.
Dann könnts euch einen Job suchen.
Liebe Grüne, danke für die Einschränkungen und Benachteiligungen von uns Familien, Alten und Nicht FahrradstudentInnen - werde ich mir merken und jeder erzählen die ich treffe! Wie es nach Euch geht können nur mehr Reiche mit dem Auto in Wien fahren - klar Bobo- Double- income-nokids- Politik der kinderlosen Obergscheiten!
Einfach zum Nachdenken: die bestehenden, hell eingefärbten Zonen hat die SPÖ Wien während ihrer Alleinregierung eingeführt. Die klassische Bobo- Double- income-nokids-Partei, ich weiß.
Wer sich ein Auto leisten kann, kann sich auch einen Parkschein leisten, wenn er mit seiner Familie auf Besuch nach Wien kommt.
Also ich finde Parkpickerl nur konsequent. Fern jeder ideologisch-politischen Diskussion ist es doch ganz einfach: wünschenswert ist es für eine Stadt, wenn es weniger Autos gibt. Das ändert nichts daran, dass der einzelne es genießt, im schnuckelig warmen Auto geborgen Radio zu hören. Aber da das nun mal für andere Konsequenzen hat (Lärm, Abgase, Platzmangel), muss dieser Luxus von der Gesellschaft auch in Rechnung gestellt werden. Wäre ja auch fein, wenn ich eine Fläche in der Größe eines Parkplatzes gratis zur Verfügung gestellt bekommen würde - damit könnte ich schon was anfangen. Anders sieht die Sache natürlich für Pendler aus und jene, die dringend ein Auto benötigen...
Bin ganz Iher Meinung, die Autofahrer machen uns die Luft schlecht! jährl. Feinstaubgrenze wird bereits routinemäßig jedes Frühjahr im März überschritten, es sollten längst immer häufiger generelle Fahrverbote erlassen werden!
wie komm ich dazu den Dreck von Leuten einzuatmen, die völlig sinnlos herumkoffern, weil sie zu faul sind zu Fuß zu gehen, Mehrheit der Fahrten liegt weit unter 5 km Distanz und kann in Wien problemlos mit der STraßenbahn bewältigt werden!
70% der Wr. Feinstaubbelastung ist nicht selbstgemacht sondern bringt uns der Wind.
Von den verbliebenen 30% kommen die eine Hälfte von Industrie und Hausbrand . dann bleiben noch insgesamt 15% für den Verkehr.
Von diesen 15% entfallen ein Großteil auf die Straßenbahn (Zermalmen von Quartzsand beim Bremsen) und den Schwerverkehr ...
Das habe ich Ihnen doch schon ein paar Mal geschrieben? Warum ignorieren sie die Realität? Weil sie nicht in Ihr autohassendes Weltbild passt?
Kommt der Unfug mit der Straßenbahn aus der Studie, in der auch behauptet wurde, die U-Bahn wäre eine Mineralmühle*? Oder gibt es da inzwischen eine seriöse Untersuchung?
*)Wiener U-Bahn-Wagen haben generell keine Sandstreueinrichtungen. Wenn dies in einer Studie außer Acht gelassen wird, gehe ich davon aus, dass die restlichen Annahmen so einer Studie ebenfalls nicht wirklich korrekt sind.
Und den Schwerverkehr würd ich außer Acht lassen. Ohne LKW schauts in den Regalen nähmlich binnen TAGEN traurig aus. Natürlich auch auf der Tankstelle.
Sie geben dafür niemals Quellen an
Lesen Sie selbst, dass Ihre Angaben nicht richtig sind!
http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub
Außerdem sagen sie auch nichts aus, denn es geht ja gerade um das Verhältnis! Wenn eine Person sich in ein Auto setzt, das ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts hat, und dies in Bewegung setzt, daher wenn man 1000-1700 kg mit Benzin bewegt um max. 100 kg zu befördern, dann ist dieses Verhältnis nicht effizient!
Da wir nicht in der Lage sind Vulkanausbrüche zu vermeiden, können wir gg manche Verursacher von Feinstaub nichts unternehmen, das Auto, kann man aber in der überwiegenden Anzahl der Fälle (nämlich auf kurze Strecken in der Stadt) stehen lassen, auch wenn das nicht bequem ist!
...das ist aber auch schon alles, was da an Info dransteckt...
Stellen Sie sich doch mal vor, Sie kommen aus einem Land, in dem es Parkuhren gibt, lesen, weil zufällig des Deutschen mächtig, "Kurzparkzone" - schön, & was machen Sie mit der Info? Parkuhren finden Sie keine, wie Sie sonst noch die Gebühren entrichten könnten, erschließt sich Ihnen nicht.
Daß es nach Bezirken gegliedert sein könnte - & auch noch unterschiedl ist teilweise - hey sorry, es blicken schon manche Anwohner nicht durch...
Etwas mehr Details wären schon nett. ^^
Die Bezirksgrenzen brauchen einen Touristen ohnehin nicht zu interessieren. Denn zahlen muss er sowieso in jedem Parkpickerlbezirk immer gleich viel. Wenn jemand mit dem Auto nach Wien fährt, muss er sich eben vorher über die Parkplatzsituation entsprechend informieren. Wenn ich nach Paris reise, muss ich das auch tun, denn auch dort gibt es, wie in nahezu jeder anderen großen Stadt, ensprechende Kurzparkregelungen.
naja, dazu muss ich nicht mal tourist sein, um mich vorher zu informieren.
nicht jeder wiener oder in wien ansässige weiß auf anhieb wo bezirksgrenzen verlaufen, und wird sich wohl auch kaum merken können in welchem bezirk denn nun gebühren zu entrichten sind, oder nicht.
geschweige denn ob nun in diesem teil des bezirkes gebühren fällig sind, oder doch nicht.
Ich war letztens in München und habe es tatsächlich mühelos geschafft, dort kostenpflichtig zu parken ohne verhaftet zu werden. Obwohl ich mir sogar vorher diese grüne Umweltplakette besorgen musste, um in die Innere Stadt überhaupt reinfahren zu dürfen.
Das geht alles, Leute!
Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.