Historischer Kalender

30. April 2012, 00:00

30. April

1772 - Der Engländer John Clais erhält in London ein Patent für die von ihm entwickelte erste Waage mit Skalenscheibe.

1812 - Louisiana, ursprünglich nach dem französischen König Ludwig XIV. benannt, wird 18. Staat der Vereinigten Staaten von Amerika.

1822 - Auf einer Werft in Rotherhithe in England wird das erste Dampfschiff mit stählernem Rumpf fertiggestellt.

1857 - In Triest beginnt die Weltumseglung der Fregatte "Novara". Die Novara-Expedition ist die erste groß angelegte wissenschaftliche Weltumsegelungsmission der österreichischen Kriegsmarine und dauert 551 Tage. Sie steht unter dem Kommando von Kommodore Bernhard Freiherr von Wüllerstorf-Urbair, dem späteren Vizeadmiral und k.k. Handelsminister.

1877 - Der Franzose Charles Cros hinterlegt in der französischen Akademie der Wissenschaften einen versiegelten Umschlag mit Plänen des von ihm ersonnenen Grammophons (Phonographen).

1902 - In der Pariser Komischen Oper wird Claude Debussys lyrisches Musikdrama "Pelléas und Mélisande" uraufgeführt.

1917 - General Philippe Pétain wird als Nachfolger von General Robert Nivelle Chef des französischen Generalstabs.

1927 - Auf einem Kongress für Psychotherapie stellt der Berliner Nervenarzt Johannes Heinrich Schultz selbst beeinflussende Übungsmethoden vor, die er ab 1928 als "autogenes Training" bezeichnet.

1942 - Deutsche U-Boote torpedieren in der Barentssee den britischen Kreuzer "Edinburgh", der einige Tage später mit 465 Goldbarren an Bord sinkt.

1942 - Hitler und Mussolini vereinbaren, in Nordafrika zur Offensive überzugehen und nach Ägypten vorzustoßen. (Rommel erreicht im Juni El Alamein, im September scheitert der Bewegungskrieg).

1962 - Norwegen beantragt die Aufnahme in die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft.

1967 - Der 540 m hohe Fernsehturm Ostankino, der bis dahin höchste Fernsehturm, wird in Moskau fertig gestellt. Seit der Errichtung des CN Tower in Toronto von 1976, ist er die zweithöchste frei stehende Konstruktion der Welt.

1982 - In New York wird eine neue Seerechtskonvention verabschiedet, die USA lehnen die Ratifizierung ab.

1987 - Als erster Konservativer seit 1946 übernimmt Harri Holkeri in Finnland das Amt des Ministerpräsidenten.

1987 - Der österreichische Lyriker Erich Fried wird mit dem Büchner-Preis der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt ausgezeichnet.

1987 - Die Uraufführung des Bühnenstückes "Mein Kampf" von George Tabori, die im Wiener Akademietheater angesetzt ist, muss wegen der Erkrankung des Schauspielers Hugo Lindinger auf 6. Mai verschoben werden. In den Vorstellungen am 30. April sowie am 1. und 4. Mai, welche als Voraufführungen deklariert werden, übernimmt Tabori die Rolle des Lobkowitz.

1992 - Nach dem Freispruch im Prozess um Polizeigewalt gegen einen Autofahrer schwarzer Hautfarbe, Rodney King, kommt es in Los Angeles und anderen Städten der USA zu schweren Unruhen. Nur mit massivem Einsatz der Sicherheitskräfte wird die öffentliche Ordnung wiederhergestellt. In Los Angeles werden 58 Menschen getötet, mehr als 2.300 verletzt.

2002 - Der mit den USA verbündete pakistanische Militärmachthaber General Pervez Musharraf lässt sich in einem umstrittenen Plebiszit mit 98 Prozent Ja-Stimmen im Präsidentenamt bestätigen.

Geburtstage: Christian Weise, dt. Schulmeister/Dichter (1642-1708)
Carl Friedrich Gauß, dt. Mathematiker (1777-1855)
Kaspar Hauser, Findelkind unbek. Herk. (1812-1833)
Theodore W. Schultz, US-Ökonom, NP (1902-1998)
Rudolf Pörtner, dt. Sachbuchautor (1912-2001)
Kirsten Dunst, US-Schauspielerin (1982- )

Todestage: Johann Tserclaes Reichsgraf von Tilly, kaiserl. Feldherr (1559-1632)
Erzherzog Karl, öst. Feldherr ("Sieger von Aspern"), Bruder von Kaiser Franz I. (1771-1847)
Leopold Ungar, öst. Theologe und Caritas-Präsident (1912-1992)

(APA)

 

Kommentar posten
Posten Sie als Erste(r) Ihre Meinung

Die Kommentare von Usern und Userinnen geben nicht notwendigerweise die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare, welche straf- oder zivilrechtliche Normen verletzen, den guten Sitten widersprechen oder sonst dem Ansehen des Mediums zuwiderlaufen (siehe ausführliche Forenregeln), zu entfernen. Der/Die Benutzer/in kann diesfalls keine Ansprüche stellen. Weiters behält sich die derStandard.at GmbH vor, Schadenersatzansprüche geltend zu machen und strafrechtlich relevante Tatbestände zur Anzeige zu bringen.