Bildungspolitik auf Oberösterreichisch

Kommentar der anderen | Erich Neuwirth
29. April 2012, 18:48

Anmerkungen zu jüngsten Reformvorschlägen führender Funktionäre der ÖVP-Landespolitik zu PISA-Test und Lehramtsdebatte, Kategorie "grober Unfug"

Lange Zeit hindurch konnte man aus Oberösterreich vernünftige Ideen zur Bildungspolitik hören. Seit kurzem scheint es damit vorbei zu sein: Zuerst erklärt der Landeshauptmann, dass er sich vorstellen könne, dass das Pisa-Ergebnis auch in Schulnoten einfließen sollte. Und dann erklärt der amtsführende Landesschulratspräsident, dass man aus der Einstellung der Lehramtsstudien an der Technischen Universität Wien schließen könne, dass die Universitäten sowieso nicht an der Lehrerausbildung interessiert seien und man daher die gesamte Lehrerausbildung an die Pädagogischen Hochschulen verlegen sollte. Beide Äußerungen sind - milde gesagt - grober Unfug.

Zunächst einmal zum Thema Pisa und Schulnoten: Am Pisa-Test nehmen immer nur die Schüler eines einzigen Geburtenjahrgangs teil, und zwar auch nicht der ganze Jahrgang, sondern weniger als zehn Prozent der Schüler dieses Jahrgangs. Sollen für die Pisa-getesteten Schüler (eine verhältnismäßig kleine Gruppe) bei der Benotung andere Spielregeln gelten als für alle anderen Schüler? Oder sollte besser ein führender Politiker, bevor er Vorschläge zur Bildungspolitik macht, mit Fachleuten reden, damit er es vermeidet, absoluten Unsinn zu verzapfen?

Zum Thema Lehrerausbildung zunächst ein paar Zahlen: Es gibt in Österreich ungefähr 17.000 Lehramtsstudierende an Universitäten und 11. 000 Lehramtsstudierende an Pädagogischen Hochschulen. Alleine an der Universität Wien gibt es 10.000 Lehramtsstudierende (in 26 Studienfächern), die Universität Wien ist damit die größte Lehrerausbildungsinstitution in Österreich. Mehr als zehn Prozent der Studierenden der Universität Wien sind angehende Lehrer, also sind die Lehramtsstudierenden auch innerhalb der Universität Wien eine numerisch durchaus relevante Gruppe.

Die Technische Universität Wien hat 27.000 Studierende, davon studieren knapp 400 in einem Lehramtsstudium (es gibt an der TU fünf Lehramtsfächer). Die Einstellung des Lehramtsstudiums an der TU Wien betrifft also knapp vier Prozent aller Lehramtsstudierenden an Universitäten und 1,5 Prozent der Studierenden der TU Wien.

Aktion "Umfärben"?

Eine einzelne Universität, die TU Wien, hat also beschlossen, aus finanziellen Nöten einen winzig kleinen Teil ihres Studienprogramms, der noch dazu nicht zu ihren öffentlich wahrgenommenen Kernkompetenzen gehört, einzustellen. Daraus zu schließen, dass "die Universitäten" kein Interesse an der Lehrerausbildung haben, liefert Hinweise auf mangelndes Sachverständnis beim Umgang mit Zahlen. Dieses Sachverständnis ist übrigens eine der zentralen Kompetenzen, die beim Pisa-Test überprüft werden.

Als gelernter Österreicher kommt man übrigens noch auf eine weitere Idee. An einigen PHs (zum Beispiel in Wien und in Oberösterreich) steht die Neubesetzung der Rektorate an. Wenn man mit aufmerksamen Beobachtern spricht, dann hört man öfters das Wort "umfärben". Es geht also in den Personaldiskussionen wieder einmal um die Parteizugehörigkeit. Als Österreicher weiß man um den viel zu großen Einfluss von Parteipolitik im Schulwesen. Diesen unmittelbaren Zugriff der Politik in Personalfragen gibt es in der Lehrerausbildung an den Universitäten nicht.

Stecken also beim Wunsch von Politikern (aus welcher Partei auch immer) nach einer kompletten Verlagerung der Lehrerausbildung an die Pädagogischen Hochschulen vielleicht Begehrlichkeiten auf einen unmittelbareren Zugriff bei der Personalauswahl in der Lehrerbildung? (Erich Neuwirth, DER STANDARD, 30.4.2012)

Autor

Erich Neuwirth lehrt Informatik, Statistik und Mathematik an der Universität Wien und war vor seinem Ruhestand Leiter des Fachdidaktik- und Lernforschungszentrums für Informatik.

