Parkpickerl in Wien: Zonen offiziell fixiert

30. April 2012, 16:53

Flächendeckende Einführung in Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus - Drei Stunden Parkdauer für Autos ohne Pickerl

Wien - Die neuen Parkpickerlzonen in Wien stehen nun offiziell fest: Am Montag ist in einer Sitzung der Magistratsabteilungen 65 (Rechtliche Verkehrsangelegenheiten) und 46 (Verkehrsorganisation) fixiert worden, dass Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus mit Oktober flächendeckend zur Kurzpark- bzw. Parkpickerlzone werden. In Ottakring kommt die Gebührenpflicht fast flächendeckend, nur ab der Savoyenstraße wird man dann noch gratis parken können. In Hernals und Penzing werden unterschiedliche Grenzen gezogen, diese gehen aber über die Vorortelinie (S 45) hinaus.

Am behördlichen Verfahren nahmen unter anderem auch Vertreter der Bezirke und der Interessenvertretungen, Sachverständige und Polizei teil. "Es hat in einzelnen Fragen Diskussionsbedarf gegeben. Aber grundsätzlich war aufgrund der Abstimmungsgespräche, die vorher stattgefunden haben, weitestgehende Übereinstimmung da", berichtete der zuständige Koordinator Leopold Bubak nach der knapp vierstündigen Sitzung.

Flächendeckend oder mit Ausnahmen

In Meidling und Rudolfsheim-Fünfhaus wird man ab Herbst im ganzen Bezirk fürs Parken zahlen müssen. In Meidling sind jedoch jene Straßen im Verlauf der westlichen, südlichen und südöstlichen Bezirksgrenze davon ausgenommen. In Ottakring kommt das Pickerl fast flächendeckend - vom Gürtel bis zum Straßenzug Savoyenstraße und Oberwiedenstraße. In der Savoyenstraße selbst wird man keinen Parkschein ausfüllen müssen.

In Hernals werden Autofahrer ab Oktober zwischen Gürtel und dem Straßenzug Güpferlingstraße, Alszeile und Lidlgasse fürs Parken zahlen müssen. Penzing wird ebenfalls nur teilweise Gebühren einheben. Die Grenzen dort verlaufen einerseits vom 15. Bezirk in Richtung Westen bis zum Straßenzug Maroltingergasse, Ameisgasse und Leyserstraße bzw. dann weiter in Richtung Westen im Abschnitt zwischen Westbahntrasse und Wiental bis etwa zur U4-Endstation Hütteldorf. Beim Bahnhof ist eine Insellösung geplant. Dort soll die Parkschein- bzw. Pickerlpflicht nicht - wie üblich - von 9.00 bis 22.00 Uhr gelten, sondern nur zwischen 12.00 bis 18.00 Uhr.

Überlappungszonen

Festgelegt wurden heute auch die Überlappungszonen. Dabei handelt es sich um jene Areale, in denen zwei Parkpickerl-Bezirke aneinanderstoßen und Anrainer mit einer Berechtigung für den einen Bezirk auch im Grenzgebiet des anderen Bezirks parken dürfen. Diese werde es in jedem Bezirk außer Meidling geben, so Bubak. Weiters sind in Hernals und Penzing Berechtigungszonen geplant. Damit sollen jenen Anrainern, die nicht unmittelbar in den Kurzparkzonen wohnen, aber bei der Parkplatzsuche davon betroffen sind, die Möglichkeit haben, ebenfalls das Pickerl zu beantragen.

Als nächster Schritt folgen nun entsprechende Verordnungserlasse - gewissermaßen die rechtliche Basis für die Pickerleinführung. Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) betonte in einer Aussendung erneut die Notwendigkeit, die Parkraumbewirtschaftung auszudehnen: "Auch wenn die Maßnahme auf den ersten Blick schmerzen mag, die Stadt muss sich gegen die Blechlawine aus dem Umland schützen. Und das Parkpickerl schafft hier Abhilfe." Mittlerweile sei in vielen Grätzeln der Außenbezirke der zur Verfügung stehende Parkraum voll ausgelastet und die Bewohner würden keinen Stellplatz mehr vorfinden. Rund ein Viertel der in diesen Bezirken parkenden Autos habe ein Nicht-Wiener-Kennzeichen.

Kritik an Grenzziehung

Die Grenzziehung im 16. Bezirk sorgte für Kritik vonseiten des ÖAMTC. "Die Zone ist höchstens bis zur Wattgasse-Schmelz-Johnstraße gerechtfertigt", ärgerte sich Martin Hoffer, Jurist des Verkehrsclubs, heute in einer Aussendung. "Sollte die massive Ausweitung, sogar noch weit über die Vorortelinie hinaus, trotzdem passieren, dürfte die Sache vor dem Verfassungsgerichtshof landen", warnte er. Bubak sieht die Stadt im Recht: "Aufgrund der vorliegenden Studien, die gemacht wurden, ist es rechtlich schon zulässig, weil sich durch die Kurzparkzone auch die Situation in den jetzt weniger problematischen Bereichen verändern würde. Dadurch ist die Ausweitung auch im Sinne der Bevölkerung erforderlich und auch vom Bezirk dann gewünscht."

