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Wien - Nachdem Anfang März die Wiener Gesellschaft für psychotherapeutische Versorgung (WGPV) Psychotherapie-Akten im Müllcontainer entsorgt hatte, sind nun auch tausende Steuerakten eines Wiener Finanzamtes auf der Straße deponiert worden, wie die "Kronen Zeitung" berichtete. Die Dokumente seien so für kurze Zeit für jedermann zugänglich gewesen, schrieb das Blatt. Der Vorfall wurde vom Sprecher des Finanzministeriums, Harald Waiglein, bestätigt.
Eine externe Firma sei mit der Vernichtung der mehr als zehn Jahre alten Akten beauftragt worden. Diese hat den Container über Nacht auf der Straße stehen gelassen. "Das war ein Fehler", sagte Waiglein. Die Mulde sei aber so riesig, dass man nur zu den Akten gelangen konnte, wenn man über die Wände kletterte. Der Vorfall werde nun geprüft, so der Sprecher. (APA, 29.4.2012)
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Eigentlich schade, dass diese Fundgruben für zukünftige Historiker so einfach vernichtet werden. Hätten die Ägypter vor dreitausend Jahren so gedacht, wir fänden heute kein Papyrus, das von ihrer Zeit berichtet.
Was geschieht eigentlich zukünftig mit den Steuerakten? Zum neuen Finanzamt Mitte soll man bei der Raumplanung vergessen haben, dass es im Finanzamt Papierakte gibt. Man hört, kein Mensch weiß, wie es weitergehen soll. Werden die Akte dann auch in die Straße entsorgt?
Man stelle sich nun lebhaft vor, wie der Datenschutz bei ELGA funktionieren wird.
http://gedankenstrich-franzjosef.blogspot.com
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