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Ich versteh die Aufregung nicht irgendwo müssen die ganzen CV Brüder von Pühringer ja untergebracht werden.

Als Absolvent einer dieser OÖ PH Veranstaltungen habe kaum einmal weniger Verachtung gegenüber Jugendlichen und Arrroganz gegenüber Nichtakademikern auf einem Haufen gesehen wie bei diesen Kursen. Dass die Vortragenden (alles handverlesene Bundesbrüder ) am Niveau der 70 und 80 er Jahre herumeiern passt da ins Bild.

???

...kann man ja kaum lesen!

...weitere Antworten und Fragen...

Erst jetzt im zweiten Schritt, tun sich jetzt doch weitere Fragen auf, weil ich auch hoffe, dass Sie sie HIER beantworten könnten:

1. "Die Lehrerausbildung wird ernsthaft reformiert": stimmt das?;

Ich war aktive Befürworter des Bildungsvolksbegehrens (inkl. Statement) und werde über Fortschritte informiert: hier keine.

2. Falsche Behauptungen widerlegen: Was ist schon falsch?

Sie sind Wissenschafter, ich bin "nur" Master einer Ö freien Uni (1994,keine FH&PH&Co). Sie müssten BESSER Bescheid wissen: über BlaBla, Richtig/Falsch etc

3. Politsche Bildung unerlässlich.

OÖ Protagonisten (Enzi, LH) kommen von PH, zusätzl. in OÖ va katholisch die PHs: ja und Bologna und PHs sind ein Widerspruch. Ergo Existenzsicherung gesucht

...Danke, dass es Leute und Experten wie Sie gibt...

Ich nehme mal an, dass Sie fachlich von Pädagogik&Co Bescheid wissen und als Vorstand sich auch einen Gesamtüberblick über den Markt (sowohl als Anbieter als auch umgekehrt) machen mussten dabei.

ABER:
Ehrlich, ich habe nach Ihrer Eingangsbemerkung, den Rest nicht mehr gelesen. Ich bin aber auch Betriebswirt, hier im Netz versuche ich halt doch immer wieder, ähnlich Ihren Intentionen, durch Argumente etc Inputs bzw Druck für Verwaltungsreformen zu geben.

Verwaltungsreform deshalb, weil ich da so halbwegs firm bin: Organisation, Struktur, Ablauf...

Wenn das nicht passt, wird viel Geld verbraten und zusätzlich die Leute.

UND:Der Bildungsbereich ist da besonders katastropal (Verfassung&Co) geregelt UND gelebt

Ja die OeVP. Vom Bildungskonzept

"Klosterschule" wird sie nicht abruecken.
Selbst im Untergang (in OOe glauben sie, in faelschlicher Weise, er sei noch ferne) werden sie daran fest halten und glauben mit Postenbesetzungen werden sie das schaffen, auch wenn sie von der politischen Mehrheitsmacht entfernt werden.

Als Bill Bonner und Addison Wiggin das Buch namens "Das Schuldenimperium" geschrieben haben, haben sie versucht zu zeigen,

dass alle bekannten Personen, aber in diesem Buch ging es hauptsächlich um die amerikanischen Präsidenten (neben der Verschuldung wohlgemerkt!), jene Leute sind, die mittelst ihres Übereifers der Menschheit den meisten Schaden zugefügt haben. Und dass die Präsidenten Amerikas (eigentlich der USA!), die nicht bekannt geworden sind, eigentlich die besseren P. gewesen sind, weil sie aufgrund weniger intensiver Arbeit auch keine geschichtsträchtigen Kriege gerührt haben. Nach dieser These ist der fleißige Mensch ein Schaden und der faule ist gut. Der Faule zerstört nicht, lässt Bewehrtes währen, der Fleißige dagegen muss ständig ändern, um sich zu beweisen – aus Stolz und Eigennutz. Deshalb macht Politik im ausgereiften System alles schlechter.

...woher nehmen und nicht stehlen...

zum Einführungssatz:
"Lange Zeit hindurch konnte man aus Oberösterreich vernünftige Ideen zur Bildungspolitik hören."

ALSO den Genannten, Landesschulratspräsident, können Sie damit hoffentlich NICHT meinen.