Anrainer können die neuen Pickerl ab 1. August bestellen, Unternehmen können die Stellplatzerlaubnis bereits ab 1. Juli beantragen. Die zulässige Parkdauer, also für Pkw-Besitzer ohne Pickerl, wird in den neuen Gebieten drei Stunden - und nicht wie in den "alten" Pickerlbezirken zwei Stunden - betragen.

Im Gegensatz zu den fünf neuen Parkpickerlbezirken hat die Bezirksvorstehung in Favoriten beschlossen, die Kurzparkzone nicht einzuführen. In Währing stimmte bei einer Bürgerbefragung die Mehrheit gegen die Einführung. Zusätzlich wird auch in Simmering, Hietzing, Döbling, Floridsdorf, Donaustadt und Liesing das Parken weiterhin gratis bleiben. (APA, 30.4.2012)

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omg, das ist sooo lustig, danke fuer den lacher hihihihihih

nabumsti wrote:"70% der Wr. Feinstaubbelastung ist nicht selbstgemacht sondern bringt uns der Wind.

Von den verbliebenen 30% kommen die eine Hälfte von Industrie und Hausbrand . dann bleiben noch insgesamt 15% für den Verkehr.

Von diesen 15% entfallen ein Großteil auf die Straßenbahn (Zermalmen von Quartzsand beim Bremsen) und den Schwerverkehr ...

Das habe ich Ihnen doch schon ein paar Mal geschrieben? Warum ignorieren sie die Realität? Weil sie nicht in Ihr autohassendes Weltbild passt?"

Alle Smogwege fuehren nach Wien! Wien das Rom der Autoabgase der Welt. Und die quarzzermalmende Strassenbahn, dass Monster. hahhaha

Muss dem Bumsti recht geben, seine schlage...errr...zermalmende Argumente sind echt ein Hammer.

:-))))

Savoyengasse!!

Das ist eine dünnbesiedelte Einfamilienhausgegend da draussen, dort parkt kein Pendler.

Unglaublich, wie die Grüninnen die Bürger verachten.

Aber wir bleiben euch nichts schuldig, bei der nächsten Wahl seid ihr weg, ihr elendes Geschmeiß.
Dann könnts euch einen Job suchen.

Dort wohnt sicher ein Oberwappler, der es sich gerichtet hat.

Gegen Familien

Liebe Grüne, danke für die Einschränkungen und Benachteiligungen von uns Familien, Alten und Nicht FahrradstudentInnen - werde ich mir merken und jeder erzählen die ich treffe! Wie es nach Euch geht können nur mehr Reiche mit dem Auto in Wien fahren - klar Bobo- Double- income-nokids- Politik der kinderlosen Obergscheiten!

Keine Sorge,

gerade alte Menschen, Berufstätige und Kinder benutzen für ihre Wege überwiegend ÖPNV, Rad und Fuß.

Einfach zum Nachdenken: die bestehenden, hell eingefärbten Zonen hat die SPÖ Wien während ihrer Alleinregierung eingeführt. Die klassische Bobo- Double- income-nokids-Partei, ich weiß.

Wer sich ein Auto leisten kann, kann sich auch einen Parkschein leisten, wenn er mit seiner Familie auf Besuch nach Wien kommt.

Also ich finde Parkpickerl nur konsequent. Fern jeder ideologisch-politischen Diskussion ist es doch ganz einfach: wünschenswert ist es für eine Stadt, wenn es weniger Autos gibt. Das ändert nichts daran, dass der einzelne es genießt, im schnuckelig warmen Auto geborgen Radio zu hören. Aber da das nun mal für andere Konsequenzen hat (Lärm, Abgase, Platzmangel), muss dieser Luxus von der Gesellschaft auch in Rechnung gestellt werden. Wäre ja auch fein, wenn ich eine Fläche in der Größe eines Parkplatzes gratis zur Verfügung gestellt bekommen würde - damit könnte ich schon was anfangen. Anders sieht die Sache natürlich für Pendler aus und jene, die dringend ein Auto benötigen...

Bin ganz Iher Meinung, die Autofahrer machen uns die Luft schlecht! jährl. Feinstaubgrenze wird bereits routinemäßig jedes Frühjahr im März überschritten, es sollten längst immer häufiger generelle Fahrverbote erlassen werden!

wie komm ich dazu den Dreck von Leuten einzuatmen, die völlig sinnlos herumkoffern, weil sie zu faul sind zu Fuß zu gehen, Mehrheit der Fahrten liegt weit unter 5 km Distanz und kann in Wien problemlos mit der STraßenbahn bewältigt werden!

70% der Wr. Feinstaubbelastung ist nicht selbstgemacht sondern bringt uns der Wind.

