Facebook-Nutzer erzwingen Änderung der Nutzungsbedingungen

30. April 2012, 13:15

13.000 stimmten erneut gegen Überarbeitung - Abstimmung möglicherweise rechtswidrig

Aufgrund zahlreicher Proteste deutscher User muss Facebook wieder seine Nutzungsbedingungen ändern. Bereits vor einem Monat erreichten 36.000 Mitglieder eine Überarbeitung, die aber ebenfalls abgelehnt wurde. Bei insgesamt 13.000 Kommentaren klickten lediglich 200 Nutzer auf den "Like"-Button. Unterstützung bekommen sie von Datenschützern, die ebenfalls grobe Mängel in der Umsetzung sehen.

Nur ein Bruchteil der Mitglieder wird informiert

Anstehende Änderungen der Geschäftsbedingungen veröffentlicht das soziale Online-Netzwerk auf Facebook Site Governance. Da aber nur etwas mehr als zwei Millionen Mitglieder die Seite abonnieren, wird nur ein Teil der nach eigenen Angaben 900 Millionen Faceboook-Nutzer über geplante Änderungen informiert. Transparenz sehe anders aus, meinen die Kritiker.

Abstimmung möglicherweise nicht gültig

In einer Online-Abstimmung können User den Regeln entweder zustimmen oder eine Alternative vorgeschlagen. Im nächsten Anlauf könnte Facebook die Alternativen zur Wahl stellen. Allerdings war schon die vergangene Überarbeitung kompliziert formuliert. Marit Hansen, stellvertretende Landesdatenschützerin von Schleswig-Holstein, äußert Bedenken, dass Facebook Entwürfe vorstellen könnte, die rechtswidrig sind, schreibt Golem.

Sinkender Widerstand

Auch Verbraucher- und Datenschützer kritisieren die Vorgehensweise, nur einen geringen Anteil der Mitglieder über Änderungen der Nutzungsbedingungen zu informieren. Insbesondere das ewige "Hin und Her" könne dazu führen, dass die Nutzer frustriert seien. Hansen zufolge setzt Facebook möglicherweise sogar auf den Frustrationsfaktor und eine sinkende Auflehnungsbereitschaft der User.

Gesichtserkennung nicht erwähnt

Ein weiteres und brisantes Problem sehen die Datenschützer in der umstrittenen biometrischen Gesichtserkennung. In den Nutzungsbedingungen wird sie mit keinem Wort erwähnt. Auf die Forderung, eine Genehmigung der Betroffenen dafür einzuholen, sei Facebook bisher nicht eingegangen. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hat nun einen Verwaltungsakt angekündigt, der das Unternehmen verpflichten soll, seine Mitglieder über die Erfassung und Auswertung ihrer Bilder in Kenntnis zu setzen. Innerhalb von vier Wochen habe Facebook Zeit für einen Einspruch. (red, derStandard.at, 30.4.2012)

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Eine radikale Minderheit versucht der Mehrheit großen Nutzen zu zerstören. Erinnert mich an die FPÖ.

welcher Mehrheit

welchen Nutzen ? Das bisserl Farmville kanns wohl nicht sein

kommt mir bekannt vor. wie ist das mit der FI und den märkten?!

Welchen Nutzen ...

... hat denn Facebook?

das frag ich mich,

seit ich es erstmals gesehen habe

POLITISCHE VOLLKOFFER

Wir haben soooo viele Politiker die ihre Klappe so weit aufreißen und so viel Kake von sich geben. Wenn es aber einmal um den Schutz der Konsumenten geht, dann sind diese Politiker alle gleich kleinlaut und sagen nichts. Für was wählt man die Leute eigentlich?

Also ich habe lieber 15 reale Freunde mit denen ich mich ab und zu auf ein reales Bier in einem realen Schanigarten treffe.

Tief getroffen

Sie haben mich enttarnt. Ich kenn die Leute auf Facebook gar nicht, und nutz das Sozialnetzwerk auch nie um mich mit denen zu verabreden :(

Wozu wollen sie sich mit ihren 1000 Freunden verabreden...??? Die schreiben ihnen ja eh jeden Tag auf FB was sie essen, trinken oder aufs Klo gehen.

Bei Ihrem Namen fast schwer zu glauben...

man soll sich eben nicht durch Äußerlichkeiten blenden lassen...

Also am besten kein MacBook kaufen?

und stattdessen wieder Rechenschieber verwenden (oder wie das Zeug mit dem Fenster heißt)...

Interessant, Alkohol ist also nach wie vor das Lockmittel Nummer 1

Noch eine Frage nebenbei: Wolltest du nicht besser etwas zum Artikel posten?

naja...wenn sie die Botschaft nicht verstehen, kann ich ihnen auch nicht helfen.

naja...wenn du den Artikel nicht verstehst, kann ich dir auch nicht helfen.

Friendica

Es pollt Facebookeinträge direkt in die eigene Timeline
Es kann Beiträge auch direkt an E-Mailadressen verschicken (wie Google+), auf Wunsch auch an einen verbundenen Facebook-, Twitter-, Blog- oder Identi.ca-Account
Es ist ein komplett dezentrales Netzwerk in dem jeder seine Daten auf einem eigenen Server haben kann und trotzdem mit jedem anderen Benutzer “befreundet” sein kann
Es erlaubt mit einem Benutzernamen mehrere Profile (z.B. ein öffentliches Profil für Jedermann, ein privates Profil, das nur Freunde einsehen können, ein geschäftliches Profil mit Referenzen,…)
Es gibt einen “Dislike”-Button

mir ist facebook schnurzegal

ich habe keinerlei bedarf an 269 bescheuerten "facebook-freunden".

(da vergeud' ich meine zeit lieber beim wirten beim wöchentlichen komasaufen, grad jetzt, in der warmen jahreszeit)

Sie haben Recht! Beides geht natürlich nicht: Auf Facebook registriert zu sein und in seiner Freizeit zum Wirten zu gehen.

Leute die auf Facebook registriert sind stellen ja bekannterweise jegliche Form von humaner Interaktion ein und kommunizieren ausschließlich(!) über Facebook.

ich war letztens sogar beim Wirten, weil mich ein Freund auf FB eingeladen hat! Sachen gibts.

@ "...umstrittenen biometrischen Gesichtserkennung. In den Nutzungsbedingungen wird sie mit keinem Wort erwähnt. Auf die Forderung, eine Genehmigung der Betroffenen dafür einzuholen, sei Facebook bisher nicht eingegangen. "

Na weil FB intern *alle* Gesichter scannt und deren biometrische Daten abspeichert.

woher wollen die

wissen, das mein Foto ich bin u. nicht mein Hund ?

Und genau das ist die Frechheit

Selbst wenn Facebook dies dementieren würde (ich weiß jetzt gar nicht ob sie das tun, ich wette, sie äußern sich gar nicht dazu), würde ich es ihnen nicht glauben, solange nicht irgendwie unabhängige Kontrolle dafür sorgt, dass es nicht passiert. Aber selbst dann drückt halt ein "Mitarbeiter" versehentlich auf den "On"-Knopf. So kann man auch Behördenanfragen trotz Verbot beantworten. Schlimmstenfalls kostet es halt (für den unwahrscheinlichen Fall dass es aufgedeckt würde) ein Bauernopfer, und es wird einem Mitarbeiter angekreidet. Auch wenn sich Facebook damit selbst ins Knie schießt und die Mitarbeitermoral wohl ziemlich dämpft.

Fazt: Selbst Kontrolle würde nicht helfen. Die verdammte Funktion muss komplett raus.

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