Waldbrand auf 30 Hektar Fläche in der Steiermark

  • 155 Feuerwehrleute und Helfer, unterstützt von drei Hubschraubern, bekämpften den Brand im obersteirischen Bezirk Bruck.
    foto: apa/peter schelch bfv bruck

    155 Feuerwehrleute und Helfer, unterstützt von drei Hubschraubern, bekämpften den Brand im obersteirischen Bezirk Bruck.

Feuer unter Kontrolle - Löschen letzter Glutnester - 155 Helfer und drei Hubschrauber im Einsatz

Graz - Dutzende Feuerwehrleute haben Montagfrüh wieder den Kampf gegen einen Waldbrand im obersteirischen Bezirk Bruck aufgenommen. Ein Feuer im Bereich Gschöder nahe Weichselboden hatte sich am Sonntag durch starken Föhn auf knapp 30 Hektar Fläche ausgebreitet. Drei Hubschrauber des Bundesheeres und des Innenministeriums sollten noch bis Mittag fliegen, um letzte Glutnester zu bekämpfen, hieß es seitens der Exekutive.

Ein Jäger hatte das Feuer am Sonntag gegen 13.45 Uhr im Wald entdeckt und die Einsatzkräfte alarmiert. Die Flammen hatten erst nur fünf Hektar Wald erfasst, sich dann aber wegen des starken Windes auf etwa 30 Hektar ausgebreitet. Die Feuerwehrleute mussten gegen große Hitze und die starke Rauchentwicklung kämpfen, dazu kam noch das sehr steile Gelände. Der Brand wütete nördlich der Salza auf etwa 1.000 Meter Seehöhe.

Anhaltender Wind erschwerte Löscharbeiten

Mit Tanklöschfahrzeugen wurde ein Pendeldienst eingerichtet, der Löschwasser von der Salza über eine vier Kilometer lange Forststraße in die Nähe des Brandes brachte. Drei Hubschrauber, eine EC-135 des Innenministeriums sowie eine Alouette III und eine AB-212 des Bundesheeres flogen Wasser zu den besonders schwer erreichbaren Stellen.

Ein Problem war am Sonntag vor allem der Wind, der das Feuer immer weiter anfachte und nach Osten in die Höhe, in Richtung des trockenen Hochwaldes trieb. Bis zum Einbruch der Dunkelheit konnten aber die Flanken weitgehend unter Kontrolle gebracht werden. Ein Übergreifen auf den Hochwald wurde verhindert.

Vermutlich Selbstentzündung

Am Montag war man bei weitgehender Windstille laut Polizeiinspektion Gußwerk nur noch mit der Bekämpfung zahlreicher Glutnester beschäftigt. Insgesamt waren 155 Helfer, davon 113 von den umliegenden Freiwilligen Feuerwehren aus zwei Bezirken (Bruck und Liezen), im Einsatz. Ursache dürfte wahrscheinlich Selbstentzündung gewesen sein, so die Polizei.

Kleine Brände auch in Salzburg und Burgenland

Auch im Burgenland und in Salzburg kam es am Wochenende wetterbedingt zu Bränden. Zwei kleine Flurbrände im burgenländischen Forchtenstein und Rust konnten rasch unter Kontrolle gebracht werden, auch ein mittlerer Waldbrand in Stadtschlaining am Sonntag war schnell gelöscht, hieß es seitens der Feuerwehr.

Ein kleiner Flächenbrand beim Waldbad Anif südlich von Salzburg Stadt hielt am Sonntag 40 Feuerwehrleute auf Trab. Sie wurden direkt von der Florianifeier aus der Kirche zum Einsatzort gerufen. In St. Michael im Lungau hat indes eine Föhn-Böe einen 13-jährigen Buben von einer Dachterrasse gerissen, als dieser ein Trampolin festhalten wollte. Er stürzte fünf Meter in die Tiefe und brach sich beide Beine. (APA, 30.4.2012)

 

 

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9 Postings

frage an die experten für eh alles, wie kann sich ein wald selbst entzünden?

Zum Beispiel durch einen Flaschenboden, der wie ein Brennglas wirkt!

auch ein Morgentau oder Honigtropfen kann als Linse wirken

trockene biomasse und friktion. selten aber kann passieren.

oder glassplitter

oder blitz

Terpene haben außerdem einen Flammpunkt von 45°C

WHOOT?

kann ich kaum glauben... :O

ich mein 45c° kanns im hochsommer an vereinzelten orten ja schnell mal bekommen, warum fliegt uns da nicht regelmäßig der wald um die ohren?

wegen der Explosionsgrenzen

0,7% - 6,1% z.B. für irgendein Terpen- wenn zuviel davon da ist bumst es nicht, wird wohl aber meistens zu wenig davon da sein...

sicher Griechen

Eher Saharasturm-Auswitterung.

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