Von den verbliebenen 30% kommen die eine Hälfte von Industrie und Hausbrand . dann bleiben noch insgesamt 15% für den Verkehr.

Von diesen 15% entfallen ein Großteil auf die Straßenbahn (Zermalmen von Quartzsand beim Bremsen) und den Schwerverkehr ...

Das habe ich Ihnen doch schon ein paar Mal geschrieben? Warum ignorieren sie die Realität? Weil sie nicht in Ihr autohassendes Weltbild passt?

Kommt der Unfug mit der Straßenbahn aus der Studie, in der auch behauptet wurde, die U-Bahn wäre eine Mineralmühle*? Oder gibt es da inzwischen eine seriöse Untersuchung?

*)Wiener U-Bahn-Wagen haben generell keine Sandstreueinrichtungen. Wenn dies in einer Studie außer Acht gelassen wird, gehe ich davon aus, dass die restlichen Annahmen so einer Studie ebenfalls nicht wirklich korrekt sind.

Kommen's dem Bumsti nicht mit Fakten, die ignoriert er souverän.

Also wenn von den 15% nur mehr ein teil von der Strassenbahn kommt sieht man ja erst wie effizient die Öffis sind.

Und den Schwerverkehr würd ich außer Acht lassen. Ohne LKW schauts in den Regalen nähmlich binnen TAGEN traurig aus. Natürlich auch auf der Tankstelle.

Ja und dann die bösen Raucher

nicht vergessen! Was die Feinstaub machen . . . .

Jaja, und das Methangas der Kuhfladen ist an der Erderwärmung schuld....

Und jetzt noch mangelhafte Beschilderung und das große Abzocken kann beginnen.

Anders formuliert: Wer - vor allem welcher Nichtwiener - kennt sich da noch aus?!

ich bin keine autohasserin, aber ich mag die Mischung aus Arroganz, Besserwisserei und Ignoranz nicht!

Sie geben dafür niemals Quellen an
Lesen Sie selbst, dass Ihre Angaben nicht richtig sind!
http://de.wikipedia.org/wiki/Feinstaub

Außerdem sagen sie auch nichts aus, denn es geht ja gerade um das Verhältnis! Wenn eine Person sich in ein Auto setzt, das ein Vielfaches des eigenen Körpergewichts hat, und dies in Bewegung setzt, daher wenn man 1000-1700 kg mit Benzin bewegt um max. 100 kg zu befördern, dann ist dieses Verhältnis nicht effizient!

Da wir nicht in der Lage sind Vulkanausbrüche zu vermeiden, können wir gg manche Verursacher von Feinstaub nichts unternehmen, das Auto, kann man aber in der überwiegenden Anzahl der Fälle (nämlich auf kurze Strecken in der Stadt) stehen lassen, auch wenn das nicht bequem ist!

Was hat ihre Antwort mit meinem posting zu tun?

danke für das argument für einheitliche ganzflächige parkraumbewirtschaftung!

Autobahn-Einfahrt Wien,"In Wien gilt Kurzparkzone"!

...das ist aber auch schon alles, was da an Info dransteckt...

Stellen Sie sich doch mal vor, Sie kommen aus einem Land, in dem es Parkuhren gibt, lesen, weil zufällig des Deutschen mächtig, "Kurzparkzone" - schön, & was machen Sie mit der Info? Parkuhren finden Sie keine, wie Sie sonst noch die Gebühren entrichten könnten, erschließt sich Ihnen nicht.
Daß es nach Bezirken gegliedert sein könnte - & auch noch unterschiedl ist teilweise - hey sorry, es blicken schon manche Anwohner nicht durch...

Etwas mehr Details wären schon nett. ^^

Die Bezirksgrenzen brauchen einen Touristen ohnehin nicht zu interessieren. Denn zahlen muss er sowieso in jedem Parkpickerlbezirk immer gleich viel. Wenn jemand mit dem Auto nach Wien fährt, muss er sich eben vorher über die Parkplatzsituation entsprechend informieren. Wenn ich nach Paris reise, muss ich das auch tun, denn auch dort gibt es, wie in nahezu jeder anderen großen Stadt, ensprechende Kurzparkregelungen.

naja, dazu muss ich nicht mal tourist sein, um mich vorher zu informieren.

nicht jeder wiener oder in wien ansässige weiß auf anhieb wo bezirksgrenzen verlaufen, und wird sich wohl auch kaum merken können in welchem bezirk denn nun gebühren zu entrichten sind, oder nicht.
geschweige denn ob nun in diesem teil des bezirkes gebühren fällig sind, oder doch nicht.

Ich war letztens in München und habe es tatsächlich mühelos geschafft, dort kostenpflichtig zu parken ohne verhaftet zu werden. Obwohl ich mir sogar vorher diese grüne Umweltplakette besorgen musste, um in die Innere Stadt überhaupt reinfahren zu dürfen.

Das geht alles, Leute!

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