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Mit einer Idee ein Internet-Unternehmen zu gründen, ist in Österreich noch nicht so einfach wie im kalifornischen Silicon Valley (USA), wo IT-Konzerne wie Facebook, Google oder Apple entstanden sind. Fehlende Investoren und mangelnde Risikobereitschaft machen den österreichischen Start-up-Unternehmen das Leben schwer. Allerdings gebe es Fortschritte und etablierte Großunternehmen würden Interesse am Innovationspotenzial der aufstrebenden Jungunternehmer zeigen, so das Fazit einer Podiumsdiskussion der APA-E-Business-Community, die Donnerstagabend in Wien stattfand.
Wien ist "am aufstrebenden Ast"
Wien ist "am aufstrebenden Ast", sagte Andreas Tschas von der Initiative STARTeurope, die potenzielle Gründer, Unternehmen und Investoren vernetzen will. Durch die Brücke zwischen Ost und West könnte sich Wien als internationaler Start-up-Hotspot etablieren. Dem widersprach Oliver Holle vom Risikokapitalfonds Speedinvest: In Österreich sei noch lange keine kritische Masse bei der Finanzierung von Start-ups im Web und im mobilen Bereich erreicht, "es ist einfach zu wenig Kohle da".
Heimvorteil
Dass Unternehmer daher ins Ausland gehen sollten, hält Alexander Igelsböck von i5invest allerdings für keine gute Idee. "Wenn man zu Hause kein Netzwerk hat und kein Kapital bekommt - trotz Heimvorteil - wieso sollte man dann beispielsweise im Silicon Valley Erfolg haben?"
Noch sind die Österreicher nicht mit Unternehmer-Mentalität gesegnet, stellten die Diskussionsteilnehmer fest. Dass der nächste Marc Zuckerberg aus Österreich kommt, ist deswegen derzeit noch recht unwahrscheinlich. (APA, 27.4.2012)
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Das Problem ist, dass wenn man in Österreich mit einer Idee Konkurs geht für gewöhnlich sein ganzes privates Kapital weg ist. Die Banken verlangen 100 % an Sicherheiten für das Kapital.
Am Ende hängt man Jahrelang an einer missglückten Idee. Scheitert man in USA ist man nach kurzer Zeit wieder schuldenfrei. Die Kapitalgeber sehen es als (Risiko-)Investment und nicht als Kredit. Beim scheitern ist das eingesetzte Kapital weg, aber man wird nicht jahrelang gegängelt.
warum wohl gibt es in AT kaum Innovation von Neugründern? Weils so verdammt bedrohlich ist sich damit selbstständig zu machen.
Fehler kann man hier wie dort genügend machen, eine Idee alleine bringt noch nicht viel. Aber wenn man von vornherein den Privatkonkurs im Fenster hat, das ist keine Motivation!
In Österreich bist nur als alter, fetter, eingesessener Unternehmer aus dem Jahre Schnee jemand. Innovationsbremsen wohin man sieht!
Wenn man abseits der Monopolisten ( Bankster) versucht, via crowd funding was auf die Beine zu stellen (siehe 1000mal1000.at) bekommt man von den Banken auch gleich mal die Behörden auf den Hals gehetzt.
Es darf schliesslich in einer lobbykratischen Bürokratur nicht sein, dass Bürger sich (samt ihres Geldes) demokratisch verhalten. Da würde gar noch jemand auf die Idee kommen, dass man in einer demokratischen Gesellschaft den ganzen Staatsapparat und die Monopole für diverse gut lobbyierte Gruppen, nicht will und nicht braucht...
Privat dürfen Sie's machen - allerdings nur, wenn'Äs die Richtlinien einhalten.
Stille Beteiligungen, Gesellschafter, sogar Kredite - Kein Problem.
Allgemein als Investment anbieten ist schon Problematischer, weild as eine Menge kostet um's Richtig zu machen und keine Probleme zu bekommen.
