Bombenopfer sagt im Breivik-Prozess aus

27. April 2012, 17:22

Massenmörder zeigt weiter keine Gefühlsregungen

Oslo - Neue furchtbare Leidensgeschichten hat der Prozess gegen den norwegischen Rechtsextremisten und Massenmörder Anders Behring Breivik ans Licht gebracht. Im Zeugenstand vor dem Osloer Gericht berichtete der 56 Jahre alte Regierungsbeamte Tore Raasok am Freitag von der Amputation seines linken Beines - einer Folge der von Breivik am 22. Juli vergangenen Jahres im Regierungsviertel von Oslo gezündeten Autobombe.

Ein weiterer Zeuge, der 31- jährige Kristian Rasmussen, berichtete, wie er erst zwölf Tage nach dem Terroranschlag aus dem Koma erwacht war.

"Mehr Todesangst als Schmerzen"

Der Regierungsbeamte Raasok sagte nach Angaben des TV-Senders NRK über seine Erlebnisse unmittelbar nach der Detonation: "Ich habe mehr Todesangst als physische Schmerzen empfunden." Geweint habe er drei Wochen später, als ihm von der Ermordung von 69 Teilnehmern eines Jugend-Sommerlagers auf der Fjordinsel Utöya durch Breivik berichtet worden sei.

Durch die Bombe im Osloer Regierungsviertel wurden acht Menschen getötet und mehr als 200 verletzt. Der geständige, aber nicht reuige Breivik hörte nach den aus dem Gerichtssaal übermittelten Schilderungen norwegischer Medien auch am Freitag den schrecklichen Details der Zeugen ohne erkennbare innere Bewegung zu.

Am Donnerstag hatten in Oslo 40.000 Menschen unter freiem Himmel gemeinsam das Lied "Kinder des Regenbogens" gesungen. Breivik hatte die norwegische Version des Liedes "My Rainbow Race" des US-Folksängers Pete Seeger im Gerichtssaal als Beispiel für "marxistische Indoktrination" norwegischer Kinder angeführt.

Das Osloer Gericht kündigte eine Verhandlungspause für die ersten drei Tage der kommenden Woche an. Danach soll mit der juristischen Aufarbeitung des Massakers auf Utöya begonnen werden. Nach den für den 22. Juni geplanten Schlussplädoyers wird das Urteil etwa vier Wochen später erwartet. (APA, 27.4.2012)

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10 Postings

In China gab es die Hinrichtung der tausend Schnitte.

Was machte eigentlich Breivik, der Winsler wenn es um das eigene Befinden geht, wenn Ihm für jeden Mord ein Teil seines Körpers entfernt wird ?

CHina als Vorbild

taugt nicht wirklich. Norwegen macht das schon richtig. Der Irre sollte in eine Anstalt für Geistesgestörte, weil er merken muss dass man sich seine Strafe nicht selbst aussuchen kann. Und wenn er noch nicht ganz verrückt ist sondern nur halb, dort wird er es....

einer flog über das kuckuksnest ;-)

Was er da machen würde? Sich als Sieger fühlen, dass seine verbrecherische Hirnverbranntheit auch auf die Justiz übergeriffen hat. So wie offensichtlich auf einzelne STANDARD-Poster.

hoffentlich nützt Er noch

wenn Er das gut machen möchte (oder soll/muss) muss Er 150 Menschen das Leben retten

Mit Gruß
Georg

Oder sagen wir lieber "müsste".

Und von irgendwo...

...tönt ganz leise ein "billiger Populismus" daher

hä? …. Weil zur Abwechslung einmal die Opfer zu Wort kommen

und der feige Heimatschützer die Pappe halten muss? Weil 40.000 Menschen gemeinsam ein kitschiges Volkslied singen, das der weinerliche Selbstdarsteller nicht leiden kann?

Dieser schwer bewaffnete Übermensch hat sich nur auf ahnungslose Unbewaffnete und auf einen Haufen Kinder losgehen getraut …. ohne das geringste Risiko für sich selbst.
Wenn Sie sich missverstanden fühlen, dann klären Sie uns bitte auf.

Nein, sondern ...

... weil die 40000 Sänger bewiesen haben - trotz allen Blablas wie ja "niemand was von B. hören oder lesen will" und es nur "minimale Berichterstattung geben soll" - dass sie auf jedes Wort lauschen, was der Herr Schwerverbrecher von sich gibt. Wie wurscht ist das, was er über ein Kinderlied denkt! Keine 40000 haben sich im Internet die Bilder der Opfer angeschaut, aber sie rennen herbei, um Breivik's Bühne noch größer zu machen. Du meine Güte - wie blöd sind die Menschen!

Tja, was soll man denn statt dessen machen? Ihn ignorieren? Nach 77 Toten?

Und in einem öffentlichen Prozeß nicht zu Wort kommen lassen?

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