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"Hallo, Werner!" - "Servus, Spindi!"
Linz - Die Österreicher grüßen am häufigsten mit "Hallo". Das klassische "Grüß Gott", das zuletzt schwächelte, ist wieder auf dem Vormarsch. Männer tendieren eher zu einem lässigen "Servus" bzw. "Servas", "Tschüss" wird öfter von Frauen verwendet. "Baba" ist eine Wiener Domäne, ein joviales "Pfiat di" ist dafür den Bundeshauptstädtern fremd und stärker im übrigen Österreich gebräuchlich. Das ergab eine Umfrage des Linzer Instituts Spectra, die am Freitag veröffentlicht wurde.
Insgesamt wird die Grußlandschaft in Österreich vielfältiger, so das Fazit der Meinungsforscher. Der Vergleich der Umfrageergebnisse mit älteren Daten zeigt laut Spectra, dass "Hallo" seit dem Jahrtausendwechsel einen beachtlichen Siegeszug hingelegt hat. 1999 wurde die Formel nur von 51 Prozent verwendet, mittlerweile von 74 Prozent. Eine Renaissance erlebt derzeit "Grüß Gott": 2009 kam es nur 47 Prozent über die Lippen, drei Jahre später 64 Prozent. Ebenfalls im Aufwind ist passend dazu "Auf Wiedersehen" mit 55 Prozent (2009: 43 Prozent).
Umgangssprachliches "Behüte dich" rutscht ab
Eher am absteigenden Ast befindet sich "Pfiat di", das in den vergangenen drei Jahren von 38 auf 35 Prozent abrutschte. "Tschüss", "Hallo", "Hi" und "Ciao" sind eher Formulierungen der unter 30-Jährigen. Die ältere Generation tendiert mehr zu "Grüß dich", "Grüß Gott" und "Auf Wiedersehen". Ein weltliches "Guten Tag" verwenden lediglich sieben Prozent der Befragten. Antiquiertere Grußformeln wie "Kompliment", "Meine Verehrung" und "Küss die Hand" benutzen nur mehr zwei bis vier von 100 Österreichern. Ähnlich weit abgeschlagen sind importierte Grüße wie "Tagchen" und "Grüezi".
Die Meinungsforscher haben 1.035 repräsentativ für die Bevölkerung ab 15 Jahren ausgewählte Personen in Face-to-Face-Interviews befragt. Die Ergebnisse wurden mit älteren Umfragen seit 1999 verglichen. (APA, 27.4.2012)
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Da mußte ich jetzt grün geben. Nein, gar nicht meine Art (zu saufen nämlich, wenigstens im Übermaß), bloß Schlafstörungen ab und an ... Im Nachhinein hab ich auch erkannt, daß die Meldung beleidigend aufgefaßt werden kann, vor allem, wenn man österreichisches Vokabular anwendet - ich hab's ja mehr bayern-bairisch gemeint, da heißt gschert eher sowas wie gemein oder unhöflich. Das Grüßen bleibt dennoch immerhin hinterfragenswert, wenn es auch ein netter Akt sein mag.
dass es mir völlig wurscht ist, wie sehr es sich in Ö eingebürgert hat, mir kringeln sich die Zehennägel dabei auf, wenn es jemand in meinem Freundeskreis sagt, dann muß ich das korrigieren, das ist stärker, als ich.
Als ich ein junger Mensch war und jemand sagte "Hallo", war die Antwort:"Der Hallo is scho gsturbn". Also auch un-sagbar.
Zu älteren Leuten sage ich - per du - "Grüß dich", zu Gleichaltrigen "Servus", beim Verabschieden "baba", oder "Ciao-baba". Als kleines Kind wurde ich dazu angehalten ältere Damen mit "Küß die Hand" zu begrüßen, was mir bereits damals lächerlich vorkam, ich es folglich sehr rasch unterließ.
Zu Mahlzeit:
http://www.youtube.com/watch?v=2PAaqr9ZoZw
Da muss ich widersprechen.
"Tschüßi" ist eigentlich schon wieder österreichisch mit seinem Diminutiv in der Grußformel. In Deutschland gibt's das nicht.
Die "Steigerung" im Sinne von deutschen Gebräuchen, die in österreichischen (und bayrischen) Ohren nervöse Reize auslösen, ist aber das oftmals gehörte "Tschüü-hüüüß". Hier wird der bisweilen als besonders unangenehm empfundene ü-Laut mit schwellender Intensität geradezu ins Trommelfell gebohrt...
Die Auswahl einer Grußformel ist echt nicht so einfach, wenn man anfängt, sich zu überlegen, was das alles heißt. "Grüß Gott" und "Pfiat di" setzen ja irgendwo die Existenz eines Gottes voraus. Mit "Ciao" oder "Servus" macht man sich zum Sklaven. "Guten Morgen" geht oft nicht, weil das, was ich für Morgen halte für vernünftige Leute schon eher Mittag ist.
Am einfachsten ist es, das alles zu ignorieren und einfach das zu sagen, was einem gerade einfällt.
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