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Keine Übergangsformen? Bei der Entwicklung der Amphibien aus den Fischen sieht der Fossilienbeleg recht lückenlos aus.
Den Biologen PZ Myers von der University of Minnesota und seinen Blog "Pharyngula" kennen wir ja bereits. Und damit auch sein rotes Lieblingstuch, den Kreationismus. Zwischen Blogeinträgen über die wundersame Welt der Tiere platzt Myers in ziemlich regelmäßigen Abständen der Kragen und es ist für ihn wieder Zeit, gegen unwissenschaftliche Ideologien loszuledern.
Myers' jüngste Eruption, "Eine weitere kreationistische Lügenliste", ist beliebten Argumenten wider die Evolutionstheorie gewidmet. Das beginnt bei der angeblichen Unmöglichkeit, dass aus einer "Ursuppe" Leben entstehen könne, geht weiter über den ebenso angeblich mangelhaften Fossilienbeleg ("Wir graben ständig Übergangsformen aus und wedeln ihnen damit unter der Nase herum, und sie machen bloß die Augen zu und singen 'lalalalala'") und reicht bis zur Familiengeschichte von Menschen und anderen Affen.
Vor allem in Sachen sardonischer Formulierungskunst bietet der Eintrag vergnügliche Lektüre. Zehn Argumente sind es, die hier beantwortet werden. Das mit dem meisten Zündstoff - nämlich der kreationistische Vorwurf, dass die Ablehnung eines "Intelligenten Designers" vielen die Tür dazu geöffnet habe, Gott, die Bibel und das Christentum abzulehnen - kommt am Schluss. Dazu Myers, der vor Polemik noch nie zurückgescheut ist: "Das ist kein Fehler. Man sollte Götter, heilige Bücher und diverse Kulte ablehnen, weil sie alle Blödsinn sind."
--> Pharyngula: "Another creationist list of lies"
(red, derStandard.at, 4.5.2012)
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Was in dem Blog deutlich wird, ist mir auch schon oft aufgefallen: Gegener der Evolution(stheorie) wiederholen ständig falsche und überholte Argumente, die sie offensichtlich inhaltlich gar nicht verstehen.
Ein wenig kopfschüttelnde Polemik ist da ganz normal und Myers formuliert ja eh noch relativ zurückhaltend.
Die Kreationisten greifen zu kurz und machen sich dadurch selbst lächerlich. Würden sie zb. sagen die "göttliche Idee" war die Festlegung der Naturkonstanten - der physikalischen Grundparameter, die in unserem Universum gelten dann könnten sie nicht so einfach entkräftet werden. zb.: wäre die Relation der 4 Grundkräfte nur ganz wenig anders wäre keine Materie in der Form wie wir sie kennen möglich. Auch wenn es (wie die "Antikreationisten" meinen) zufällig so ist weil in unendlich vielen Universen eben eines so ist wie unseres ist und wir da sind weil es eben so ist - die Welt in der wir leben ist absolut erstaunlich.
wir wissen nicht warum die konstanten so sind wie sie sind. wir müssen allerdings feststellen, dass wir als beobachter dieser konstanten in dieser form nur unter der voraussetzung existieren können, dass sie so sind, wie wir sie beobachten.
darüber hinaus ist es mir vollkommen wurscht wie wir es nennen. urknall, gott, mickey mouse, batman, 42, ... alles gute variablennamen solange sie variablennamen bleiben. das religiöse beginnt ja erst dort wo der aussernatürliche ("göttliche") eingriff in den lauf der dinge postuliert wird. dort entsteht dann auch der widerspruch zu den naturwissenschaften. niemand glaubt an einen nicht interagierenden gott, eine solche vorstellung ist absurd.
"niemand glaubt an einen nicht interagierenden gott, eine solche vorstellung ist absurd"
So absurd, dass es eine komplette Glaubensrichtung gibt. Agnostiker glauben an einen nicht interagierenden Gott. Ich sehe nicht wo das mehr absurd ist als die Vorstellung von irgendwelchen anderen Goettern.
falsch. agnostiker lassen sich die frage offen, ob es einen gott gibt oder nicht. WIE dieser gott im endeffekt ist, ist einem agnostiker eher wurscht.
