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London - Nach 30 Jahren Fahndung ist der mutmaßliche Mafiakiller Gianfranco Techegne hinter Schloss und Riegel. Der 49-jährige Italiener wurde von der Londoner Polizei festgenommen - in einer Postfiliale nur wenige Meter von der Scotland-Yard-Zentrale in Westminster entfernt. Ganz in der Nähe hatte er auch jahrelang gelebt.
Techegne wird von den italienischen Behörden seit 1982 gesucht. Er wird verdächtigt, damals bei einem Überfall auf eine Mietwagenfiliale in Neapel einen Polizisten erschossen zu haben. Die Festnahme sei bereits am Dienstag erfolgt, teilte Scotland Yard mit. Der Gesuchte hatte sich brav in einer Reihe vor dem Post-Schalter angestellt.
Nach Informationen des "Evening Standard" war es dem Italiener gelungen, an der Seite seiner auf der Flucht geheirateten bolivianischen Ehefrau in London unterzutauchen. Mit einem gefälschten Pass habe das Land mehrmals verlassen und sei dann wieder zurückgekehrt, schreibt die Zeitung. (APA, 28.4.2012)
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Nachdem man sie mit jahrzehntelanger Zermürbungstaktik in jedem Supermarkt, bei der Post, bei den Behörden und sogar im Krankenhaus mit Abreißnummern aufs geordnete Warten mit Nummernaufruf konditioniert hat, stimmt das Vorurteil vom sich gestikulierend an allen vorbreidrängenden Italiener nicht mehr. Ich bin fast geneigt zu sagen, leider.
Hier in Rom murrt nicht mal jemand, wenn man im Postamt eine knappe Stunde mit dem Nummernzetterl in der Hand darauf wartet endlich dranzukommen, Gurt- und Sturzhelmverwendung bei fast 100%, und das Rauchverbot in allen öffentlichen Räumen wird (dem Himmel und v.a. meinen Mitbürgern sei Dank!) zu 100% eingehalten. Abgesehen von der Steuer- und Parkmoral sind die Italiener die neuen Deutschen geworden...
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