Aber an sich wäre es nicht kompliziert: mir gefällt eine Idee/ein Unternehmenskonzept, ich 'sponsere' diese(s) und erwerbe mir damit einen Anteil am Gewinn, wenn's erfolgreich ist.
Die Umsetzung passiert schuldenfrei.
Kompliziert wird es nur, weil monopolistische Dritte (Bankster und Bürokraturen) schon vor einer etwaigen Wertschöpfung abkassieren wollen.
Und da diese Mafia-Methode von jenen angewendet wird, die auch das Recht machen, ist's juristisch gesehen legal.
Ich denke, in einer echten Demokratie dürfte es solche Ungleichheiten und Monopole nicht geben - diese sind eindeutige Kennzeichen von Feudalismus und Diktatur.
Das hat weniger mit den Banken zu tun als mit der Gesetzeslage.
Grundsätzlich können SIe sich jederzeit und überall beteiligen - die Balance des Staats ist dann aber zwischen Schutz der Investierenden, und freiem Zugang.
Wenn dann die Leute so wie bei MEL Fehler machen und das Geld dann weg ist, ist's halt auch problematisch.
Grundsätzlich kann jeder in jedes Unternehmen investieren - die Vermittlung von Krediten ist aber reglementiert.
Wien als Startup Hotspot, dass ich nicht lache.
Gerade die Wiener, diese elenden ewigen Raunzer und Besserwisser, was soll da bitte jemals rauskommen.
Was waere Wien ohne Franzl und Sissi.
Obwohl - eigentlich gilt das ja fuer Gesamtoesterreich...
Wir haben vor zwei Jahren bei Departure etc. eine Idee präsentiert und gleich eine Absage bekommen. Gewonnen hat damals ein anderes Projekt, ein online Wanderatlas für Gebiergshütten. Die Mittel haben wir schließlich im privaten Umfeld aufgetrieben, sind zwischenzeitlich positiv, beschäftigen bereits sechs Mitarbeiter und überlegen wieder mit privaten Mitteln nach Deutschland zu gehen. Nicht einmal unsere Hausbank will uns einen Kontorahmen gewähren, obwohl das Projekt bereits sechs IT Kollektivvertrag Gehälter tragt. Es ist Zeitvergeudung nach Mitteln über die öffentliche Hand oder Kreditinstitute zu suchen... und aktivieren kann man die meisten IT Ausgaben in der Buchhaltung auch nicht. Ich würde nicht noch einmal in Österreich starten.
Schwer zu sagen. Die Entwicklungskosten haben wir hinter uns, Break Even vor einigen Monaten passiert - jetzt geht es nur noch darum den Vertrieb zu professionalisieren und in einem Jahr den Schritt nach DE und CH zu wagen. Es stellt sich nur die Frage in welchem Maßstab oder in kleinen Schritten. Vertriebsmitarbeiter anstellen oder Partner suchen etc.
Gute Vertriebsmitsarbeiter kosten viel - und ob sie gut sind, wissen's nach einiger Zeit - und Pannen können sich's mit der Kapitaldecke nicht leisten.
Vertriebspartner können gute Mulitplikatoren sein - allerdings ist es schwierig, die zu motivieren, die nötige Aufbauarbeit zu leisten.
Aus der Ferne ist es schwer, ohne Details was konkretes zu sagen. Ich seh's aber in erster Linie mehr als Thema des Plans, bevor's überlegen wieviel Geld Sie dafür brauchen. ;-)
"Wenn man zu Hause kein Netzwerk hat und kein Kapital bekommt - trotz Heimvorteil - wieso sollte man dann beispielsweise im Silicon Valley Erfolg haben?"
Lieber Alexander Igelsböck, es gibt sicher 100 gründe, warum ein startup in silicon valley eher kapital bekommt als in österreich:
1. Weil die amis risikobereiter sind
2. Weil die österreicher die innovationen nicht erkennen, selbst wenn sie ihnen ins gesicht geschlagen wird
3. Weil die meisten startups in amerika das gleiche start hinter sich gebracht haben
4. ...
...
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