also glauben agnostiker im prinzip überhaupt nicht, sondern lassen die glaubensfrage einfach links liegen ;)
Ich zitiere mal Protagoras, den kann man als Agnostiker der Antike bezeichnen (5 Jhdt. v. Chr.):
„Was die Götter angeht, so ist es mir unmöglich, zu wissen, ob sie existieren oder nicht, noch, was ihre Gestalt sei. Die Kräfte, die mich hindern, es zu wissen, sind zahlreich, und auch ist die Frage verworren und das menschliche Leben kurz.“
Ein Gott der mit dem Universum interagiert würde (einen) Gottesbeweis(e) hinterlassen, dies steht im Widerspruch zu obigen Zitat. Gott, falls er existiert, interagiert nicht mit dem Universum und dem was sich darin befindet. Jemand der die Glaubensfrage einfach links liegen lässt ist ein Ignorant, kein Agnostiker.
Es ist aber auch relativ bequem eine verrufene Gruppe dazu zu nutzen, die eigene Forschung zugunsten unsachlicher Polemik einzustellen.
Tatsächlich gibt es auf die wichtigsten diesbzüglichen Fragen überhaupt keine wissenschaftlich überzeugenden Antworten. Wie schon weiter unten geschrieben wurde, ist auch im Artikel die Diskussion über die 10 Fragen völlig ausgeblieben.
Man beruft sich auf einen Mehrheitswillen zu einem Thema, das derzeit wissenschaftlich nicht zu bearbeiten ist, um sich die nüchterne und akribische Antwort auf Fragen zu sparen, die wissenschaftlich zumindest bis auf weiteres sehr wohl klärbar (nämlich falsifizierbar) sind.
... ein hehres Ziel !
Wann wird dieses endlich erreicht sein ?
Wann wird die Evolutionsbiologie ihre Dogmatik aufgeben und Ihre Hypothesen zur neutralen Überprüfung freigeben ohne zähnefletschende, hysterische und unrichtige Polemik, wie die des mittelmäßigen Biologen Myers ?
Es ist es eigentlich müssig die Kreationisten zu bewerten solange Leute wie Myers (der offensichtlich weder Wissenschaftstheorie noch die chemischen Grundlagen der Evolutionsbiologie verstanden hat) der Wissenschaft schaden.
Alle wissenschaftlichen Hypothesen SIND frei zur neutralen Überprüfung und WERDEN auch ständig überprüft und danach verworfen, bestätigt oder erweitert. Das ist das Wesen der Wissenschaft. Jedem Deisten steht es also frei, das göttliche nachzuweisen und sich seinen Nobelpreis abzuholen.
ganz einfach:
0. grundlagen lernen (ein einschlägiges studium bietet sich an)
1. bessere theorie entwickeln
2. publizieren
3. peer review überleben (sollte kein problem sein wenn man methodisch sauber arbeitet und mehr quellen hat als die bibel)
4. flug nach schweden buchen
Viele Wissenschafter, u.a. auch Einstein und vor allem auch Darwin wurden für Spinner gehalten und von ihren Peers anfangs belächelt und angefeindet. Die haben es allerdings geschafft ihre Theorien so weit unter Beweis zu stellen dass sie letztlich anerkannt werden mussten. Das Gejammer vom 'verkannten Genie' ist also lächerlich. Wenn es Beweise gibt, her damit. Was wiegt, das hat's.
Polemische Vorwürfe ohne sachlichen Hintergrund konnte ich bisher nur von Ihnen vernehmen, bspw. dass die Evolutionsbiologie dogmatisch, unnachgiebig, befangen, zähnefletschend und hysterisch wäre. Herr Myers kommt hingegen ja gerade zu unberührt weg: Mittelmäßigkeit & mangelndes Verständnis wissenschaftlicher Grundlagen.
Also wer ist hier nochmal "zähnefletschend"?
Ihr Knusperkönig
-) In Ihren Postings diagnostizieren den Verfechtern der Evolutionstheorie fachliche und wissenschaftstheoretische Unkenntnis. Daher diskutieren i.E. durchschnittliche Evolutionsbefürworter meist ebenso unsachlich wie Kreationisten, und verfechten blindlings eine Theorie die sie nicht einmal konkret ausformulieren können, geschweige denn verstehen.
Ich pflichte Ihnen da im Großen und Ganzen bei.
-) Darüber hinaus arbeiten Biologen und Anthropologen anhand von Fundstücken mit daraus abgeleiteten Hypothesen. Das macht diese Hypothesen grundsätzlich empirisch und falsifizierbar, aber auch irrtumsanfällig.
(...)
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