A1 und T-Mobile sitzen Orange-Kampftarife aus

11. Mai 2012, 17:36
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Vor der Übernahme durch "3" verschärft Orange seine Gangart im Wettlauf um Kunden

Seit Monaten hält der derzeit kleinste Mobilfunker "3" seine Konkurrenz gehörig auf Trab. Mit Kampftarifen konnte der Netzbetreiber seine Kundenzahl innerhalb eines Jahres um 24 Prozent erhöhen. Aktuell hat die Tochter des chinesischen Mischkonzerns Hutchison 1,421 Millionen Zahler. Derartige Zuwächse kann kein anderer heimischer Mobilfunker vorweisen. Mit der geplanten Übernahme von Orange wird „3" den Markt grundsätzlich verändern. 

Orange setzt Kampftarife

Von der Konsolidierung erhoffen sich die verbliebenen Mobilfunker geringeren Wettbewerbsdruck. Bis der Deal unter Dach und Fach ist, verschärft allerdings Orange seine Gangart im Wettlauf um Kunden. Mit Kampftarifen und Aktionen setzt der Mobilfunker seiner Konkurrenz zu. Derzeit kosten 1000 Sprachminuten, 1000 SMS und unlimitiertes Internet 7,50 Euro pro Monat.

Aussitzen

Bisher reagieren die Platzhirschen A1 und T-Mobile verhalten auf die Niedrig-Tarife. Sie wollen die Angebote offensichtlich aussitzen und lassen sich nicht auf eine Tarifschlacht ein. Nicht einmal ihre Diskontmarken "bob" und tele.ring liefern eine Antwort. "Das wird sich auch nicht ändern", so A1-Sprecherin Livia Dandrea-Böhm zum WebStandard. "3" selbst bewegt sich ebenfalls in der Tarifliga von Orange.

Kalkül 

A1 und T-Mobile hoffen, dass die Kampftarife nach der Übernahme von Orange durch „3" ein rasches Ende finden und sie ihre Preise wieder erhöhen und die Kosten für die Kundenbindung - etwa Gratis-Handys - senken können. Die höheren Tarife würden in Folge zu höheren durchschnittlichen Umsätzen pro Kunde führen und das Ergebnis weiter verbessern. (sum, 01.05. 2012)

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