In OÖ Gazetten sagt "der" soviel Blödsinn, was Führungstechnisches, Zahlenmäßiges usw, also seine Position Betreffendes, dass man sich fragt, ob er überhaupt weiß, was er zu machen hat oder es eh keine Aufgabe (wie eben kolportiert in dem Bildungsverwaltungschaos) gibt:

1. Er verwechselt seine Position im staatlich finanzierten Landesschulrat DURCHGÄNGIG mit seiner CLV-Vorstands?position=Gewerkschaftsmandat: ganz offen.
2. Von Zahlen, Überblick Ressort keinen Tau.
3. ABER TROTZDEM wird er laufend zum Gscheiteln eingeladen.

Bildungspolitik und ÖVP. Passt für mich so zusammen wie Grasser und Steuern zahlen, Kopf und sympathisch oder Fekter und Weltgewandtheit.

Ja und Nein

Lehrerausbildung auf Unis: Für mich ein klares JA!
Pisa-Benotung: Sollte man schon überlegen. Wir führen seit Jahren beim Eintritt in die BHS Diagnose-Checks (die Bildungsstandards der Unterstufe überprüfen) durch. Sagt man den Schülern ehrlich, dass diese nicht benotet werden dürfen, erhält man signifikant schlechtere Ergebnisse im Vergleich zu jenen Klassen, in denen ich mit einer Notlüge ("Ja, es wird benotet!") nachhelfe. (Dass so eine Notlüge nur 1x pro Schüler-Lehrer-Beziehung wirkt, ist ein anderes Thema ;-) Übrigens sollten Schularbeiten in Hinblick auf die neue Zentralmatura ohnehin mehr in Richtung der PISA-Aufgaben gehen. Man sollte hier also Möglichkeiten des "sanften" Drucks zumindest überprüfen...

Naja...

Sie sagen einigen Klassen tatsächlich, dass die Diagnosechecks benotet werden - so als kleine "Motivationshilfe"? Na bravo, damit haben Sie ja schon zu Beginn ein gesundes Lehrer-Schüler-Verhältnis aufgebaut...

Zur Zentralmatura: Dass die Schularbeiten und Übungsaufgaben in Zukunft kompetenzorientiert (und damit eher PISA-artig) gestaltet sein müssen, versteht sich von selbst - sonst würde man als Lehrer fahrlässig handeln. Was das aber mit den PISA-Testungen selbst zu tun hat, wissen wohl nur Sie und Pühringer.

Lehrerausbildung auf die Unis? Ein sehr zweischneidiges Schwert. Einerseits ist die Fachkompetenz sehr viel höher als auf den PHs - ich komme selbst von der Uni und bin auch für die PH tätig und ....

Machen Sie sich mal keine Sorgen

um mein Lehrer-Schüler-Verhältnis, das ist bestens. Ich gebe ja zu, dass das nicht die feine Art ist, aber notwendig, wenn ich "echtes" Leistungspotenzial sehen will. (Ich kläre die Schüler ja gleich auf und verspreche ihnen, dass ich niemals unangekündigte Überprüfungen geben würde - was ich auch alle 5 Jahre lang einhalte.)
Zu Schularbeiten-PISA: Der Zusammenhang ist wohl offensichtlich: Wenn man schon Schularbeiten kompetenzorientiert (PISA-ähnlich) bringen muss, dann kann man wohl umgekehrt auch PISA-Tests als richtige (evtl. zu benotende) Tests ALLEN Schülern geben. Ich würde es nämlich sehr begrüßen, wenn die Zentralmatura nicht die erste Prüfung im Leben eines Schülers wäre, die nicht vom eigenen Lehrer zusammengestellt wird.

Pisa-artig: ja. Nicht vom eigenen Lehrer: auch ja.

Aber wieso die PISA-Tests selbst? Wozu? Die haben weder mit dem Lehrplan der Oberstufe AHS/BHS viel zu tun noch mit der Zentralmatura.

Benoten nur, damit unsere PISA-Statistik besser aussieht? Also nur dafür ist mir meine Lehrertätigkeit zu schade. Da fallen mir wesentlich bessere eigene Aufgaben ein, die dann auch wirklich auf die Zentralmatura vorbereiten. Und es gibt auch schon einige - zugegebenermaßen wenige und sicher verbesserungswürdige - vom BIFIE. Da ist mir PISA ziemlich schnurz.

