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Gerhard Schweitzer (Ried-Trainer): "Es war wie verhext. Zunächst die zwei schnellen Tore, wobei ein klares Geschenk dabei war. Dann noch ein Geschenk, beide hat Rapid dankend angenommen. Wir haben dennoch alles versucht, leider hat es zu einem Punktgewinn nicht mehr gereicht. Das Cup-Halbfinale war sicher nicht in den Köpfen der Spieler, sie haben in der zweiten Hälfte alles versucht. Der Fokus war total auf Rapid. Der Cup, das ist ein ganz anderes Spiel. Mit einer ähnlich guten Leistung können wir aufsteigen."
Peter Schöttel: "Ein Titelkampf wird gewünscht, wir sind ja die einzigen, die den Titel für Salzburg noch verhindern können. Für uns war es heute enorm wichtig, im Bestreben, nächstes Jahr international zu spielen. Deshalb war es ein richtig wichtiger Sieg für uns. Wir haben immer Druck. Umso schöner ist es, dass wir gewonnen haben. Wir waren phasenweise richtig gut, nach dem 2:0 aber viel zu inaktiv und bei Standardsituationen haben wir ganz schlecht ausgeschaut.
Deni Alar (Rapid, 2 Tore): "Die drei Punkte waren sehr wichtig. Aber gegen Salzburg dürfen wir hinten nicht so nachlässig agieren."
Thomas Kristl (Sturm-Interimstrainer): "Ich bin stolz auf mein Team. Man hat gesehen, dass die Mannschaft bis zum Schluss daran geglaubt hat. Es war sicher nicht unser bestes Spiel. Für uns hat sich nichts verändert, vorne haben alle gewonnen. Positiv ist, dass wir es selbst in der Hand haben, weil wir noch gegen die Austria spielen. Klar ist aber auch: Um noch einen Europacup-Platz zu erreichen, ist es eine bessere Leistung als heute nötig."
Andreas Hölzl (Sturm-Siegestorschütze): "Die drei Punkte sind wichtig, um den Anschluss an die Austria zu halten. Spielerisch war es ein ausgeglichenes Spiel, wobei wir aber mehr Chancen gehabt haben. Deshalb geht der Sieg in Ordnung."
Thomas von Heesen (Kapfenberg-Trainer): "Es tut mir leid für meine Mannschaft, ein Punkt wäre heute verdient gewesen. Eigentlich haben wir das Spiel kontrolliert. Wir haben es aber nicht geschafft, gefährlich zu werden. Vor der Pause haben wir kurz die Ordnung verloren. Beim ersten Tor hätte Koch nicht zum Schuss kommen dürfen. Beim zweiten Tor haben wir den Ball ins Zentrum weggeköpfelt. Das lernt man eigentlich in der Jugend, dass man das nicht tun darf. Man hat aber gesehen, dass wir kein Kanonenfutter sind."
Erwin Fuchs (Kapfenberg-Präsident): "Sturm hat den Sieg mehr gewollt als wir. Aber wir haben wieder zwei halbe Eigentore bekommen. Der Fußball-Herrgott ist gegen uns, es will nicht sein."
Franz Lederer (Mattersburg-Trainer): "Die Salzburger haben eine Gelegenheit eiskalt ausgenützt. Das Tor ist aus einer Fehlerkette entstanden. In der zweiten Hälfte haben wir ordentlich gespielt, aber unsere Chancen nicht genützt. Uns hat in den vergangenen Partien auch das entscheidende Glück gefehlt."
Ricardo Moniz (Salzburg-Trainer): "Wir haben heute ein ganz wichtiges Spiel gewonnen, viele Chancen kreiert, bringen uns aber immer selbst in Probleme, weil wir einfach die Chancen nicht verwerten. Und wir haben ein paar naive Fehler gemacht. Meister sind wir noch lange nicht - wir schauen weiter von Spiel zu Spiel."
Peter Stöger (Wiener-Neustadt-Trainer): "Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben in der Verteidigung leichtsinnig agiert, die Niederlage geht auch in dieser Höhe völlig in Ordnung. Wir wollten den Zuschauern Freude bereiten und nicht wieder 0:0 spielen. Jetzt haben die Zuschauer fünf Tore gesehen und möglicherweise einen schönen Fußballabend gehabt. Wir haben in der zweiten Hälfte Risiko genommen, leider ist die Rechnung nicht aufgegangen. Wir werden es aber in der nächsten Runde wieder probieren. Wir werden uns schon irgendwie über die Ziellinie retten."
Dietmar Kühbauer (Admira-Trainer): "Die Mannschaft hätte die gebotenen Räume schon früher nützen müssen. Sonst war es ein absolut positives Spiel, großes Lob an die Mannschaft. Uns ist sehr entgegengekommen, dass Peter Stöger offensiv spielen hat lassen. International dabei zu sein, wäre für die Mannschaft natürlich wunderbar, aber es fehlen uns noch ein paar Schritte."
Marcel Sabitzer (Admira-Dreifach-Torschütze): "Drei Tore und ein Assist klingt sehr gut, ich muss es aber noch ein bisschen setzen lassen. Ich freue mich vor allem für die Mannschaft. Vier Tore in Wiener Neustadt können sich sehen lassen, es haben wenige Teams in Wiener Neustadt geschafft überhaupt Tore zu schießen."
Ivica Vastic (Austria-Trainer): "Der Sieg war sehr wichtig für uns, nach den Vorkommnissen vor dem Spiel. Man hat gesehen, dass die Mannschaft zu Beginn sehr nervös war. In der zweiten Hälfte haben wir durch eine wunderschöne Kombination das Führungstor gemacht, das hat uns Kraft und Selbstvertrauen gegeben. Danach haben wir befreiter gespielt und das zweite und dritte Tor gemacht. Ich freue mich, dass wir das Spiel gewonnen haben, die Situation vorher war nicht einfach. Wir haben endlich unser Spiel auch in Tore umgewandelt."
Walter Kogler (Wacker-Innsbruck-Trainer): "Es war ein enttäuschendes Spiel von uns. Von dem was wir uns vorgenommen hatten, haben wir wenig umgesetzt. Wir waren nie imstande, schnelle Kombinationen zu spielen, die Austria ist dadurch nie in Verlegenheit geraten. In der ersten Hälfte war es von beiden Teams ein schwaches Spiel, in der zweiten Hälfte hatten wir durch den Stangenschuss eine große Möglichkeit, dass ein Ruck durch die Mannschaft geht, danach haben wir aber genauso pomadig weitergespielt. Das ist ernüchternd."
Roman Kienast (Austria-Torschütze): "Es war ein sehr klares Spiel von uns. Wir haben 3:0 gewonnen, es ist lange her, dass wir so viele Tore geschossen haben. Gott sei Dank haben wir schnell das 1:0 gemacht, dann ist es uns leichter gefallen."
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Die Austria spielt auf Augenhöhe mit Mattersburg, Kapfenberg und Admira, aber zum mindestens doppelten Budget. Nach den wahrscheinlichen Niederlagen in der kommenden Woche wird die Panik ausbrechen, da man sich nicht mehr für einen internationalen Bewerb qualifizieren wird. Internationales Scouting gibt es nicht, talentierter eigener Nachwuchs ist nicht zu sehen. Man begnügt sich rustikale Bauernkicker von der Konkurrenz aus der unteren Tabellenhälfte aufzukaufen. Die Auswahl des Trainers kann man gar nicht mehr kommentieren, das hat operettenhafte Züge, der Platzmeister hätte es für noch weniger Geld getan.
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