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Dnjepropetrowsk nach den Detonationen.
vergrößern 640x640Mehrere Bombenanschläge in der Ukraine versetzen das Land in Schockzustand. Die Polizei fährt schwere Technik auf, die Regierung verspricht den Fans bei der bevorstehenden Fußball-EM völlige Sicherheit.
Kiew/Moskau - Die erste Bombe ging um die Mittagszeit im Zentrum der Millionenstadt Dnjepropetrowsk hoch. Der in einem Abfallbehälter einer Haltestelle abgelegte Sprengsatz detonierte, als eine Straßenbahn vorüberfuhr. 13 Personen mussten verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.
Die Explosion war nur der blutige Beginn einer ganzen Anschlagsserie in der Stadt. Innerhalb kurzer Zeit gingen offiziellen Angaben nach vier Bomben nach ähnlichem Muster hoch. Ukrainische Medien berichten von sogar insgesamt zehn Explosionen. Mindestens 29 Menschen wurden bei den Attentaten verletzt, unter ihnen auch zehn Kinder.
Die Bürger von Dnjepropetrowsk stehen unter Schock: Als nach einer anonymen Bombendrohung der Bahnhof geräumt werden sollte, entstand Panik unter den Passagieren. Der Zugverkehr wurde eingestellt, auch der öffentliche Nahverkehr stand still, Geschäfte wurden geschlossen. Kinder wurden von den Schulen nach Hause geschickt.
Die Polizei legte den Mobilfunk in der ganzen Stadt lahm. Sie vermutet, dass die Bomben so ferngezündet wurden. Auf den Straßen patrouillierten Einheiten der Spezialtruppe Berkut in Schützenpanzern. Beamte durchsuchen alle Abfallbehälter der Stadt.
Opposition fürchtet Notstand
Innenminister Alexander Lawrinowitsch hat die Tat bereits als Terroranschlag einer organisierten Gruppe eingestuft: "Wenn das nur ein Irrer gewesen wäre oder wenn es sich um irgendeinen Racheakt gehandelt hätte, dann wären es nicht so viele Explosionen, sie wären nicht so koordiniert innerhalb einer kurzen Zeit und an solchen Plätzen abgelaufen", sagte er. Es handle sich um eine gut vorbereitete Aktion, fügte er hinzu. Präsident Wiktor Janukowitsch bezeichnete die Anschläge als "weitere Herausforderung für das ganze Land" und kündigte eine entsprechende Reaktion der Behörden auf die Gewalt an. In Kiew trat das Parlament, die Werchowna Rada, zu einer Sondersitzung zusammen.
Die Opposition befürchtet unterdessen, dass die ukrainische Führung die Anschläge als Vorwand nutzen könnte, um noch schärfer gegen sie vorzugehen. Es sei nicht auszuschließen, dass die Regierung den Notstand ausrufe, sagte der Rada-Abgeordnete Andrej Schkil von der Timoschenko-Partei BJuT. Damit hätte sie die Möglichkeit, Demonstrationen zu verbieten und die Bürgerrechte einzuschränken. "Im Grunde genommen würde sie die absolute Kontrolle über die Gesellschaft übernehmen", sagte Schkil. Der Vizechef des ukrainischen Geheimdienstes SBU, Wladimir Rokitski dementierte hingegen, dass es Pläne gebe, den Notstand zu verhängen. Bei seinem Auftritt vor der Rada versprach er eine schnelle Aufklärung des Falls.
Kurz vor der Fußball-Europameisterschaft kommt der neue Skandal der ukrainischen Führung reichlich ungelegen. Bereits jetzt steht das Regime wegen des als politisch motiviert eingeschätzten Vorgehens gegen Julia Timoschenko unter Druck - so hat zuletzt Deutschlands Bundespräsident Joachim Gauck einen Staatsbesuch in der Ukraine abgesagt (siehe Artikel rechts). Dnjepropetrowsk ist die Geburtsstadt Timoschenkos.
Sicherheitsbedenken für die Europameisterschaft gab es bisher allerdings nicht. Die Uefa erklärte nach den Anschlägen in Dnjepropetrowsk, dass sie die Lage weiter beobachten werde. Es gebe keinen direkten Grund zur Verschärfung der EM-Sicherheitsmaßnahmen. "Wir unternehmen alle Maßnahmen, um die Sicherheit von Teilnehmern und Gästen der Fußball-EM zu garantieren", teilte unterdessen die ukrainische Regierung mit. (André Ballin /DER STANDARD, 28.4.2012)
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dann legitimieren sie den Bombenterror.
Die Allianzen des Westens sind in der Tat seltsam.
Da führt "er" ein Jahrzehnt lang einen hoffnungslosen Krieg "gegen den Terror".
Im gleichen Atemzug schließt er ein Bündnis mit dem Terror - in Libyien, Syrien, in den besetzten israelischen Gebieten und jetzt in der Ukraine.
Solche Doppelzüngigkeit schafft kein Vertrauen, untergräbt jede Glaubwürdigkeit.
Ich versteh sowieso nicht, warum man die EM an die Ukraine vergeben hat: politische Instabilität, fehlende Infrastruktur, kein Geld um die Straßenhund-Problematik durch Kastrationsprojekte nachhaltig in den Begriff zu bekommen, das sollten doch genügend Gründe sein, um zumidest noch abzuwarten, bevor die Ukraine den Zuschlag für so eine Veranstaltung erhält. Anschläge können überall passieren, als "Skandal" würde ich das jetzt nicht bezeichnen, aber die neuen Sicherheitsbedenken verschärfen die Situation natürlich noch zusätzlich.
Darum werde ich mir die EM auch nicht ansehen und freue mich dafür umso mehr auf die nächste Weltmeisterschaft.
kaum geht es aus westlicher sicht gesehen "unserem schweinehund" an den kragen beginnen bomben zu explodieren
als wenn timoschenko irgendetwas besseres als gesiebte luft verdient hätte ... und warum sollte man sie besser behandeln?
Der Skandal ist ja eigentlich, daß dieses zufällig vor einem im Artikel erwähnten Staatsbesuch des Präsidenten Deutschlands in der Ukraine passiert ist und daß weder die DDR noch die Sowjetunion so richtig untergegangen sind. Und der allergrößte Skandal ist folgendes Zitat aus dem Jahre 1918 über die (damalige) Politik Deutschlands:"Sollte die Untat in Moskau das Signal für die Erhebung gegen den Bolschewismus abgeben, so verfolgte diese Tat den Zweck, Mißtrauen zwischen Deutschland und der Ukraine zu säen."
Vor Hundert Jahren waren die nicht so klug, wie uns die Geschichte gelehrt hatte. Denn am 28. April 1911 vor fast Hundert Jahren wurde der daraufhin österreichische Eisenbahnminister in Wien Glombinski in einem Wahlgang in der heutigen Ukraine einstimmig gewählt und es dauerte bis November 1911 bis auch das österreichische Ackerbauministerium in Wien und das österreichische Finanzministerium in Wien neu zu besetzen gewesen waren.
mich würd das nicht wundern wen der westen dahinterstecken würde diese anschläge dort tragen nähmlich diese handschrift. und zwar eine warnung an die ukrainische regierung wegen der sache mit timoschenko wollen die jetzt dort das totale chaos damit zum schluss sowas wie in libyen war oder jetzt in syrien.
Wie wollen Sie während einer EM jede Ansammlung von mehr als drei Menschen verbieten?
Sollen die Fans in Dreiergruppen mit je fünfzig Meter Abstand durch die Stadt ziehen und im Stadion nächtigen um die Ausgangssperre nach 21 Uhr nicht zu verletzen?
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