... weiß, dass fachlich dort oft die Wüste vorherrscht. Andererseits hat man auf den PHs die Kultur, dass der Schüler/die Schülerin im Mittelpunkt steht und nicht in erster Linie das Fach. Ich halte das für LehrerInnen als wesentliche Grundvoraussetzung für unseren Beruf.

Didaktisch, methodisch, pädagogisch, von der Haltung zum Beruf her sind die PHs (in der Regel, gilt sicher nicht für alle Uni-Institute) den Unis weit voraus.

Deshalb tendiere ich eher dafür, dass die PHs zu echten Pädagogischen Universitäten werden. Denn Fachkompetenz lässt sich leichter zukaufen und verbessern als eine kulturelle Einstellung.

Mir ist natürlich auch klar, dass das mit vielen Problemen verbunden ist - Parteieneinfluss, z.T. unfähiges altes Personal etc.

und was die "kulturelle Einstellung an PH" betrifft...

wie das mit der angeblich leicht zukaufbaren wissenschaftlichen Kompetenz aussieht, hat man gesehen, als sich kürzlich eine erstklassige Innsbrucker Erziehungswissenschafter als Rektorin an der PH Wien bewarb. Jemand, der sowohl wissenschaftlich bestens ausgewiesen ist, als auch organisieren kann und an bisherigen Arbeitsplätzen eine aufbauende helfende Haltung bewiesen hat. - Vom PH-Rat mit 3 von 5 Stimmen abgelehnt. Dafür angenommen die bisherige Leiter-Stellvertreterin. Nach einem Bericht im ORF-Journal soll Frau Brandsteidl die Fäden gezogen haben. Neuwirth hat schon recht: die PH stehen und parteipolitischem Länderkuratel. (Uns sowas muss man, was Wien betrifft, auch noch am 1. Mai schreiben. Unlustig für mich.)

Ja, Sie haben ja völlig recht ...

... und ich habe auch nichts anderes geschrieben: Der parteipolitische Einfluss müsste raus, die pädagogischen Universitäten im Wissenschaftsministerium angesiedelt sein und damit dem Einfluss der Landes- bzw. Stadtschulräte entzogen.

Wenn dann allerdings die jetzigen PHs die Basis für die LehrerInnenausbildung werden und die Fachkompetenz zugekauft bzw. schrittweise erhöht wird, wäre das für mich die bessere Variante.

Die LehrerInnenausbildung auf die Unis zu verlegen und die PHs zu streichen wäre für mich mit der Gefahr verbunden, dass die Schülerzentrierung und die praxisorientierte Pädagogik völlig auf der Strecke bleibt. Was ich da in meinem Studium erleben musste ist einfach grauenhaft und wäre ein gefährlicher Rückschritt.

Zukauf, Kooperation od. Neukonstruktion

"die PHs zu streichen" hielte ich - jenseits aller pragmat. Überlegungen - auch für einen Fehler. Mit dem "Zukauf" ist es so ein Problem: es bestimmt der Käufer... Hat er die fachwiss. u. erziehungswiss. Kompetenz, entscheiden zu können, was zuzukaufen ist? Wenn er sie hat, kann er's ja selbst anbieten.) Statt Zukauf doch Kooperation mit Spielregeln oder Neukonstruktion. (Wo sind eigentlich die tollen LehrerInnenbldungskonzepte aus den 70er Jahren hingekommen? War da nicht mal was...?)

Also die Argumentation, dass man ...

... nur dann weiß, was man zukaufen muss, wenn man das eigentlich selbst auch leisten könnte, ist in höchstem Maße abenteuerlich.

Wenn ich also genau weiß, dass ich mich in english conversation verbessern müsste, brauche ich schon aus der Erkenntnis heraus keinen dementsprechenden Kurs, oder wie?

Mit Zukauf habe ich ja auch nicht gemeint, dass die Unis gar nichts mit dem Aufbau der neuen pädagogischen Universitäten zu tun haben. Mir wäre nur wohler, wenn eher die Unis ihre fachwissenschaftliche Kompetenz in eine sonst mehr von den PHs getragene Struktur einbringen als umgekehrt.

Denn ich wiederhole: Eine Haltung, eine Kultur des LehrerInnenseins ist schneller verloren als Fachkompetenz, die man zur Not von außen "zukaufen" kann.

Auch "abenteuerlich" ist...

