PZ Myers ätzt wieder gegen Kreationismus

4. Mai 2012, 13:25
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Zehn zerpflückte Argumente: Von der Ursuppe über vermeintliche Missing Links bis zur Frage nach der Notwendigkeit von Göttern

Keine Übergangsformen? Bei der Entwicklung der Amphibien aus den Fischen sieht der Fossilienbeleg recht lückenlos aus.

Den Biologen PZ Myers von der University of Minnesota und seinen Blog "Pharyngula" kennen wir ja bereits. Und damit auch sein rotes Lieblingstuch, den Kreationismus. Zwischen Blogeinträgen über die wundersame Welt der Tiere platzt Myers in ziemlich regelmäßigen Abständen der Kragen und es ist für ihn wieder Zeit, gegen unwissenschaftliche Ideologien loszuledern.

Myers' jüngste Eruption, "Eine weitere kreationistische Lügenliste", ist beliebten Argumenten wider die Evolutionstheorie gewidmet. Das beginnt bei der angeblichen Unmöglichkeit, dass aus einer "Ursuppe" Leben entstehen könne, geht weiter über den ebenso angeblich mangelhaften Fossilienbeleg ("Wir graben ständig Übergangsformen aus und wedeln ihnen damit unter der Nase herum, und sie machen bloß die Augen zu und singen 'lalalalala'") und reicht bis zur Familiengeschichte von Menschen und anderen Affen.

Vor allem in Sachen sardonischer Formulierungskunst bietet der Eintrag vergnügliche Lektüre. Zehn Argumente sind es, die hier beantwortet werden. Das mit dem meisten Zündstoff - nämlich der kreationistische Vorwurf, dass die Ablehnung eines "Intelligenten Designers" vielen die Tür dazu geöffnet habe, Gott, die Bibel und das Christentum abzulehnen - kommt am Schluss. Dazu Myers, der vor Polemik noch nie zurückgescheut ist: "Das ist kein Fehler. Man sollte Götter, heilige Bücher und diverse Kulte ablehnen, weil sie alle Blödsinn sind."

--> Pharyngula: "Another creationist list of lies"

(red, derStandard.at, 4.5.2012)

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