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Salzburg - Die Landschaft der privaten Salzburger Fernsehsender lichtet sich: Drei Monate nach dem Ende von Salzburg plus gibt nun auch der österreichische Privatfernseh-Pionier Ferdinand Wegscheider sein Jedermann TV auf. Der Sender, den gut die Hälfte der Salzburger Haushalte empfangen konnten, verschwindet mit 1. Mai vom Netz, bestätigte Wegscheider.
Der Fernsehmacher nannte wirtschaftliche Gründe als Ursache für das Aus. "Mehr will ich derzeit aber nicht kommentieren." Jedermann TV ist am 11. Oktober 2011 auf Sendung gegangen. 300.000 Euro haben Wegscheider, sein langjähriger Geschäftspartner Christian Jörgner und weitere sieben Gesellschafter in den Start des privaten TV-Projektes investiert. Sie haben ein stark an das frühere Salzburg TV angelehntes Programm angeboten. Ausgestrahlt wurden unter anderem ein einstündiges Wochenmagazin, das an fixen Sendeplätzen mehrmals täglich wiederholt wurde, tagesaktuelle Nachrichten, ein Wirtschaftsmagazin und ein Wochenkommentar Wegscheiders. Seinen Angaben zufolge hat das Unternehmen zuletzt rund zehn Mitarbeiter beschäftigt.
Kämpfer für freies Privatfernsehen
Wegscheiders und Jörgners Salzburg TV war 1995 der erste private Fernsehsender in Österreich, der anfangs nur über Kabel zu empfangen war. Als es nach fünf Betriebsjahren noch immer kein Privat-TV-Gesetz in Österreich gab und die Funküberwachung den illegalen Sender am Salzburger Untersberg abdrehte, den Salzburg TV erst Tage davor in Betrieb genommen hatte, trat Wegscheider Ende Oktober 2000 im Kampf um freies Privatfernsehen auf dem Alten Markt in Salzburg in einen unbefristeten Hungerstreik, den er dann aber zwei Wochen später nach der Kaprun-Katastrophe abbrach.
2007 übernahm die Red Bull Media House GmbH die Mehrheit an dem Sender und baute daraus Servus TV auf. Im Frühling 2008 verließ Wegscheider dann wegen unterschiedlicher Auffassungen über die zukünftige Gestaltung den Sender und gab seinen restlichen Vier-Prozent-Anteil ab. Vor eineinhalb Jahren starteten dann die Pläne für den Neueinstieg ins Privatfernsehen, der am 11. Oktober 2011 mit Jedermann TV verwirklicht wurde. (APA, 30.4.2012)
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Wenn man vom hochprofessionellen Produktionsbereich die Finger lässt, mit einer simplen Büroinfrastruktur, 3 Henkelmännern inkl. Drumherum und ebensovielen Schnittplätzen arbeitet, bleibt sogar genug übrig um die Ü-Stelle nach dem Playoutserver mit dem notwendigen Equipment für ein empfangsgerechtes Signal auszustatten.
Und dieses Produktionsumfeld wurde gerade beim alten Salzburg TV gut ausentwickelt.
Personalkosten sollten bei 300000 für ein Betriebsjahr mit drin gewesen sein.
Hat wohl ein wenig an der Werbung gemangelt, die den weiteren Betrieb finanziert.
... stimmen Ihre Angaben bestimmt.
Doch selbst im nicht "hochprofessionellen Produktionsbereich" dreht sich alles nur ums Geld, wie Wien 1 seinerzeit schon bewiesen hat. Hätte die Bawag da nicht Jahr für Jahr Unsummen reingebuttert, hätten die ihr Containerdorf in der Steinbauergasse damals auch nach 3 Monaten wieder zudrehen können...
Tja via Astra bekommt man jede Menge Regionalfernsehsender herein, vorallem aus Bayern. Vielleicht hätte sie sich diese Sender mal angesehen. JedermannTv war uninteressant und teils peinlich. Vielleicht hätte sich auch Wegscheider nicht ständig selbst ins Bild gesetzt.
So toll war der Sender nicht. Die Wochenkommentare vom Wegscheider waren teilweise ziemlich abstoßend.
Wie man einen Sender erfolgreich macht, kann man bei ServusTV beobachten. Die halten sich aus der Politik heraus und bringen einfach schöne Dinge die man gerne anschaut.
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