...dem LehrerInnensein eine "Haltung" zuzusprechen, während man glaubt, wissenschaftliche Kompetenz einfach "zukaufen" zu können. Als ginge es nicht darum, auch in Wissenschaft eine "Haltung" sich anzueignen. So wie Sie es sich wünschen, kommt hier Wissenschaft als etwas dem LehrerInnensein Äußerliches ins Spiel, das an eine vorgeblich eigentliche "Kultur des LehrerInnenseins" durch "Zukauf" irgendwie angeklebt würde. Ich sehe aber eine "Kultur des LehrerInnenseins" weiter, komplexer, mit ZWEI im Wechselspiel befindlichen Haltungen. -
Was das Alltagsbeispiel mit dem Englischkurs betrifft: Man muss in einem Wissenschaftsbereich drinnen sein, um zu wissen, was herangezogen werden KANN.

Natürlich ist auch Wissenschaft und wissenschaftliches Arbeiten ...

... mit einer Haltung verbunden. Doch diese Haltung ist im Wesentlichen eine kognitive, die rational erlernbar ist.

Die pädagogische Haltung, die ich meine, ist eine emotionale, die man erfahren muss. Deshalb wäre das Umfeld der Art der PH hier wichtig.

Und natürlich sind beide Haltungen Teil meines Lehrerverständnisses. Die emotionale scheint mir nur die Grundlegendere zu sein.

Sie hängen sich jetzt viel zu sehr am Begriff "zukaufen" auf, als wenn ich damit gemeint hätte, dass die PHs bei den Unis Vortragende zu speziellen Themen bestellen sollten.

Wissen Sie, ich habe schon so viele Uni-Lehramtsabsolventen gesehen, denen ihr Fach um Längen wichtiger ist als die Schüler, dass ich da schon etwas allergisch reagiere.

Wissenschaft rational, Lehrersein emotional

Das ist eine unzulässige Vereinfachung! Die Entscheidung, ein ganz bestimmtes Wissenschaftsfach zu wählen, ist primär emotional (und in vielen Fällen von einem Lehrer dieses Faches entscheidend mitgeprägt).
Und als jemand, der schon vor einiger Zeit Kinder und jetzt gerade Enkel in der Schule hat habe ich real erfahren, dass es auch in der Volksschule Lehrerinnen gibt, denen der emotionale Zugang zu den ihnen anvertrauten Schülern kein wirkliches Herzensanliegen ist. Die Dimension des Lehrerseins, die sie ansprechen, ist sehr wichtig. Ihre persönliche Meinung, dass das "per Automatik" bei an der Uni ausgebildeten Lehrern weniger oft anzutreffen ist als bei PH-ausgebildeten Lehrern hätte ich aber gerne mit Daten und Fakten belegt.

Ich schlage einen Pisatest für Politiker vor

Das Abschneiden soll dann in ihr Ranking, zB für Parlammentslisten, bei den nächsten Wahlen einfliessen. Ist der Wert und einer bestimmten Schwelle, fliegt man überhaupt von der Liste.

Ja, die Liste wäre dann fast leer, na und ...

würden Sie sich

zur Verfügung stellen bei einer politischen Wahl?

erinnert mich an die Pressestunde vor Jahren mit Strache, wie er selbstsicher im Budget mehr einsparen wollte als das Budget überhaupt beträgt.
Zu diesem Artikel: ich denke OÖ Politiker denken garnicht so komplex.

ja wieso denn nicht

Zum Thema Pisa und Schulnoten:

Den absoluten Unsinn verzapft hier leider Herr Neuwirth. In Ö. können die Lehrer die Anzahl der Schularbeiten innerhalb gewisser Grenzen bestimmen, wieviele Wiederholungen ein Lehrer macht, ist ebenfalls seine Sache. Der Vorwurf, ...weniger als 10% geht also gänzlich ins Leere. (so ungerecht ist halt das Leben!) In der Berufsausbildung junger Menschen ernten sie mit solchen Argument max. Gelächter

Wenn Sie einmal gesehen haben, was eine Klasse bei einem Pisa-Test aufführen kann, wenn die Frage: "Zählt das zur Benotung" mit "Nein" beantwortet wurde, finden Sie das Argument zumindest nachvollziehbar!

Von einigen Ruheständlern im Bildungsbereich würde man sich wünschen, dass sie die Ruhe auch einhalten

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