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Wien/Bozen - Morbus Parkinson ist eine der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Um die zugrundeliegenden Mechanismen dieser Alterserkrankung zu erforschen und auf dieser Grundlage wirksamere Therapien zu entwickeln, starten zwei Forschungsinstitute ein gemeinsames Projekt: Das Institut für Molekulare Biotechnologie in Wien (IMBA) und das Zentrum für Biomedizin an der Europäische Akademie Bozen (EURAC).
Die beiden Institute blicken bereits auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit zurück: Sie entschlüsselten gemeinsam ein Risiko-Gen für den Plötzlichen Herztod. Das neue Projekt zum Thema Morbus Parkinson wurde am Freitag von Josef Penninger, Direktor am IMBA, und Peter Pramstaller, Leiter des Zentrums für Biomedizin, in Bozen präsentiert. Die biomedizinische Forschung verknüpft Erkenntnisse aus der Medizin, Biologie und Technologie. Dabei erforscht das IMBA in Wien Krankheitsursachen auf genetischer und molekularer Ebene. Die Forscher untersuchen beispielsweise, wie sich das Krankheitsbild in der Fliege entwickelt und übertragen die Erkenntnisse daraus auf die Maus, um schließlich abzuleiten, was dies für den Menschen bedeutet.
In ihrem gemeinsamen Forschungsvorhaben wollen IMBA und EURAC nun ihre unabhängig voneinander gesammelten Daten aus der Arbeit an den Tiermodellen und den humangenetischen Studien zusammenführen. Ziel ist es, weitere Gene, die für die Entstehung der Schüttellähmung verantwortlich sind, zu entdecken. Dabei sollen Genvarianten, die das Zentrum für Biomedizin in seinen Studien in Verbindung mit Parkinson identifiziert, mit den Ergebnissen aus den Tiermodell-Studien des IMBA abgeglichen werden.
Grundlage für Behandlungsstrategien
Gleichzeitig sollen funktionelle genetische Daten, die das IMBA im Experiment als krankheitsrelevant identifiziert, in die Weiterentwicklung der humangenetischen Studien einfließen. Auf diese Weise wird gemeinsam nach Risiko-Genen gesucht, die sich in beiden Forschungsfeldern als relevant für Parkinson zeigen. Ein weiteres Ziel des Projekts ist es, aus den Forschungserkenntnissen einen "Prototyp" abzuleiten, der auch für andere verwandte neurogenerative Krankheiten und Krankheitsprozesse - wie etwa Alzheimer - eine Rolle spielt und als Grundlage für neue Therapiestrategien dienen kann. (APA)
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