Grabsteine mit QR-Code legen Online-Vermächtnis an

Erinnerungen über Verstorbene können mit Smartphone abgerufen werden

Der Steinbildhauer Timothy Vincent mit Sitz in Deutschland hat Grabsteine mit integriertem QR-Code ins Sortiment aufgenommen. Auf diesen werden Informationen gespeichert, die mithilfe eines Smartphones oder Tablets von einer Internetseite abgerufen werden können. Angehörige können so Erinnerungen an die Verstorbenen in einem Online-Vermächtnis anlegen. Besonders bei der Generation der "digital natives" und jenen, die mit sozialen Medien aufwachsen, könnte die Idee auf Interesse stoßen.

Name, Sterbedaten und Videos

Ethische Probleme scheinen dabei nicht aufzutauchen. Auch das Trauerportal Aspetos zielt darauf ab, Familie und Freunden die Trauerarbeit mit dem Medium Internet zu erleichtern. Die Online-Kondolenzbücher und virtuelle Gedenkkerzen werden laut eigenen Angaben intensiv genützt. Welche Daten über den QR-Code lesbar sind, können die Hinterbliebenen frei wählen. Von Namen und Sterbedatum gibt es auch die Möglichkeit Musik und Videos hochzuladen.

Kirche aufgeschlossen

Auch Kirchenvertreter stehen der Online-Hinterlassenschaft aufgeschlossen gegenüber und sehen großes Potenzial für die Internet-Gräber, besonders bei der jungen Generation. Einen ganzheitlichen Umstieg auf die Integration von QR-Codes sei seitens der Kirche allerdings nicht angemessen. Das Risiko, weniger technikaffine Menschen auszuschließen, wolle man nicht eingehen. (ez, derStandard.at, 30.4.2012)

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...Möglichkeiten durch diese QR-Code....

viele Menschen wissen doch ganz genau das wenige Angehörige ihre Grabstätte besuchen bzw. die engste Familie in den meisten Fällen....und davor haben auch viele Angst, das sie vergessen werden....
wenn das mit eine HP verlinkt ist und man kann etwas dazu schreiben oder auch lesen was Freunde über den Verstorbenen sagen oder erzählen, können sich viel mehr Personen austauschen ohne sich alle vor dem Grabstein treffen zu müssen...........

Die Frage ist da wohl eher, wie lange ein Link auf ein Youtube video "gültig" ist...
Denn ich nehme an, dass die meisten QR-Codes auf Grabsteinen auf ein Youtube-Video verlinken würden...
sonst bekommt man in 5 Jahren nicht das vorgesehenene Video von der Mizi Tant, sondern irgenwas von der Muppets show...

You have been Rick-rolled!

logisch das die Kirche da aufgeschlossen ist, immerhin können sie damit gut Geld verdienen ;)

Vielleicht dazu noch ein Like-Button, damit man weiss wieviel Leute ihn vermissen.

Oder eher doch nicht, das kommt eher so als wär ma froh das er jetzt da liegt.

.....

ich sag nur - GENIAL!!!

super für geo-caching :)

Kommt auch Statusmeldung dazu?

Ich finde die Idee mit dem QR-Code gut.
Mir persönlich würde es auch gefallen, statt der herkömmlichen Gravur, ein dezentes LED Panel in den Grabstein zu integrieren, wo der Name, Geburts-, Todestag draufsteht.
Wäre wohl kostengünstiger als die Gravur, die Grabsteine sind ohnehin teuer genug.

Ein Pickerl mit den Daten wäre noch kostengünstiger und käme auch ohne Batterie aus.

qr-grabstein

... hab doch so was fesches letztens schon gesehen ! QR-Code direkt in Stein, sah aus wie ein Kreuz!!
Des will ich haben !!!! http://www.grabmal.info/

... hab ich letztens doch schon mal sowas gesehn - QR-Code direkt in Stein - Grabstein mit so einem eingemeisseltem Kreuz und QR-Code: http://grabmal.info/
na - des sieht fesch aus, will ich haben !!

DAS nenn' ich Geschäftsidee

Updates für Grabsteine- denn der nächste Standard kommt bestimmt...

In höchstens 10 Jahren...

.. kommt der genetische Code auf dem Datenchip am Grabstein. Für jedermann am neuesten Smartphone 8S von Apple abrufbar ;-)
Samsung patentiert daraufhin die Auferstehung der Toten per Gen-Expression, worauf es zu den ersten Handgreiflichkeiten zwischen den Gegnern vor dem amerikanischen Patentamt kommt ;-)

Dem "Rotstrichler" sei erklärt:

HUMOR ist - wenn man trotzdem lacht. Angesichts dieser fürchterlich blöden, von allen guten Geistern verlassenen Welt. (Musst erst lernen, gell ;-).

Wär normalerweise gar keinen Kommentar wert.

Witziger Humor bekommt ein grünes Stricherl. Sehr bemühter und ausnehmend unwitziger allerdings ein rotes.

Zugegeben...

.. es war noch viel zu wenig sarkastisch ;-)

Ich werde mir in Hinkunft noch mehr Mühe geben ;-))

War nicht sonderlich lustig. Aber auch nicht so schlecht, dass es ein rotes Stricherl rechtfertigt.

Das macht es einmal für Archäologen einfach. In 2000 Jahren mit Smarphone einscannen...vorher aber noch Werbung ;-)

was ist der unterschied

zwischen buchstaben und barcode....

Daß der Code selbst keine aussagekräftigen Informationen enthält (wie es eine Grabinschrift tut), sondern nur auf eine Seite im Internet verweist. Der Archäologe der Zukunft bringt also zunächst viel Zeit damit zu, diese rätselhafte Klötzchenschrift zu entziffern.... und fragt sich dann, wer der Herr http://digitaltrauer.com/56777656 war und warum er so einen komischen Namen hatte und wann und wie lange er gelebt haben könnte.

Tod 2.0

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